Die Verlängerung der A100 landet auf der Standspur: Nach internen Unterlagen der Autobahn GmbH, die dem „Tagesspiegel“ vorliegen, rückt ein Baustart in diesem Jahrzehnt in weite Ferne. Der 17. Bauabschnitt der Stadtautobahn taucht im neuen Finanzierungs- und Realisierungsplan 2025–2029 nur noch in Kategorie C, „weitere wichtige Projekte“, auf – ohne jeden Zeitplan. Zuvor war das Vorhaben unter Kategorie B (Planungsprojekte, für die bis 2029 bestandskräftiges Baurecht erwartet wird) gelistet. Ein Baubeginn vor 2029 ist damit höchst unwahrscheinlich.
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A100: Kein Baustart in diesem Jahrzehnt – Milliardendefizit beim Bund
Dem Bund fehlen bis 2029 zudem fast 15 Milliarden Euro für den Autobahnbau, wie aus aus einem internen Papier des Bundesverkehrsministeriums hervorgeht, über das die Zeitung berichtet. Demnach ist die Finanzierung der Bundesfernstraßen „in vielen Bereichen nicht gesichert.“ Allein bei der Autobahn GmbH klafft bei den Planungskosten ein Loch von 2,25 Milliarden Euro. Die Folge: Für 74 Aus- und Neubauvorhaben kann auf Basis der aktuellen Finanzplanung keine Baufreigabe erteilt werden.
Für die Verlängerung der Berliner A100 bedeutet das zusätzlichen Gegenwind. Die Planungen können zwar weiterlaufen, Priorität bei der Mittelvergabe hat das Projekt aber nicht mehr. Ein Baustart in diesem Jahrzehnt gilt damit als äußerst unwahrscheinlich, zumal die 74 derzeit blockierten Projekte in der zeitlichen Priorität vor dem A100-Abschnitt liegen.
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Grüne reagieren: „Chaos lässt sich nicht mit Chaos bekämpfen“
Politisch sorgt die neue Entwicklung für Zustimmung bei den Grünen. „Geldkürzungen sind selten eine gute Nachricht – außer bei der A100. Denn Chaos lässt sich nicht mit Chaos bekämpfen“, sagte Antje Kapek, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, er Zeitung. Es sei überfällig gewesen, die Mittel für den 17. Bauabschnitt zu streichen. Nun stehe der Senat „erst recht in der Pflicht, das selbst verursachte Chaos am Treptower Park aufzuräumen“. Der 17. Abschnitt soll vom Treptower Park durch Friedrichshain bis zur Storkower Straße führen. Die Autobahn GmbH prüft derzeit Varianten der Strecke, inklusive möglicher Tunnelabschnitte.

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Ende August wurde der 16. Bauabschnitt der A100 vom Autobahndreieck Neukölln bis zum Treptower Park eröffnet – seither häufen sich rund um die Anschlussstelle in Treptow massive Verkehrsprobleme. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) führt die Engpässe als Argument für den Bau des 17. Teilstücks an. Ob und wann dieses jedoch kommt, bleibt angesichts der Herabstufung im Plan der Autobahn GmbH und der milliardenschweren Finanzierungslücke offen.
pau





