In der Hauptstadt wird wieder gestreikt. Erneut sind die Schulen betroffen. Schüler und ihre Eltern in Berlin müssen sich demnach ab Dienstag (13. Mai) auf streikbedingte Einschränkungen beim Unterricht einstellen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ruft Beschäftigte an Schulen zu einem dreitägigen Warnstreik für bessere Arbeitsbedingungen auf. Das betrifft Lehrkräfte und auch Erzieher, Sozialpädagogen oder Schulpsychologen. 

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Flächendeckender Unterrichtsausfall droht allerdings nach den Erfahrungen früherer Warnstreiks nicht. Denn an solchen Arbeitsniederlegungen hatte sich zuletzt immer nur ein Teil der angestellten Lehrkräfte beteiligt. Verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer dürfen ohnehin nicht streiken. 

GEW ruft zu dreitägigem Streikt auf: Kritik der Senatorin 

Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) hatte den Ausstand am Wochenende scharf kritisiert, weil er während der zentralen Prüfungsphase stattfindet. Das betrifft unter anderem die Abiturprüfungen in Französisch sowie die MSA-Prüfungen in Mathematik. Laut Bildungsverwaltung wird gemeinsam mit den Schulen alles dafür getan, dass die Prüfungen unter verlässlichen Bedingungen planmäßig stattfinden. 

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Die GEW fordert seit rund vier Jahren einen sogenannten Tarifvertrag Gesundheitsschutz, der kleinere Klassen und andere Entlastungen für Beschäftigte umfasst. Immer wieder organisierte die Gewerkschaft seither Warnstreiks, um Druck zu machen. 

GEW kommt bei Forderungen seit Jahren nicht voran

Sie biss damit beim Berliner Senat allerdings auf Granit. Dieser vertritt den Standpunkt, Berlin könne nicht über derartige tarifvertragliche Festlegungen verhandeln, weil das Land Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sei. Berlin könne hier keinen Alleingang machen, die TdL müsse über solche Vorhaben entscheiden. 

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Für kleinere Klassen wären mehr Lehrkräfte nötig. In Berlin wie auch in anderen Bundesländern herrscht Lehrermangel. Der wiederum ist die Ursache, dass sich nicht wenige Beschäftigte an Schulen überlastet fühlen.