• Brand in Kreuzberg: Mehrere Menschen verletzt
  • Passant findet verletzte Frau auf Gehweg in Staaken
  • Neu-Hohenschönhausen: Frau stürzt nach Überfall die Treppe hinunter
  • Frau läuft in Mitte über die Straße und wird von Motorradfahrer erfasst
  • Mann beleidigt Jugendlichen in Friedrichshain rassistisch
  • Wilhelmstadt: Mann tötet sich selbst und seinen Sohn

Hier finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr aus Berlin und Brandenburg im Newsblog. Die News vom Vortag lesen Sie hier.

Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg vom 23. April: Wohnungsbrand in Kreuzberg – Mehrere Verletzte

20.19 Uhr: In einer Wohnung in der Nostitzstraße in Kreuzberg ist am Mittwochmittag ein Feuer im ersten Obergeschoss eines fünfstöckigen Wohnhauses ausgebrochen. Dabei wurden mehrere Menschen leicht verletzt, wie die Feuerwehr mitteilte.

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Der dichte Rauch zog durch das Treppenhaus und erreichte höhere Etagen. Durch die Hitze zersprangen mehrere Fenster. Doch das schnelle Eingreifen der ersten Einsatzkräfte konnte das Ausmaß des Brandes effektiv begrenzen. Eine Bewohnerin konnte sich noch vor Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit bringen. Zwei weitere Personen wurden von Einsatzkräften über den Treppenraum gerettet.

Alle Betroffenen erlitten leichte Verletzungen und wurden vom Rettungsdienst versorgt. Zwei von ihnen kamen vorsorglich in ein Krankenhaus. Die Feuerwehr brachte den Brand schnell unter Kontrolle und konnte das Gebäude anschließend belüften.

Barnim: Frau in Bus bedrängt – Gruppe schlägt auf Fahrgäste ein

16.54 Uhr: Nach der Belästigung einer Frau in einem Linienbus in Biesenthal im Kreis Barnim ist es zu einer Gewaltattacke mehrerer Männer gekommen. Zwei Fahrgäste wurden verletzt. 

Ein 27-Jähriger bedrängte am Dienstagmorgen in einem Bus eine 30-jährige Frau, die ihn zurückwies, wie die Polizeidirektion Ost mitteilte. Als er am Abend erneut auf die Frau traf und sie wieder ansprach, informierte diese den Busfahrer. Der Mann weigerte sich jedoch, den Bus zu verlassen und belästigte die 30-Jährige wieder. 

Dann eskalierte die Situation: Ein 39 Jahre alter Fahrgast stellte sich schützend vor die Frau, woraufhin es zum Streit kam. Kurz darauf trafen laut Polizei fünf Bekannte des 27-Jährigen ein, die in einem zweiten Bus saßen. Die sechsköpfige Gruppe Jugendlicher und Erwachsener schlug dann auf den 39-Jährigen und einen zweiten Businsassen ein, der ebenfalls Zivilcourage zeigte, wie die Polizei mitteilte. Die beiden erlitten Verletzungen und wurden vor Ort von Rettungskräften versorgt. Die Polizei geht gegen die Gruppe wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung vor.

Oberkrämer: Frau nach Messerangriff in Lebensgefahr

15.44 Uhr: Ein Mann soll in Oberkrämer bei Berlin seine Ehefrau mit einem Messer lebensbedrohlich verletzt haben. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll der Tat am Dienstagabend ein häuslicher Streit vorausgegangen sein. Zeugen alarmierten die Polizei, die den 53-jährigen Deutschen vorläufig festnahm. Die 49-jährige Ehefrau wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann versuchten Totschlag sowie gefährliche Körperverletzung vor. Weitere Angaben zur Tat machte die Polizei bisher nicht.

Zoll hebt mutmaßliche Zigarettenbande aus

14.50 Uhr: Zollfahnder haben bei einer Razzia gegen eine internationale Zigarettenbande zwölf Objekte in Berlin und Brandenburg durchsucht und vier Menschen festgenommen. In einer Lagerhalle nördlich von Berlin stellten die Ermittler Herstellungsmaterialien und Vorprodukte wie Zigarettenpapier und Folien sicher, wie das zuständige Zollfahndungsamt in Hannover mitteilte.

Außerdem fanden sie eine Maschine für die Trocknung von Tabak. Es seien 124.000 Euro Bargeld und Luxusuhren sichergestellt worden. Die Durchsuchungen fanden am 16. April statt.

Gegen mindestens sechs Beschuldigte bestehe der Verdacht, illegale Zigarettenproduktionsstätten betrieben und damit banden- und gewerbsmäßig Steuern in Millionenhöhe hinterzogen zu haben. Für drei der vier Festgenommenen wurde durch das Amtsgericht Stendal Haftbefehl erlassen.

Gleichzeitig mit den Durchsuchungen in Deutschland hätten slowakische Strafverfolgungsbehörden in Abstimmung mit dem deutschen Zoll eine Lagerhalle in der Slowakei durchsucht. Dort seien 1,8 Millionen unversteuerte Zigaretten und rund sieben Tonnen Tabak für die illegale Zigarettenherstellung sichergestellt worden. „Allein für die hier sichergestellten Mengen beläuft sich der mutmaßliche Steuerschaden auf 1,2 Millionen Euro“, hieß es in der Mitteilung. Es seien neun Menschen festgenommen worden.

Der Gruppierung werde vorgeworfen, die Ware auf dem illegalen europäischen Zigarettenmarkt auf Großhandelsebene abgesetzt zu haben. Die deutschen Ermittler gehen den Angaben zufolge davon aus, dass bis zum Auffliegen der Bande bereits 20 Millionen Zigaretten für den Schwarzmarkt produziert worden sein könnten. Das entspräche einem Steuerschaden in Höhe von bis zu drei Millionen Euro.

Bahnhof Südkreuz: Mann mit Bierflasche angegriffen – Polizei sucht nach Zeugen

14.39 Uhr: Nach einem Angriff im Bahnhof Südkreuz ist die Bundespolizei auf der Suche nach Zeugen. Am Ostermontag hatte ein Unbekannter gegen 18.45 Uhr auf einer Rolltreppe einen Mann mit einer Bierflasche im Gesicht attackiert. Außerdem packte der Angreifer den 52-Jährigen am Jackenkragen und trat in Richtung des Oberkörpers. Der Mann erlitt leichte Verletzungen. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus. Der Täter flüchtete.

Die Polizisten sicherten die Videosequenzen der Überwachungskameras. Die Ursache des Angriffs ist Gegenstand der Ermittlungen. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen den aktuell noch unbekannten Angreifer ein.

Zeugen, die sachdienliche Angaben zur Tat oder zur Identität des mutmaßlichen Täters machen können, werden gebeten sich bei der Bundespolizei zu melden. Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Berlin-Ostbahnhof unter der Rufnummer 030 / 2977790 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Zudem kann auch die kostenlose Servicenummer der Bundespolizei (0800 / 6 888 000) genutzt werden.

Weil er sein Handy nicht hergab: Mann in Kreuzberg mit Messer verletzt

14.18 Uhr: Ein Mann ist am Dienstag in Kreuzberg mit einem Messer verletzt worden. Zuvor hatten zwei Männer, die mit einem E-Scooter auf dem Gehweg der Pücklerstraße unterwegs waren, den 26-Jährigen gegen 21 Uhr nach einem Zigarettenpapier gefragt. Nachdem er ihnen es gab, gingen sie zu einem nahegelegenen Park.

Dort forderten die Unbekannten den 26-Jährigen auf, ihnen sein Handy auszuhändigen. Als er sich weigerte, zog einer der beiden ein Messer. Der 26-Jährigen erlitt eine Stich- und eine Schnittverletzung an einem Oberschenkel.

Rettungskräfte brachten den Verletzten zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Das Duo flüchtete auf dem E-Scooter in unbekannte Richtung. Die weiteren Ermittlungen wurden von einem Fachkommissariat der Direktion 5 (City) übernommen

Passant findet verletzte Frau auf Gehweg in Staaken

12.55 Uhr: Eine Seniorin ist am Dienstag an der Maulbeerallee in Staaken (Spandau) verletzt worden. Den Angaben der Polizei zufolge hatte ein Mann gegen 17.20 Uhr versucht, der 81-Jährigen von hinten die Handtasche zu entreißen. Die Seniorin konnte die Tasche zwar festhalten, stürzte jedoch schwer. Der Angreifer ergriff daraufhin die Flucht.

Ein Passant wurde auf die Verletzte, die auf dem Gehweg lag, aufmerksam und verständigte die Rettungskräfte. Sie erlitt einen Hüftbruch sowie Hautabschürfungen, die in einem Krankenhaus behandelt werden. Die weiteren Ermittlungen hat ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 2 (West) übernommen.

Neu-Hohenschönhausen: Frau stürzt nach Überfall die Treppe hinunter

12.44 Uhr: Eine Frau ist am Dienstag in Neu-Hohenschönhausen (Lichtenberg) überfallen worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein Mann der 64-Jährigen vor einem Haus an der Straße Am Breiten Luch die Umhängetasche entrissen. Die Frau stürzte und fiel die Eingangstreppe hinunter. Der Verdächtige flüchtete in unbekannte Richtung.

Die Frau erlitt eine Fraktur an einer Schulter sowie Hautabschürfungen. Rettungskräfte brachten sie in ein Krankenhaus. Dort wurde sie operiert. Die weiteren Ermittlungen hat ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 3 (Ost) übernommen.

Frau läuft in Mitte über die Straße und wird von Motorradfahrer erfasst

12.40 Uhr: Eine Fußgängerin ist am Dienstag bei einem Unfall in Mitte verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war die 68-Jährige gegen 13 Uhr über die Stralauer Straße kurz hinter der Dircksenstraße gelaufen und von einem 35 Jahre alten Motorradfahrer angefahren worden. Nach dem Zusammenstoß stürzten beide.

Rettungskräfte brachten die 68-Jährige mit einer Kopfverletzung in ein Krankenhaus. Der Motorradfahrer erlitt Hautabschürfungen an einem Arm und einem Bein. Eine ärztliche Behandlung lehnte er ab. Die Ermittlungen zum genauen Unfallgeschehen hat ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 5 (City) übernommen.

Mann beleidigt Jugendlichen in Friedrichshain rassistisch

12.36 Uhr: Der Staatsschutz hat Ermittlungen gegen einen Mann aufgenommen. Zuvor hatte eine Zeugin gegen 17.45 Uhr gesehen, wie ein Mann einen Jugendlichen im Siegfried-Hirschmann-Park in Friedrichshain rassistisch beleidigt hat. Danach rief er eine nationalsozialistische Parole.

Der 62 Jahre alte Verdächtige wurde kurze Zeit später von Polizisten festgenommen. Er habe nach einer rechtlichen Belehrung angegeben, dass er sich von dem telefonierenden 18-Jährigen provoziert gefühlt habe. In einem Polizeigewahrsam wurde er erkennungsdienstlich behandelt. Anschließend konnte der Mann wieder gehen.

Wilhelmstadt: Mann tötet sich selbst und seinen Sohn

11.59 Uhr: Am Dienstag sind Polizei und Feuerwehr nach Wilhelmstadt (Spandau) alarmiert worden. Vor einem Mehrfamilienhaus in der Sandstraße fanden sie gegen 19 Uhr einen 74-jährigen Mann und seinen 42-jährigen Sohn leblos auf. Reanimationsversuche der Rettungskräfte blieben erfolglos. Nach derzeitigem Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass der Senior sich selbst und seinen Sohn durch einen Sturz aus großer Höhe getötet hat. Der Sohn hatte demnach eine geistige Behinderung. Die 2. Mordkommission und die Staatsanwaltschaft Berlin ermitteln.

Anmerkung der Redaktion: 

Aufgrund der hohen Nachahmerquote berichten wir in der Regel nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Suizidgedanken leiden oder Sie jemanden kennen, der daran leidet, können Sie sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie erreichen sie telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

Autos stoßen in Oberspreewald-Lausitz zusammen – mehrere Verletzte

10.06 Uhr: Am Dienstagnachmittag hat es auf der Landesstraße 54 zwischen Koßwig und Sassleben im Landkreis Oberspreewald-Lausitz einen schweren Unfall gegeben. Aus ungeklärter Ursache stießen zwei Fahrzeuge seitlich zusammen. Als die ersten Einsatzkräfte an der Unfallstelle ankamen, waren mehrere Fahrzeugteile auf der Straße verteilt. Ersthelfer, die gerade auf einem Feld mit Erntearbeiten beschäftigt waren, halfen den eingeschlossenen Personen aus dem Fahrzeug zu gelangen.

Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle und stellte den Brandschutz sicher. Zudem wurden auslaufende Betriebsstoffe aufgenommen. Bei dem Unfall wurden insgesamt vier Personen verletzt. Diese wurden vor Ort durch den Rettungsdienst behandelt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Beide Fahrzeuge, darunter auch ein E- Auto, wurden durch den Abschleppdienst abgeschleppt.

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Lichtenberg: Papiermülltonne am S-Bahnhof Wartenberg brennt

10.02 Uhr: Am Dienstagabend hat am S-Bahnhof Wartenberg in Lichtenberg eine Papiermülltonne gebrannt. Durch das schnelle Eintreffen der Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf ein naheliegendes Gebäude verhindert werden. Verletzt wurde niemand. In der vergangenen Zeit soll es in dem Bereich häufiger zu Brandstiftungen gekommen sein.

Die Feuerwehr rückte schnell an und löschte die brennende Mülltonne.
Die Feuerwehr rückte schnell an und löschte die brennende Mülltonne.© BM | Thomas Peise

Autos in Vetschau brennen

8.31 Uhr: In Vetschau im brandenburgischen Landkreis Oberspreewald-Lausitz haben in der Nacht vier Autos gebrannt. Laut Polizei wurden zudem bei dem Feuer in der Kleinstadt nordwestlich von Cottbus auch weitere Autos beschädigt – wie viele genau betroffen sind, ist noch unklar. Durch den Brand entstand laut Polizei ein Sachschaden im hohen fünfstelligen Bereich. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen.

BM