Einen Termin im Bürgeramt zu bekommen, kann in Berlin zur Geduldsprobe werden. Für Studierende soll das jetzt einfacher werden: Im Oktober und November tourt das „Mobile Bürgeramt“ durch mehrere Berliner Hochschulen – ganz ohne vorherige Anmeldung.

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An insgesamt sechs Tagen richten Mitarbeitende der Berliner Verwaltung ihre temporären Schalter direkt auf dem Campus ein. Damit können Studierende wichtige Behördengänge erledigen, ohne das Uni-Gelände verlassen zu müssen. Das kündigte die Senatskanzlei am Donnerstag an.

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„Das Beste: Man muss noch nicht einmal einen Termin vereinbaren“, schreibt Martina Klement, Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung in der Mitteilung. Man wolle zeigen, „wie schnell und flexibel die Berliner Verwaltung arbeiten kann“ – und dass viele Anliegen inzwischen auch digital abgewickelt werden können.

Pässe, Ummeldungen, Bafög – alles direkt auf dem Campus

Das Angebot umfasst die wichtigsten Dienstleistungen eines Bürgeramts: Wer möchte, kann Personalausweise oder Reisepässe beantragen, die PIN des elektronischen Ausweises ändern lassen oder eine Wohnsitzanmeldung vornehmen. Auch die digitale Beantragung von Bafög wird vor Ort unterstützt.

Gerade dieser Punkt ist für viele Studierende relevant: Die Zahl der Bafög-Anträge befindet sich auf einem historischen Tiefstand. Schätzungen zufolge nehmen bis zu 70 Prozent der Berechtigten die Unterstützung nicht in Anspruch – oft, weil das Antragsverfahren als zu kompliziert gilt. Mit dem mobilen Bürgeramt könnte die Hemmschwelle sinken.

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Sechs Termine im Oktober und November

Das mobile Bürgeramt macht Station an mehreren Berliner Universitäten:

  • 20. Oktober: Technische Universität (Hardenbergstraße)
  • 21. Oktober: Freie Universität (Otto-von-Simson-Straße)
  • 22. Oktober: Berliner Hochschule für Technik (Luxemburger Straße)
  • 23. Oktober: Humboldt-Universität (Unter den Linden)
  • 13. November: Humboldt-Universität (Unter den Linden)
  • 18. November: Humboldt-Universität (Unter den Linden)

Geöffnet ist jeweils vormittags und nachmittags, die genauen Zeiten will die Senatskanzlei rechtzeitig bekanntgeben.