Berlins Schülerinnen und Schüler waren in diesem Sommer mancherorts extremen Hitzebedingungen ausgesetzt. Das teilte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) am Dienstag mit Verweis auf eigene Erhebungen mit. Insgesamt wurde die Temperatur an 15 Berliner Schulhöfen über das gesamte Stadtgebiet verteilt gemessen. Im Ergebnis wurden laut der DUH an knapp 60 Prozent der Tage ähnlich hohe oder höhere Temperaturen als auf dem Alexanderplatz erfasst.

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Der Alexanderplatz gilt als „Hitze-Hotspot“, da er sich aufgrund des hohen Versiegelungsgrads und der fast vollständigen Umbauung bei hohen Temperaturen besonders aufheizt. Die Messungen wurden zwischen dem 25. Juli und dem 5. September, jeweils zwischen 7 und 17 Uhr, durchgeführt.

Mehr als 40 Grad auf Spandauer Schulhof gemessen

Bei elf von 15 Schulen lag die Temperatur laut DUH zeitweise bis zu sieben Grad über der, die gleichzeitig am Alexanderplatz gemessen wurde. Die höchste Temperatur wurde mit 40,1 Grad auf einem Schulgelände in Spandau gemessen. Die Umwelthilfe macht die hohe Versiegelung der Höfe dafür verantwortlich.

Für ein gesundes Aufwachsen braucht es mehr als eine triste Betonwüste mit wenigen Bänken und einer Tischtennisplatte.

Deutsche Umwelthilfe
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe e.V.

„Schülerinnen und Schüler sind auf ihren Schulhöfen im Sommer gefährlichen Temperaturen von mehr als 40 Grad ausgesetzt“, sagte die DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz. „Für ein gesundes Aufwachsen braucht es mehr als eine triste Betonwüste mit wenigen Bänken und einer Tischtennisplatte.“ Um Kinder vor den Auswirkungen der Klimakrise zu schützen, brauche es den „Zugang zu grünen Abkühloasen“, so Metz weiter.

Die DUH fordert dazu einen bundesweit gültigen Mindeststandard „für grüne, zukunftsfähige Schulgelände“. In einem offenen Brief, den jeder online unterzeichnen kann, werden die zuständigen Landesministerien zum Handeln aufgefordert.