Großeinsatz in Brandenburg: So liefen die Durchsuchungen an Tag 2
Die Berliner Polizei ist am Dienstag im brandenburgischen Herzberg im Einsatz gewesen. Auf einem verlassenen Grundstück suchten die Ermittler nach Hinweisen und Beweismitteln zum Verbleib von Rebecca Reusch. Auf dem Grundstück ist ein verlassenes Wohnhaus zu sehen, alte Schuppen und Garagen. Dazwischen ist das Gelände teils verwildert. Es wird mit einem Bauzaun abgesperrt.
Am Morgen setzten die Einsatzkräfte einen Bodenradar ein, um möglicherweise menschliche Überreste zu finden. Auch Leichenspürhunde kamen zum Einsatz. Am späten Vormittag ließen sie dann einen Abwassertank ab und gruben später in einer Grube. Es blieb aber erfolglos. Zumindest äußerten weder Staatsanwaltschaft noch Polizei einen Ermittlungserfolg.
Eine große Frage war, weshalb das Grundstück in Herzberg durchsucht wurde. Es befindet sich etwa einen Kilometer vom Wohnhaus der Großmutter des Schwagers entfernt. Sie kommt ursprünglich aus Herzberg, ist zwei Straßen weiter aufgewachsen, wo später dann nur noch die Ur-Großmutter wohnte. Die Großmutter selbst wohnte in dem Wohnhaus, das sich auf dem durchsuchten Gelände befindet. Ein Anwohner sagte gegenüber der Berliner Morgenpost, dass vier Familien dort lebten. Die Großmutter habe die Wohnung oben links bewohnt. Wie die Berliner Morgenpost aus Sicherheitskreisen erfuhr, war das auch der Grund, weshalb auf dem Grundstück Durchsuchungen stattfanden. Am Nachmittag teilte die Polizei das auch in einer Pressemitteilung mit.
Unterdessen sprachen Einsatzkräfte der Polizei Anwohner in Lindenberg an. Mit einem Flyer, der das Auto des Schwagers zeigt, befragten sie die Bewohner, ob sie am 18. Februar 2019 etwas Auffälliges gesehen haben.
Während Ermittler auf dem Gelände arbeiteten, nahmen auch Hobbyermittler den Weg nach Herzberg auf sich. Mindestens ein halbes Dutzend machte sich an diesem Dienstagmittag ein Bild von den Durchsuchungen.