Die Idee, die CDU-Fraktionschef Dirk Stettner aufgebracht hat, ist wahrlich nicht neu. Schon um die Jahrtausendwende herum waren Zugangssperren an Berlins U-Bahnhöfen ein Thema. Damals wurde ein Pilotprojekt auf zwei U-Bahn-Linien angekündigt, allerdings nie umgesetzt. Seither kommt dieser Plan regelmäßig auf und wird jedes Mal wieder verworfen, weil der Aufwand riesig wäre.

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Stettner spricht von 400 Millionen Euro an Kosten, erklärt aber auch, dass sich das Vorhaben innerhalb von zehn Jahren refinanziert werden könne, wenn man die Ticketpreise geringfügig anpasst. Er hofft auf mehr Sicherheit, weniger Vandalismus und weniger Schwarzfahrer.

U-Bahn in Berlin: Geld für Zugangssperren – oder die Sanierung von Tunneln?

Klar ist aber: Wenn man nicht sämtliche Zugänge durch Personal bewachen lässt, werden Drehkreuze Schwarzfahrer nicht unbedingt davon abhalten, ohne Ticket zum U-Bahnsteig zu gelangen. Die weitaus günstigere Alternative wäre es da, mehr Ticketkontrollen durchzuführen. Denn jeder, der regelmäßig mit der BVG unterwegs ist, weiß: Seine Fahrkarte muss man nur äußerst selten vorzeigen. Auch Vandalismus ließe sich durch die Drehkreuze oder andere Barrieren höchstens eingeschränkt bekämpfen. Wer einen Zug, der nachts abgestellt ist, mit Graffiti besprühen will, würde das vermutlich auch weiterhin tun.

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Entscheidend ist zudem: Die Sperren helfen nicht gegen die derzeit größten Probleme der BVG. Sie sorgen nicht dafür, dass weniger U-Bahnen ausfallen, dass Busse und Straßenbahnen nicht im Stau feststecken oder die BVG genügend Fahrer findet. Und gerade in einer Zeit, in der das Geld knapp ist, stellt sich die Frage, ob man es in Zugangssperren investieren sollte. Oder nicht doch in die Sanierung maroder U-Bahn-Tunnel, neue Züge oder den Ausbau von Tramstrecken.