• Am Samstag findet in Berlin eine Demonstration gegen das Leid in Gaza statt
  • Es werden mehr als 30.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet
  • Mit dabei: Das Berliner Rap-Trio KIZ

Tägliche Bombardierungen, Hungersnot, Vertreibung: Die Situation für die Menschen in Gaza ist unerträglich. Am Sonnabend ruft ein breites Bündnis zu einer Massendemonstration am Großen Stern auf, um gegen das israelische Vorgehen und die „deutsche Komplizenschaft“ auf die Straße zu gehen. Die Liste der Unterstützerinnen und Unterstützer ist lang. Die Veranstalter erhoffen sich den bis dato größten Palästina-solidarischen Protest in Berlin.

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„Seit fast zwei Jahren findet in Gaza ein Genozid statt“, sagte Jules El-Khatib, Hochschuldozent und Mitinitiator der Großkundgebung – der Völkermord-Vorwurf wird von führenden Expertinnen und Experten geteilt. „Die Todeszahlen werden noch weiter steigen, wenn die Aushungerungskampagne weitergeht.“ Nach Angaben des palästinensisch-stämmigen El-Khatib wurden mindestens 20 seiner Familienmitglieder in Gaza getötet.

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Die Demonstrierenden fordern die Bundesregierung unter anderem auf, „jegliche militärische Kooperation mit Israel“ zu beenden, sich für ein Ende der „illegalen Besatzung des palästinensischen Gebiets“ sowie für die Freilassung der Geiseln auf beiden Seiten einzusetzen.

„Schon vorher sind viele Menschen gegen die deutsche Mitverantwortung auf die Straße gegangen“, so El-Khatib. Eine Mehrheit der Deutschen lehne den Kurs der Bundesregierung ohnehin ab. Der Unterschied zu vorherigen Demonstrationen? Das Bündnis setzt sich zusammen aus Menschen, die persönlich vom Konflikt betroffen sind, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Prominenten. Auf der Unterstützerliste findet sich etwa Fridays for Future, auf der Bühne wird unter anderem das Berliner Rap-Trio KIZ auftreten. Unter den Rednern findet sich der jüdische Musiker Michael Barenboim.

Angemeldet sind 30.000 Menschen. „Wir gehen aber davon aus, dass es die größte Palästina-solidarische Kundgebung sein wird“, sagte Mitinitiator El-Khatib am Dienstag. Die Demonstration beginnt um 17 Uhr am Großen Stern und soll sich bis in die Abendstunden ziehen.