Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl wird in Berlin geehrt. Wie der Senat am Dienstag im Roten Rathaus beschloss, wird die Hofjägerallee in Helmut-Kohl-Allee umbenannt. Die Straße führt von der Siegessäule durch den Tiergarten in Richtung der CDU-Bundesgeschäftsstelle.

Montag bis Samstag

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Der Plan war bereits zuvor bekannt geworden, es fehlte aber noch das Okay des grün-regierten Bezirks Mitte. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte beim Landesparteitag der CDU Mitte September angekündigt, die Hofjägerallee umzubenennen. Kohl ist auch Berliner Ehrenbürger.

„Mit der Benennung einer Straße nach Dr. Helmut Kohl wird seine historische Leistung in würdiger Form sichtbar gemacht“, erklärte Wegner nun zu dem Senatsbeschluss. Kohl habe sich durch seine maßgebliche Rolle bei der deutschen Wiedervereinigung und der europäischen Integration dauerhaft Verdienste um Deutschland und Berlin erworben. „Wir wollen zum 35. Jahrestag der Deutschen Einheit Dr. Helmut Kohl, den Kanzler der Deutschen Einheit, und seine herausragenden Leistungen für unser Land würdigen.“

Lange Diskussion findet ein Ende

Wegner hatte bereits im vergangenen November angekündigt, den Kanzler der Einheit, CDU-Politiker und Berliner Ehrenbürger noch in diesem Jahr entsprechend zu würdigen. Die Diskussion, an welcher Stelle an Helmut Kohl (1930-2017) erinnert werden soll, gab es seit vielen Jahren. Berliner CDU und SPD haben im Koalitionsvertrag 2023 vereinbart, eine Straße oder einen Platz nach ihm zu benennen.

Kohl gilt weltweit als „Kanzler der Einheit“. In seine Amtszeit von 1982 bis 1998 fiel die deutsch-deutsche Wiedervereinigung. Gleichzeitig ist er unter anderem wegen seiner Rolle im CDU-Spendenskandal umstritten.

mit dpa/kmh