Es war ein Fest inmitten von Berlin: Tausende Menschen haben am Sonnabend zu Techno-Musik gefeiert. Bei der vierten Ausgabe der Techno-Parade „Rave the Planet“ zogen die Feiernden vom Brandenburger Tor zur Siegessäule und wieder zurück. Ein Sprecher der Berliner Polizei verwies darauf, dass eine genaue Teilnehmendenzahl schwierig zu bestimmen sei, da die Fluktuation über den Tag verteilt groß sei. 35 Trucks – sogenannte Floats – fuhren laut Veranstalter über die Straße des 17. Juni. Rund 290 Künstler waren angekündigt..

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Die Veranstalter um den Gründer der Love-Parade Dr. Motte, der mit bürgerlichem Namen Matthias Roeingh heißt, hatten im Vorfeld 300.000 Menschen bei der Versammlungsbehörde angemeldet. Der Hintergrund: Die Veranstaltung ist als Demonstration eingetragen. Daher müssen neben Musik auch Redebeiträge abgespielt werden.
Zu Beginn der Veranstaltung war auf der Strecke noch relativ viel Platz. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren spielte das Wetter bei der „Rave the Planet 2025“ nicht ganz mit. Zunächst nieselte es, kurzzeitig war es trocken, dann regnete es stärker und am frühen Abend fing sich das Wetter dann doch noch.
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„The Future is now“: Zeichen gegen Hass und Spaltung
In diesem Jahr lautete das Motto der Techno-Parade „The Future is now“ (Die Zukunft ist jetzt). Die Veranstalter wollten nach eigenen Angaben ein Zeichen gegen Hass und Spaltung setzen und für Frieden und Toleranz. Um kurz vor 14 Uhr trat Dr. Motte an das Mikrofon. Techno sei schon immer frei gewesen und divers, sagte er. Daher wolle man heute tanzen. „Tanzen für die Zukunft, tanzen für das Jetzt, tanzen für uns alle. Our Future is now.“
Anschließend sprach der Chef der Clubkommission, Marcel Weber. In seinem Redebeitrag setzte er sich für die Erweiterung des Artikels 3 des Grundgesetzes ein, niemand darf wegen seiner sexuellen Identität benachteiligt werden – eine Forderung, die queere Aktivisten schon seit Langem teilen. Schutz queeren Lebens gehört zu den Menschenrechten, so Weber. Dann rief er ins Mikrofon: „Gegen jeden Faschismus, Nazis raus aus den Parlamenten“. Anschließend ertönte die Hymne der Parade: „Our Future is now.“
Bis zum Abend feierten die Menschen größtenteils friedlich. Ein Polizeisprecher sagte auf Nachfrage unserer Redaktion, dass es für die Größe der Veranstaltung keine besonderen Vorkommnisse gegeben habe. Lediglich einmal musste der Zug kurz wegen eines Notfalleinsatzes unterbrochen werden. Die Polizei begleitete die Parade nach eigenen Angaben mit etwa 1000 Beamten. Laut Veranstalter waren zudem etwa 600 Sicherheitsleute und bis zu 300 Helfer eines Sanitätsdienstes vor Ort.



















