Spektakulärer Coup im Auftrag der Berliner Staatsanwaltschaft: Ende Juni ist es ihr gelungen, mithilfe der lettischen und rumänischen Polizei, drei Männer aufgrund von europäischen Haftbefehlen festzunehmen. Die Personen sind laut Polizeimitteilung 58, 57 und 44 Jahre alt. Der Vorwurf an die drei: heimtückischer Auftragsmord aus Habgier, der mit Organisierter Kriminalität in Zusammenhang steht.

Montag bis Samstag
Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Laut Mitteilung der Polizei soll der 58-Jährige bereits am 18. März 2019 einen 26-Jährigen in der Nähe des Alexanderplatzes mit einem Messer getötet haben. Bei den anderen beiden Männern soll es sich um die Auftraggeber handeln.
Auch interessant
Demnach soll der 58-Jährige am späten Abend des besagten 18. März dem 26-Jährigen vor dessen Arbeitsplatz aufgelauert haben – um ihn dann zu erstechen. Der Täter soll extra dafür nach Deutschland eingereist sein, um direkt danach wieder nach Moldau auszureisen. Er konnte in Rumänien festgenommen werden, der 57-Jährige in Riga (Lettland), der 44-Jährige in Bukarest (Rumänien).
Ende Juni durchsuchten zudem auf Organisierte Kriminalität spezialisierte Beamte sechs Wohn- und Geschäftsanschriften in Schöneberg und Mitte sowie in Falkensee (Brandenburg). Dabei konnten die Einsatzkräfte diverse Waffen (darunter eine Schrotflinte), mehrere Handfeuerwaffen sowie Stichwaffen, elektronische Datenträger und Geschäftsunterlagen sicherstellen.
- Organisierte Kriminalität: So viel Geld zieht Berlin wegen kleinerer Vergehen ein
- Überfall auf Juwelier in Berlin: „Sie waren wie die Olsenbande“
- Neues Polizeigesetz: Welche Überwachungs-Software verwendet Berlin?
- Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: „Es war ein reines Machtspiel“
Die Beschuldigten sollen nun von Rumänien und Lettland nach Berlin ausgeliefert werden. Weitere Ermittlungen folgen. Die bisherigen jahrelangen Ermittlungen wurden von Europol unterstützt und koordiniert, dazu gab es auch mehrere operative Treffen im Europol-Hauptquartier in Den Haag.
BMO/dw





