Die für Mai angekündigte internationale Verbindung von Prag über Berlin nach Kopenhagen startet vorerst mit einer Übergangslösung. Das teilte die Deutsche Bahn der Berliner Morgenpost mit. Schuld daran ist die Verlängerung der Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin. Das führe laut dem Verkehrsunternehmen zu Veränderungen in den ursprünglichen Fahrplänen. Diese würden aktuell bis zur Wiederinbetriebnahme der Strecke überarbeitet. Angekündigt war, dass jeden Tag je zwei Züge pro Richtung zwischen Prag und Kopenhagen fahren sollen. Hinzu sollte eine saisonale Nachtverbindung kommen. 

Montag bis Samstag

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Nun gibt es eine abgespecktere Variante. „Übergangsweise fährt ab dem 1. Mai jeweils ein Zug pro Richtung zwischen Kopenhagen und Hamburg-Altona und dann weiter nach Prag. In Hamburg-Altona hat dieser einen Aufenthalt von rund 80 Minuten“, erklärte die Deutsche Bahn. Bei diesen beiden täglichen Railjet-Verbindungen handele es sich um Züge, die noch nicht entsprechend ihres endgültigen Fahrplans verkehren würden. Dies sei dann ab Mitte Juni der Fall. „Eine Buchung der Verbindung ist möglich, sobald diese in den Fahrplanmedien veröffentlicht ist“, hieß es.

Neue Direktverbindung wurde im vergangenen Sommer angekündigt

Die neue Direktverbindung ist eine Kooperation der Deutschen Bahn mit der Dänischen Staatsbahn DSB und der tschechischen ČD. Sie ist das erste von insgesamt zehn von der Europäischen Kommission unterstützten Pilotprojekten zur Förderung grenzüberschreitender Bahnverbindungen.

Als Fahrzeug kommt zwischen Prag und Kopenhagen der ComfortJet der ČD zum Einsatz. Die neuen Züge haben eine Höchstgeschwindigkeit von 230 Kilometern pro Stunde und verfügen über 555 Sitzplätze, davon 99 in der 1. Klasse. An Bord gibt es zudem Platz für zwölf Fahrräder.

JP/lou