In Berlin-Charlottenburg wird künftig mit einem nach ihm benannten Platz an den vor 20 Jahren gestorbenen Schauspieler und Entertainer Harald Juhnke erinnert. Berlins Regierender Bürgermeister, Kai Wegner (CDU), sagte, mit der Neubenennung des Platzes an der Kreuzung Kurfürstendamm, Grolmanstraße und Uhlandstraße werde das künstlerische Lebenswerk Juhnkes und dessen enge Verbundenheit mit der Stadt gewürdigt.

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Wegner betonte: „Harald Juhnke war einer der größten Entertainer Deutschlands.“ Mit seinen Auftritten an den Kudamm-Bühnen habe er die Berlinerinnen und Berliner begeistert.

Bekommt Berlin einen Harald-Juhnke-Platz?
Die Straßenecke Kurfürstendamm/Uhlandstraße/Grolmanstraße bildet den Harald-Juhnke-Platz© DPA Images | Jörg Carstensen

Einweihung am 29. September

Charlottenburgs Umwelt-Bezirkstadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) sagte: „Harald Juhnke steht wie kaum ein anderer für das Lebensgefühl und den Humor Berlins“. Die Benennung des Platzes im Herzen der City-West sei eine besondere Würdigung von Juhnkes vielfältigen Wirkens und ein Zeichen für das bleibende kulturelle Erbe der Stadt.

Peter Wolf, Juhnkes langjähriger Manager und Vertreter der Familie, sagte: „Wir sind froh und glücklich, dass es in Berlin am Kurfürstendamm ab sofort einen Harald-Juhnke-Platz gibt.“ Er ergänzte: „Harald Juhnke wird am 29. September 2025 bei der offiziellen Einweihung auf einer Wolke sitzen und sich über ,seinen‘ Platz freuen wie Bolle.“

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Wegner und Schruoffeneger werden den vormals namenlosen Platz offiziell am 29. September einweihen. Die Neubenennung gilt aber bereits seit Montag. Der Platz befindet sich in unmittelbarer Nähe der traditionsreichen Kudamm-Bühnen. Damit liege er in einem Umfeld, das eng mit dem Wirken des Schauspielers und Entertainers verbunden ist, hieß es.

Triumphe und Abstürze – ein Leben zwischen Bühne und Abgrund

In Juhnke begeisterte in zahlreichen Rollen auf der Theaterbühne, vor der Filmkamera und im Fernsehen ein Millionenpublikum. Auch im Konzertsaal feierte der 1929 geborene Berliner, der sich selbst gern als deutscher Frank Sinatra sah, auf Tourneen große Erfolge.

Kritiker lobten insbesondere Juhnkes eindrucksvolle schauspielerische Leistung als „Trinker“ (1995) in der Fernsehverfilmung des gleichnamigen Romans von Hans Fallada. Auf der Theaterbühne beeindruckte Juhnke unter anderem als Hauptmann von Köpenick in dem gleichnamigen Stück von Carl Zuckmayer und als gealterter Komiker Willie Clark in Neil Simons Boulevardklassiker „Sonny Boys“.

Seine immer wieder von Alkoholeskapaden begleitete Karriere startete Juhnke im Berlin der 50er Jahre. Schon in dieser Zeit wurde er in Berlin als „blauer Bengel“ bekannt und fiel in angeheitertem Zustand Funkstreifenwagen der Polizei in die Hände. Nach Jahren des Triumphes und der Abstürze blieb Ende 2001 trotz aller zwischenzeitlicher ärztlicher Hilfe nur noch das Pflegeheim für Harald Juhnke. Dort starb er 2005.

jst/dpa, epd