Die Deutsche Bahn setzt auf mehr und schnelleren Zugverkehr zwischen den großen Städten, während in der Fläche an einigen Stellen Verbindungen wegfallen. Ab Mitte Dezember sollen drei zusätzliche Sprinter täglich zwischen Berlin und München einsetzen. Damit besteht künftig stündlich eine besonders schnelle ICE-Verbindung mit weniger als vier Stunden Fahrzeit zwischen beiden Städten. Die Züge starten und enden dann in Berlin – nicht mehr wie bislang in Hamburg.

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Auch zwischen Berlin und Stuttgart soll es einen neuen Sprinter-ICE geben, der morgens von Stuttgart losfährt und am Nachmittag von Berlin aus wieder zurück. Die Fahrzeit soll dabei unter fünf Stunden betragen und damit eine Stunde weniger als herkömmliche Fernverkehrsverbindungen. 

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Keine Sprinter mehr nach NRW

Dafür fallen Sprinter-Verbindungen zwischen der Hauptstadt und Nordrhein-Westfalen weg. Die bisher dreimal täglichen ICE, die von Berlin aus ohne Halt bis nach Köln und weiter nach Bonn durchfahren, entfallen ab dem 7. Februar. Grund dafür sind laut Bahn zahlreiche Baustellen auf der Strecke. 

Nach Abschluss der derzeitigen Sanierung der Strecke Hamburg-Berlin Ende April kommenden Jahres will die Bahn zudem eine Direktverbindung zwischen Berlin und Kopenhagen anbieten. Betrieben werden die Züge den Angaben zufolge von der Tschechischen Staatsbahn CD und der dänischen DSB. Fahrzeug: Rund sieben Stunden. Es handelt sich dabei um eine Verlängerung der Verbindung zwischen Hamburg und Prag über Berlin. Die Züge fahren dann zwei Mal pro Tag weiter bis in die dänische Hauptstadt. 

Eine weitere Verbindung in Richtung Ostsee

Von Berlin in Richtung Ostsee kommt zum Fahrplanwechsel eine zusätzliche ICE-Verbindung pro Tag hinzu. Die Züge fahren dann fünfmal täglich zwischen Stralsund über Pasewalk und Eberswalde nach Berlin. Dafür entfallen auf diesen Linien künftig die Halte Angermünde und Bernau. Die Bahn verweist auf die parallelen Nahverkehrsverbindungen in diesem Bereich. 

Auf der Verbindung zwischen Rostock und Dresden über Berlin kommen künftig Intercity-2-Doppelstockzüge mit einer höheren Sitzplatzkapazität zum Einsatz. Dafür entfällt ein Zug auf der Strecke am Tagesrand.

Ab dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember werden der Bahn zufolge keine Nahverkehrstickets des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) in den Fernzügen anerkannt. Das betreffe das Intercity-Angebot im Abschnitt Berlin-Doberlug-Kirchhain-Elsterwerda, Potsdam-Cottbus sowie die ICE-Züge im Abschnitt Berlin-Prenzlau. Der Grund: Seitdem auf diesen Abschnitten auch das Deutschlandticket anerkannt wurde, seien deutlich mehr Fahrgäste mit dem Fernverkehr gefahren als absehbar. Das habe zu überfüllten Zügen geführt. Trotz intensiver Verhandlungen habe zudem mit dem VBB und den Ländern keine Einigung über die Kosten erzielt werden können. Der neue Fahrplan gilt ab dem 14. Dezember und ist ab dem 15. Oktober buchbar.

lth/dpa