Der Christopher Street Day (CSD) steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Den Angaben der Veranstalter zufolge bleiben Sponsorengelder in Höhe von 200.000 Euro aus. „Wir können den CSD in diesem Jahr (26. Juli / Anm. d. Red.) irgendwie finanzieren – aber langfristig wird das nicht reichen“, erklärt Vorstandsmitglied Thomas Hoffmann in einer Pressemitteilung. Als Reaktion darauf hat der Verein am Mittwoch eine Spendenkampagne gestartet.

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Der CSD hat auch mögliche Erklärungen für das fehlende Engagement der Sponsoren. „Wir stellen fest, dass US-amerikanische Unternehmen ihre Aktivitäten im Bereich Diversity, Equity & Inclusion (DEI) nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland bereits massiv zurückgefahren haben“, sagt Hoffmann dem „Tagesspiegel“. Sein Vorstandskollege Marcel Voges wird noch konkreter. „Amerikanische Unternehmen bekommen strenge Vorgaben, dass sie keine Diversity-Förderung mehr machen dürfen, das hören wir von allen.“ Auch deutsche Unternehmen, die in den USA aktiv sind, würden Veranstaltungen wie CSDs weniger fördern. Aber auch die angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland spielt eine Rolle. „Das Geld ist bei vielen knapp, gespart wird dann vor allem im Bereich Diversity“, so Voges.
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CSD in Berlin kämpft mit den hohen Kosten
Die Kosten für den CSD sind zuletzt stark gestiegen. Das beträfe unter anderem Zahlungen für Infrastruktur, sanitäre Einrichtungen, Technik, den Bühnenbau, das Personal und vor allem auch die Sicherheit. „Das ist eine sehr problematische Situation für uns“, sagt Hoffmann. Viele Kosten ließen sich nicht so ohne Weiteres reduzieren, da vieles bereits weit im Voraus gebucht worden sei, wie etwa die Bühnentechnik.
Würden die Kosten nicht kompensiert werden, werde es in Zukunft Einschränkungen und ein reduziertes Angebot geben. „Ohne zusätzliche Unterstützung geraten gerade jene Angebote unter Druck, die den CSD wirklich für alle zugänglich machen oder zum Kern unserer politischen Arbeit gehören: barrierearme Maßnahmen, Angebote auf der Abschlusskundgebung, wirksame politische Kampagnen und Veranstaltungen im Pride Month“, warnt Hoffmann.
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Hier können Sie für den CSD spenden:
Berliner CSD e.V.
Deutsche Bank IBAN: DE18 1007 0024 0488 0555 00
BIC: DEUTDEDBBER
Verwendungszweck: Spende
Gespendet werden kann auch via Paypal. Eine Spendenbescheinigung kann ausgestellt werden.
JP






