Bei einem schweren Verkehrsunfall haben vier Menschen am späten Sonntagabend in Neukölln teils schwere Verletzungen erlitten. Ein 22-Jähriger musste wiederbelebt werden.

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Sonnenallee, Neukölln. Es ist Mitternacht. Anwohner stehen am Straßenrand und beobachten die Polizisten, wie sie mit Laserscannern und Messgeräten das versuchen zu rekonstruieren, was sich vor mehr als zwei Stunden abgespielt hat. Die Spezialisten des Verkehrsunfallskommando haben ein weißes Hütchen mit der Nummer 1 auf einen dunklen SUV gestellt, einige Meter weiter vorne, die Nummer 2 auf einen blauen Mini. Dazwischen sind es mindestens 36 weitere Hütchen: Eine Stoßstange wurde markiert, einzelne Trümmerteile, eine Ölspur.

Schwerer Verkehrsunfall in Gropiusstadt
Das zweite Fahrzeug, ein dunkler SUV ist ebenfalls an der Front beschädigt.  © Julian Würzer | Julian Würzer

Wie die Polizei mitteilte, war ein 46-Jähriger gegen 21.20 Uhr mit seinem Renault auf der Joseph-Schmidt-Straße Richtung Sonnenallee unterwegs. Dan der Kreuzung soll er an einem stehenden Pkw vorbeigefahren sein und dann die Vorfahrt eines 27-Jährigen missachtet haben, der in einem BMW auf der Sonnenallee in Richtung Baumschulenstraße unterwegs war. In dem BMW befanden sich auch ein 22-Jähriger und ein 21-Jähriger. Der Fahrer sei „mit unangepasster Geschwindigkeit“ gefahren sein, so die Polizei, er war also offenbar deutlich zu schnell.

Bei dem Unfall wurden der Fahrer des Renault sowie der Beifahrer im BMW so schwer verletzt, dass sie in Krankenhäuser gebracht werden musste. Der 22-Jährige musste sogar vorher reanimiert werden. Der 21-Jährige und der 27 Jahre alte BMW-Fahrer erlitten leichtere Verletzungen, die ambulant behandelt werden konnten. Beide Fahrzeuge wurden an der Front schwer beschädigt. Bei dem Renault-SUV wie auch bei dem Mini wurden die Airbags durch den Unfall ausgelöst. Die Sonnenallee musste wegen der Aufräum- und der Ermittlungsarbeiten für 45 Minuten gesperrt werden.