An diesem Montagnachmittag werden Berliner Initiativen für den Erhalt und sicheren Ausbau des provisorisch angelegten Radwegs an der Charlottenburger Kantstraße demonstrieren. Es ist bereits die fünfte Fahrraddemo für den einst in der Corona-Zeit angelegten Radweg, der seit knapp fünf Jahren die Gemüter erhitzt.

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Angefangen hatte alles im April 2020, als die damalige Berliner Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) einen sogenannten Pop-up-Radweg anordnete. Dafür wurden die Parkplätze in der Mitte angeordnet, rechts davon verläuft der Radweg, links die Spur für Autofahrer. Das führt dazu, dass die Feuerwehr im Brandfall schlecht an die Wohnungen ab der dritten Etage herankommt – und die amtierende Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) entschied, dass Radfahr- und Parkstreifen getauscht werden.

Kantstraße
Der Radweg in der Kantstraße.© Berliner Morgenpost | Norman Börner

Radweg Kantstraße: Initiativen fordern sichere Lösung für alle

Genau dagegen wehren sich acht Initiativen, darunter der ADFC Berlin, Greenpeace Berlin, der VCD Nordost und Volksentscheid Berlin autofrei, die für einen durch die parkenden Autos geschützten Radweg eintreten. „Wir fordern die Senatorin auf, sich mit dem Bezirk, der Feuerwehr und den Vertretern der Fahrradverbände zusammenzusetzen, um für die Kantstraße zu einer sicheren Lösung für alle zu kommen“, so Karl Grünberg, Sprecher des ADFC Berlin. 

Mit der Demo soll generell gegen die Verkehrsplanung des Senats demonstriert werden. „CDU-Verkehrssenatorin Ute Bonde würgt den Ausbau der Rad-Infrastruktur mit Verweis auf Haushaltsnöte ab, während Geld in Millionenhöhe in unnütze Straßenprojekte gesteckt wird“, ergänzt Gabi Jung, Geschäftsführerin des BUND Berlin. In vielen Bezirken würden Verkehrsberuhigungsmaßnahmen gestoppt oder gar rückgebaut.

Die Fahrraddemo mit Kundgebung auf dem Savignyplatz findet am Montag um 17.30 Uhr statt.