Der Berliner Zoo trauert um Orang-Utan-Opa Mano. Das Tier sei am heutigen Dienstag eingeschläfert worden, teilte der Zoo mit. Grund sei die fortschreitende Krebserkrankung des Tieres gewesen, heißt es. Mano erreichte ein für Orang Utans stolzes Alter von 47 Jahren. Zuvor hatte der Zoo bereits zwei weitere Verluste hinnehmen müssen. Vor etwa einer Woche hatte Giraffenbulle Max (13) nach einem Sturz ebenfalls eingeschläfert werden müssen. Ende Januar war Elefantenbulle Victor im Zoo gestorben.

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Mano wurde am 9. April 1977 in Rotterdam geboren und lebte seit 1981 in Berlin. Über Jahrzehnte habe er als Anführer seine Gruppe geprägt, insbesondere durch sein liebevolles Verhalten gegenüber seinem Sohn Bulan (15) und dessen Mutter Bini (44), schrieb der Berliner Zoo in einer Mitteilung.
Krebs hatte bei Mano Metastasen gebildet
In den vergangenen Tagen hätten Manos Tierpfleger beobachtet, dass sich der Affe zunehmend veränderte. Seine Bewegungen wirkten verlangsamt, und er habe nur noch unregelmäßig gefressen und getrunken. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, wurde am Dienstag eine umfangreiche Untersuchung – unter anderem mittels Computertomographie (CT) – vorgenommen.
Bereits im vergangenen Jahr war bei Mano ein bösartiger Tumor am linken Ohr festgestellt worden. In Narkose wurde dieser operativ entfernt. Der Krebs hatte Metastasen gebildet, sodass weitere Tumore an beiden Armen und am Kehlsack ebenfalls entfernt werden mussten. „Nun kehrten die Tumore zurück und auch die Lunge war inzwischen stark beeinträchtigt, was dem Orang-Utan das Atmen erschwerte. Eine Therapie, wie bei menschlichen Krebspatienten, ist bei einem Wildtier selbst im Zoo nicht möglich. Auch aufgrund seines sehr hohen Alters gehört es zu unserer Aufgabe als Veterinärmediziner, unseren Patienten unnötiges Leid zu ersparen“, erklärt Dr. Andreas Pauly, Leiter der Abteilung für Tiergesundheit, Tierschutz und Forschung der Zoologischen Gärten Berlin.

Die Entscheidung Mano einzuschläfern sei nach sorgfältiger Abwägung durch ein Team von Zoo und Tierpark Berlin sowie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) gefallen. „Der Hauptbefund der computertomographischen Untersuchung ist eine stark beeinträchtigte Lungenfunktion. Dazu kamen diverse Organveränderungen, u.a. bei Herz und Leber, die uns in der Entscheidung, ihn zu erlösen, bestärkt haben“, erklärte Guido Fritsch, Veterinärmediziner und CT-Spezialist am IZW. BM




