Rund 300 Demonstrierende und Interessierte versammelten sich heute um 15 Uhr am sowjetischen Ehrenmal im Tiergarten, um des Endes des Zweiten Weltkriegs vor genau 80 Jahren zu gedenken. Etwa 50 Polizeibeamte sicherten das Denkmal und die Umgebung während der Kundgebung, die in einer friedlichen Atmosphäre stattfand.

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Der 8. Mai 2025 – vom Berliner Senat zum einmaligen Feiertag erklärt – erinnerte an die Befreiung vom Nationalsozialismus vor 80 Jahren. Während offizielle Gedenkveranstaltungen stadtweite Aufmerksamkeit erhielten, versammelte sich am sowjetischen Ehrenmal im Tiergarten Demonstranten um ein Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine zu setzen.
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Marianne demonstriert seit 8 Uhr morgens vor dem sowjetischen Ehrendenkmal
Unter den Teilnehmenden war Marianne, die wie sie sagt bereits seit 8 Uhr morgens mit ukrainischen Flaggen vor Ort war. „Wir sind heute hier, um dieses Gedenken tatsächlich mit etwas zu füllen. Nicht nur mit hohlen Phrasen. ‚We remember‘ und ‚nie wieder‘ ist jetzt“, erklärte sie gegenüber der Morgenpost.

„Das muss für das Jetzt eine Bedeutung haben. Und die Bedeutung ist ganz klar, dass man nicht vergessen darf, wo heute Faschismus passiert. Und der passiert ganz klar in Russland gegenüber der Ukraine, die überfallen wird“, fuhr Marianne fort.
„Gedenken, weil wir Schlimmes für die Zukunft verhindern wollen.“
Eine andere Rednerin auf der Kundgebung betonte hingegen den zukunftsgerichteten Aspekt des Gedenkens: „Wir gedenken, weil wir Schlimmes für die Zukunft verhindern wollen.“ Sie zitierte Bertolt Brecht mit den Worten „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“ und bezog sich auf den ehemaligen Generalinspekteur der Bundeswehr Harald Kujat, der sich zuletzt kritisch zur Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine äußerte.

In ihrer Ansprache forderte die Rednerin: „Von deutschem Boden darf nur Frieden ausgehen, das sind wir unserer Geschichte schuldig.“ Die Kundgebung wurde mit dem Lied „Wer schweigt, stimmt zu“ der Band Die Bots beendet. Kurz darauf bat die Rednerin die Teilnehmer noch dazubleiben oder zur Treppe zu kommen, da die Kundgebung sonst laut Polizei beendet werden müsse.
Die Allgemeinverfügung der Berliner Polizei, die im Umfeld der sowjetischen Ehrenmale das Zeigen bestimmter Symbole mit Bezug zum russisch-ukrainischen Krieg untersagt, galt auch für diese Veranstaltung.





