In rund 29.000 landeseigenen Wohnungen in Berlin sollen weiterhin Asbest-Belastungen bestehen. Wie die „B.Z.“ berichtet, seien besonders die Bestände der Gewobag, Degewo und Howoge betroffen. Bei der Gewobag seien es rund 7758 Wohnungen, vor allem in Charlottenburg-Wilmersdorf und Reinickendorf. Die Degewo habe 6736, die Howoge 6678 Wohnungen mit entsprechenden Belastungen gemeldet. Die Gesobau habe hingegen keine Angaben gemacht; nach Schätzungen könnten dort bis zu 15.000 Wohnungen betroffen sein.

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Insgesamt sei die Zahl der belasteten Wohnungen im Vergleich zu 2022 nur leicht zurückgegangen – damals seien es rund 31.000 gewesen. Die Sanierung verlaufe schleppend, was unter anderem daran liege, dass die Wohnungsunternehmen auch immer wieder ältere Bestände mit Schadstoffrisiko übernehmen würden. Laut B.Z. seien im vergangenen Jahr nur 66 bis 2322 Wohnungen je Unternehmen saniert worden.
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Wie aufwendig die Arbeiten sein können, zeige das Beispiel Schlangenbader Straße in Wilmersdorf. Dort enthalte fast jeder Gebäudeteil Asbest. Nun werde ein erster Gebäudeblock mit 130 Wohnungen vollständig saniert. Die Kosten allein für diesen Abschnitt: rund 30 Millionen Euro.
Der Grünen-Abgeordnete Andreas Otto betonte gegenüber der „B.Z.“, „es sind immer noch zu viele Wohnungen belastet“. Der Senat müsse zudem prüfen, in welchem Umfang auch private Vermieter betroffen seien – dort vermute man eine erhebliche Dunkelziffer.
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Asbest war in Deutschland bis zu seinem Verbot im Jahr 1993 in vielen Baustoffen enthalten. Die Fasern gelten als hochgradig krebserregend, insbesondere wenn sie freigesetzt und eingeatmet werden.







