Nachdem die Gewerkschaft Verdi für Mittwoch und Donnerstag bereits die BVG-Beschäftigten zum Streik aufgerufen hat, sind nun auch die Beschäftigten der Charité-Tochtergesellschaft CFM in Berlin aufgefordert, die Arbeit niederzulegen.

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Der Warnstreik soll am Donnerstag und Freitag (20. und 21. März) stattfinden, wie der rbb berichtet. Mit dem Streik will Verdi ein Angebot auf Grundlage des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) für die Beschäftigten erzielen. Die 3500 Beschäftigten, die unter anderem in den Bereichen Reinigung, Krankentransport und Logistik arbeiten, verdienen laut Verdi aktuell rund 20 Prozent weniger.

Verdi-Verhandlungsführerin Gisela Neunhöffer beklagte in der vergangenen Woche gegenüber der Morgenpost, sich nicht in „konstruktiven Verhandlungen“ zu befinden. Mehr als „unverbindliche Überschriften“ habe sie nicht erhalten. Grundlage für ihre Forderung ist ein politisches Versprechen: Bereits 2016 einigte sich die damalige Koalition aus SPD, Grüne und Linke darauf, die Angleichungen an den TVöD bei Tochterunternehmen von Landesunternehmen, wie etwa der CFM, „zügig“ abzuschließen. Die CFM sollte zudem vollständig in die öffentliche Hand zurückgeführt werden. Als dies nicht geschah, nahm auch die neue Koalition im Jahr 2023 diese Rückführung in den Koalitionsvertrag auf. Dies ist bisher noch nicht geschehen.

Charité-Streik: Neuer Verhandlungstermin am 25. März

Die Angleichung an den TVöD würde rund 42,7 Millionen Euro an jährlichen Mehrkosten bedeuten, sagten die beiden CFM-Geschäftsführer, Juliane Kaufmann und Simon Batt-Nauerz, vergangene Woche gegenüber der Morgenpost. Sie wollen sich am Markt orientieren, denn: „Die CFM ist ein Dienstleistungsunternehmen, daher sind für unsere Leistungsbilder die jeweiligen Dienstleistungsbranchen Referenz, die am Markt agieren, nicht der Öffentliche Dienst“, so Kaufmann und Batt-Nauerz.

Nach Beginn der Verhandlungen Mitte Februar war ein neuer Verhandlungstermin für den 25. März angesetzt worden. Der nun angekündigte Streik wird wohl auch zu einer eingeschränkten Patientenversorgung führen, planbare Operationen müssen eventuell verschoben werden, wenn das CFM-Personal etwa nicht zur Reinigung der Gerätschaften in Operationssälen vor Ort ist.