Herthas früherer Aufstiegstrainer Markus Babbel hat die jungen Spieler des Berliner Fußball-Zweitligisten dazu aufgefordert, den Teamgedanken wieder in den Vordergrund zu stellen. „Die Jungen müssen endlich mal anfangen, zuzuhören und auch mal einen Ratschlag eines älteren, erfahreneren Spielers annehmen.“

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„Auch mal Kritik annehmen, sonst kann es brutal schwer werden“, sagte Babbel bei der Vorstellung seines neuen Buches „Das Leben nach den besten Jahren“. Das Buch schrieb der 52-Jährige zusammen mit seinem früheren Teamkollegen Mario Basler.

Hertha: Die jungen Wilden gegen die Routiniers
Rund um den peinlichen 0:4-Auftritt bei der SV Elversberg soll es bei Hertha zum Kabinenzoff zwischen den jungen Wilden und den Routiniers gekommen sein. Berichten zufolge gibt es immer wieder Reibereien zwischen den zwei Lagern. „Es kommt ja immer mehr zum Vorschein, dass die Jungen und Alten nicht miteinander können. Du kannst tolle junge Spieler haben, aber wenn sie es nicht schaffen, als Mannschaft zu funktionieren, dann spielst du halt gegen den Abstieg“, befand Babbel.
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Herthas Ex-Trainer Markus Babbel: „Mentalität schlägt Qualität“
Der 52-Jährige hatte den Hauptstadt-Club im Sommer 2010 übernommen und prompt den Aufstieg in die Bundesliga geschafft. Davon ist Hertha aktuell meilenweit entfernt. Nur vier Zähler trennen die abgestürzte Alte Dame vom Abstiegsrang 16. „Ich glaube nicht, dass sie absteigen. Es gibt mindestens drei Teams, die schlechter sind. Aber das kann nicht der Anspruch sein“, erklärte Babbel, „du siehst das Potenzial, aber Mentalität schlägt Qualität“.
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Den Berliner Weg bezeichnete der heutige TV-Experte und Europameister von 1996 als richtig und unausweichlich. „Junge Spieler aus der eigenen Akademie in die erste Mannschaft einzubauen, ist super. Bei Hertha geht es aufgrund der finanziellen Lage aber auch nicht anders. Allerdings wissen viele dieser jungen Spieler nicht, was in der 2. Bundesliga gefordert wird“, sagte Babbel.
lp/dpa





