Der große Andrang in den Berliner Sommerbädern ist am Wochenende ausgeblieben. Wolken und Wind schreckten dann wohl doch manchen Besucher ab. Voll wurde es trotzdem – nur bildeten sich keine langen Schlangen vor den Bädern. Auch Einlassstopps aufgrund von Überfüllung gab es bis zum Nachmittag nicht. Am vollsten war es laut Online-Karte der Berliner Bäderbetriebe im Sommerbad Neukölln. Dort wurde am Nachmittag eine erhöhte Auslastung festgestellt. Es waren nur noch wenige Tickets verfügbar.

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Vor dem Bad zeigte sich dann aber eine durchweg entspannte Situation. Viele Gäste hatten ihr Ticket bereits vorher im Internet gekauft. So wie Annika aus Friedrichshain. „Ich kaufe das Ticket immer vorab, checke aber auch bei den Bäderbetrieben, wie voll es vor Ort ist“, sagt sie. Sie und ihr Sohn haben letztes Wochenende das Prinzenbad in Kreuzberg besucht und waren enttäuscht, dass es sehr voll war. Um das zu verhindern, schaue sie inzwischen regelmäßig auf die Auslastungs-Übersicht der Bäderbetriebe. Auch ein Pärchen aus Kreuzberg, das gerade im Sommerbad Neukölln eincheckt, nutzt die Karte vor dem Badbesuch regelmäßig.

Sommerbad Neukölln
Trotz hoher Auslastung gab es am Sonntag keine Schlangen vor dem Sommerbad in Berlin-Neukölln. Dieses Paar aus Kreuzberg hat sich zuvor im Internet informiert.© Berliner Morgenpost | Norman Börner

Eine mittlere Auslastung wurde bereits am frühen Nachmittag in den Sommerbädern in Pankow, Humboldthain, Kreuzberg, Neukölln, Wilmersdorf, am Insulaner, Mariendorf, Gropiusstadt und Wuhlheide vermeldet. Damit liegt die Besucherzahl im mittleren Bereich. Eine erhöhte Auslastung war bei keinem Bad festzustellen. Noch jede Menge Platz war den ganzen Tag über im Sommerbad Olympiastadion, im Strandbad Wannsee und im Kombibad Seestraße. Dort war die Auslastung die meiste Zeit gering.

Einlassstopps in Berlins Sommerbädern: So kommen Sie sicher rein

Am vergangenen, auch sehr heißen Wochenende führte der große Andrang dazu, dass in allen Bädern Einlassstopps verhängt werden mussten. In den vergangenen Wochen war es zudem auch zu Polizeieinsätzen wegen der Einlassstopps gekommen, weil es vereinzelt zu Handgreiflichkeiten kam. Die Berliner Bäder-Betriebe raten daher zum Kauf eines Zeitfenster-Online-Tickets. Mit diesem ist der Eintritt innerhalb des gebuchten Zeitfensters garantiert – trotz möglichem Einlassstopp und roter Auslastungsampel.

Ein Vorteil, den nicht einmal die Sommermehrfachkarte bietet, die in diesen Fällen nicht zum Eintritt berechtigt. Inhabern der Aktionskarte wird daher geraten, sich vorab über die Bad-Auslastung zu informieren und gegebenenfalls auf ein anderes Schwimmbad auszuweichen oder sich alternativ auch ein Online-Ticket zu kaufen. Wie viele Besucher sich gleichzeitig in einem Bad aufhalten dürfen, ist sowohl von der Beckengröße, der Größe der Liegewiesen, den Fluchtmöglichkeiten als auch vom Wetter und der jeweiligen Situation vor Ort abhängig, teilten die Berliner Bäderbetriebe mit.