Zum Artikel: „Das Ehrenamt steht unter Druck“ vom 13. Oktober
Dem Artikel kann ich nur zustimmen. Auf der einen Seite versuchen immer mehr Menschen, ihre Work-Life-Balance auszuleben und dazu gehört im Sportverein nur Sporttreiben. Andererseits sind die Anforderungen immer mehr geworden. Die Digitalisierung vereinfacht nicht, sondern schafft mit Wunschvorstellungen nur ein größeres Chaos. Im Bereich der Sportstättenvergabe durch den Senat reichte vorher für eine Sportart auf einer Anlage oder in einer Halle eine Seite. Heute sind mindestens pro Tag acht Seiten online auszufüllen. Der Freibetrag von 3300 Euro für Übungsleiter hilft sicher. Aber sollte man darüber liegen, dann kommt der Staat sofort um die Ecke. Früher konnten sich Studenten, für die das eine gute Geldquelle neben dem Studium ist, steuertechnisch zurücklehnen. Heute, nach dem Urteil zur Scheinselbständigkeit, kommen die Sozialversicherungsträger auf den Plan. Die Folgen sind Minijobs mit den zusätzlichen Kosten und Bürokratie-Anforderungen. Das sind nur zwei Beispiele, die eigentlich jeden abschrecken sollten. Da bleibt nur der Griff zu festen Verwaltungsangestellten mit den entsprechenden Kosten.
Andreas Müller-Reichenwallner, per E-Mail
Zum Kommentar: „Triumphiert Trump zu früh?“ vom 13. Oktober
Selbstverständlich ist es für alle Menschen guten Willens ein Anlass zu riesiger Freude und großer Erleichterung, dass die noch lebenden Geiseln endlich freigekommen sind. Auch der „Preis“ - Hunderte freigelassener Hamas-Terroristen - sollte dafür nicht zu hoch sein. Doch für den Friedensprozess im Nahen Osten ist dadurch noch nicht viel gewonnen. Und für die Fortschritte der letzten Zeit ist, so bizarr es klingt, eher Netanjahu als Trump verantwortlich: Er hat im Iran die - so Bundeskanzler Merz - „Drecksarbeit“ erledigt, er hat durch die irrwitzige Bombardierung des Trump-Verbündeten Katar Trump den Vorwand geliefert, ihn zu zwingen, dem Austausch Geiseln gegen Terroristen endlich zuzustimmen. Aber die Hamas ist weiterhin bewaffnet, und keine ihrer „Schutzmächte“ kann oder will sie zwingen, die Waffen niederzulegen und einen dauerhaften Frieden zu schließen. Um so lächerlicher das andauernde Gerede um den Friedensnobelpreis 2026.
W.-R. Heilmann, per E-Mail
Zum Artikel: „Nachtflugverbot: Airlines-Präsident fordert Lockerung“ vom 12. Oktober
BDF-Präsident Peter Gerber will die Politik mal wieder nötigen, das eingeschränkte Nachtflugverbot am BER in Frage zu stellen. Darf ich mal daran erinnern, dass es ein Recht auf Gesundheitsschutz im Grundgesetz gibt, aber kein Recht aufs Fliegen. Der Standort des BER ist höchstrichterlich nur mit einem Nachtflugverbot genehmigt worden und zwar mit einem abschwellenden Verkehr ab 22 Uhr. Und wer hält sich daran - niemand. Die Betroffenen am Wohnumfeld BER sind flexibles Freiwild. Alle Versprechen sind nicht eingehalten worden, sie sind schutzlos ausgeliefert. Nicht nur sie, alle. Der BER sollte dem Steuerzahler keinen Cent kosten, da es einen Investor geben sollte. Und heute hört man nur Geschwätz, warum die Flugzeugindustrie nicht flexibel sein kann.
Jörg Pohland, per E-Mail
Ist es nicht unerträglich, wenn ein Verbandsfunktionär wie Fluggesellschaften-Präsident Gerber öffentlich einen Verstoß gegen das Grundgesetz fordert? Kennt Herr Gerber nicht das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und damit implizit auf Nachtruhe? Ein Recht auf Fliegen gibt es jedenfalls in Deutschland definitiv nicht.
Marcel A. Hoffmann, per E-Mail
Zum Artikel: „Dutzende demonstrieren in der Spree“ vom 13. Oktober
Wer trägt für diese Schwimmaktion Verantwortung? Nur 14 Stunden vor der Schwimmdemo, am 11. Oktober um 23 Uhr, war laut Frühwarnsystem die Wasserqualität „mangelhaft“, der Durchfluss gering, eine ausreichende Verdünnung konnte nicht stattfinden. Laut Leibniz-Institut verweilen die im Spreekanal reichlich vorhandenen Blaualgen/Cyanobakterine nicht mehr sichtbar in unteren Schichten des kühlen Wassers, wirken aber genauso krankheitserregend. Durch die Schwimmdemo treten manche Symptome erst nach Tagen aufgrund längerer Inkubationszeiten auf. Erkrankte Teilnehmer werden als verbissene Befürworter des Kanalbades mit großer Wahrscheinlichkeit schweigen und leider damit vor einem Bad im Kanal nicht warnen können. Großstädte wie zum Beispiel Paris und Kopenhagen haben Milliarden Euro für die Säuberung ihrer Flüsse ausgeben. Wir haben kein Geld für die 4. Reinigungsstufe aller Klärwerke, dafür von Bezirksbürgermeister Gothe 1 Million Euro für eine Pilotbadestelle im verkeimten Spreekanal.
Dr. Heide Ellerbrock, per E-Mail
Wer will denn in dieser Plörre baden? Mir sagte mal jemand, dass man von Stralau aus in der Spree baden könne. Aber schon allein beim reinen Anblick hatte ich genug. In den Flüssen in der Schweiz würde ich auch baden gehen, aber in der Spree - nein danke.
Jessica C., via Facebook
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