Schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate war am Mittwoch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Berlin. Er traf sich zum Austausch mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Der Staatschef der von Russland angegriffenen Ukraine ist ständig durch Attentate gefährdet, weshalb für ihn die höchste Sicherheitsstufe 0 galt. Die ist sonst nur für den US-Präsidenten und israelische Politiker vorgesehen.

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Das bedeutete umfangreiche Sperrungen im Regierungsviertel sowie Ausfälle und Unterbrechungen bei der S-Bahn. „Einfach nur lästig“, sagte am Morgen ein Berliner der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will „die weiträumigen Absperrungen. Vor allem, weil der Herr doch erst am Nachmittag kommt. Das macht doch keinen Sinn, alles so früh schon abzuriegeln.“
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„Ich find’s gut, dass Selenskyj kommt“
Doch viele hatten auch Verständnis für die Sicherheitsmaßnahmen und begrüßten, dass der ukrainische Präsident nach Berlin gekommen ist. „Ich find’s gut, dass Selenskyj kommt“, sagte eine Frau, trotz des großen Umweges, den sie nehmen musste. „Das müssen wir als Berliner aushalten.“

Auch Ansgar, der zu Besuch aus Osnabrück ist, hatte Verständnis für die hohen Sicherheitsvorkehrungen. Selenskyj würde er sehr gerne selbst treffen, um ein Gefühl für seine Persönlichkeit zu bekommen. Er wolle am Mittwoch den Reichstag besichtigen und hoffe, dass es klappt. Auch der Backpacker Stefan aus Kanada ist auf der Seite der Ukraine. Er sagte am Morgen, er hoffe, dass es einen Frieden für die Ukraine gibt, vielleicht mit Sicherheitszonen für die Ukrainer. Selenskyj wünscht er dabei viel Glück.

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Scharfschützen sichern ukrainischen Präsidenten ab
Unterdessen fuhren im Hintergrund Busse mit Militärmusikern in die Sperrzone, die Selenskyj mit militärischen Ehren begrüßten. Auf den Dächern machten sich Scharfschützen bereit und Wasserjetskis der Polizei sicherten die Spree.







