Am Freitag sollen Tausende Menschen weltweit auf die Straßen gehen. In Deutschland sind laut Fridays for Future (FFF) Proteste an 100 Orten geplant. Auch in Berlin sind für diesen Freitag, 20. September, mehrere Demonstrationen angemeldet. Um 10 Uhr fand eine Mahnwache zur Einhaltung des Pariser Abkommens auf dem Platz der Republik in Mitte statt.

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Zeitgleich wollten sich Demonstranten vor der Schule an der Strauchwiese an der Mendelstraße in Pankow versammeln. Um 10.30 Uhr startete eine Fahrraddemonstration an der Rathausstraße.
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Tausende bei globalem Klimastreik vor dem Kanzleramt
Um 12 Uhr begann der globale Klimastreik vor dem Bundeskanzleramt. Laut Polizei waren dafür 5000 Teilnehmer angemeldet. Fridays for Future erwartete eigenen Angaben zufolge für den Tag Tausende Teilnehmer. Im Chor riefen die Demonstrantinnen und Demonstranten: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“, bevor die Reden auf der aufgebauten Bühne nahe dem Kanzleramt die Aufmerksamkeit der Menge auf sich zogen. Dutzende Vereine und Initiativen wie „Omas gegen Rechts“ oder der WWF Deutschland hatten sich den Schülerprotesten angeschlossen.

„Wir gehen schon seit Jahren für Fridays for Future auf die Straße. Manchen Menschen ist nicht bewusst, wie viel wir durch den Klimawandel verlieren“, sagte die 14-jährige Lia, die gemeinsam mit über 100 Mitschülern von ihrer Schule aus Steglitz angereist war. Im Vorhinein hatten sie sich im Kunstunterricht zusammengesetzt, gebrainstormt und sich passende Kostüme gebastelt. Lia und ihre Klassenkameradin Soey wollten Bäume darstellen. „Mutter Erde ist eine Ehrenfrau“, schmückte den Baumstamm der Schülerin. Für die beiden sei es sehr wichtig, dass die Gesellschaft alle Aspekte vor Augen geführt bekommt, die den Klimaschutz betreffen.
Schüler schauen besorgt auf Bundestagswahl 2025
„Hoffentlich gehen immer mehr Schülerinnen und Schüler auf die Straße. Unsere Zukunft hängt davon ab“, sagte die 16-jährige Martje, die mit ihrer Freundin Greta einen Globus gebastelt hatte, der an einem seidenen Faden hängt. „Das steht symbolisch für die aktuelle Lage. Die Bundestagswahlen im nächsten Jahr sind sehr wichtig“, so Greta. Die Jugendlichen hoffen auf eine rege Wahlbeteiligung, vor allem bei jungen Menschen. Dabei würden sie mit den Demonstrationen nicht aufhören, bis ihnen eine Zukunft ermöglicht werde, die ihnen zusteht. „Dafür lohnt es sich immer zu kämpfen“, sagte Martje.
Die Redebeiträge richteten sich inhaltlich an Deutschlands Spitzenpolitiker. Ann-Kathrin meinte: „Die Politiker von heute sind für unsere Zukunft zuständig und das scheinen sie nicht zu begreifen.“ In Richtung des Bundeskanzlers Olaf Scholz wurden ebenfalls Sprechchöre gesendet: „Hallo Olaf, wir sind noch da“, rief die Menge, mit Blick rüber zum Kanzleramt.

Große Kritik an CDU-Chef Friedrich Merz
Besonders der CDU-Chef stand im Diskurs der Organisatoren: „Friedrich Merz und die CDU laufen der AfD schon im Thema Migrationspolitik hinterher. Wenn sie das auch noch mit der Klimapolitik machen, sind wir verloren. Wir haben Angst davor, deshalb muss Klima Thema bleiben“, ergänzte Tilda von „Fridays for Future“. Die etwa 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beklatschten die Aussagen der Sprecherinnen von FFF enorm. „Der alte Fritz“, wie Merz im Folgenden nur noch genannt wurde, stehe nicht für eine Zukunft ein, die sich die Klimaaktivisten wünschen würden.






