Schlechte Nachrichten für Berlins Weihnachtsmärkte. Auf dem Gelände des bekannten Schaustellerbetriebes Wollenschlaeger in Paaren im Glien (Landkreis Havelland) hat es in der Nacht zu Dienstag gebrannt. Mehrere Lastwagen, Anhänger und tonnenweise Weihnachtsdekorationen standen plötzlich in Flammen. „Ich wurde mitten in der Nacht aus dem Bett geholt“, sagte Thilo-Harry Wollenschlaeger der „BZ“ am Dienstag. Nun sind viele der Teile nur noch Schutt und Asche.

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Bei dem Brand mussten gleich fünf Fahrzeuge der Feuerwehr anrücken, insgesamt 75 Beamte aus der Region waren im Einsatz. Und die hatten alle Hände voll zu tun. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus, die Flammen waren mehrere Meter hoch und immer wieder knallte es. Dichte Rauchwolken lagen über dem Großlager und der Himmel im Havelland war hell erleuchtet.

Brand bei Schausteller Wollenschlaeger: Die Feuerwehr kämpfte mit diesen Widrigkeiten

Insgesamt waren die Löscharbeiten alles andere als einfach: „Das verdichtete Material machte es den Kameradinnen und Kameraden schwer, überhaupt an den Brandherd heranzukommen“, berichtete Kreisbrandmeister Lothar Schneider. Zudem gesellten sich Probleme bei der Löschwasserversorgung. Erst nach mehreren Stunden sei es der Feuerwehr dann gelungen, den Brand unter Kontrolle zu bekommen.

Die in der Nacht beschädigten Buden und Dekorationen sollten eigentlich in den nächsten Wochen auf Berlins Weihnachtsmärkten zum Einsatz kommen. Doch daraus wird nun nichts. Ein Festzelt, Equipment, ein Auflieger mit Schaustellersachen, Weihnachtsmarktbuden und -zubehör seien verbrannt, berichtet Wollenschlaeger weiter.

Hoher Schaden: Wie geht es für das Schaustellerunternehmen weiter

Nun ist die Polizei dabei, die Brandursache zu ermitteln. Der Schaden könnte sich auf eine halbe Million Euro belaufen. Ob das Weihnachtsgeschäft in der Hauptstadt nun in Gefahr ist, möchte der Unternehmer nicht prognostizieren. „Wir müssen das erst mal sacken lassen und uns einen Überblick verschaffen“, so Wollenschlaeger.