Das hat es noch nie gegeben. Als erster Regierender Bürgermeister lädt Kai Wegner (CDU) alle Bürgerinnen und Bürger ins Rote Rathaus ein. Zum letzten Tag der offenen Tür in der Berliner Regierungszentrale hatte noch der Ost-Berliner Oberbürgermeister Tino Schwierzina kurz nach dem Mauerfall 1990 geladen. Seit dem Umzug des Gesamt-Berliner Senats aus dem Rathaus Schöneberg im Westteil in die Mitte der wieder vereinigten Stadt hatte aber nie mehr ein Hausherr seine Pforten für alle Interessierten geöffnet.

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Am 21. Juni zwischen 10 und 18 Uhr können nun alle, die es möchten, einen Blick in die historischen Säle des 1861 bis 1871 errichteten Prachtbaus werfen. Auch Wegners Dienstzimmer mit dem Balkon zum Neptunbrunnen wird geöffnet, ein Blick in den Senatssitzungssaal ist möglich.

Der Tag steht unter dem Motto „Demokratie erleben“, der Eintritt ist frei

Der Tag steht unter dem Motto „Demokratie“ erleben. Es wird ein Programm geben mit Talkrunden, Führungen und Informationsständen, die die Arbeit im Rathaus transparent machen. Wegner selbst ist für drei Gesprächsrunden vorgesehen. Auch seine für Verwaltungsreform zuständige Staatssekretärin Martina Klement tritt zweimal auf. Weil am 21. Juni, dem längsten Tag des Jahres, traditionell die Fete de la Musique mit großen und kleinen zahlreichen Konzerten im ganzen Stadtgebiet begangen wird, will auch das Rote Rathaus dabei sein. Im Hof soll ein musikalisches Bühnenprogramm laufen. Der Eintritt ist frei, Taschen über dem Format DIN A3 müssen in einem Taschencontainer abgegeben werden. Mehr Informationen gibt es unter berlin.de/offenes-rotes-rathaus.