Das 200-jährige Bestehen der Berliner Museumsinsel könnte man auch erst in fünf Jahren feiern: Am 3. August 1830 eröffnete Friedrich Wilhelm III. das Alte Museum am Lustgarten, direkt gegenüber dem Stadtschloss. Aber warum so lange warten? Immerhin wurde fünf Jahre zuvor bereits der Grundstein für den Schinkel-Bau gelegt, der zugleich den Auftakt für ein weltweit einmaliges Museums-Ensemble war, das auch die Alte Nationalgalerie, das Neue Museum, das Bode-Museum und das Pergamonmuseum umfasst.

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Und das wird in den kommenden fünf Jahren mit zahlreichen Sonderausstellungen und Veranstaltungen gewürdigt. Zum Auftakt lädt die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) ab heute (30. Mai) bis zum Sonntag (1. Juni) zum sogenannten Inselfest mit vielen Aktionen. Im Kolonnadenhof zwischen dem Neuen Museum und der Alten Nationalgalerie wird etwa eine Open-Air-Bühne aufgebaut.
Knapp 70 kostenlose Führungen sollen Einblicke in die Geschichte und die Architektur der Museumsinsel geben. Mit einem Tagesticket für 14 Euro können alle Häuser des historischen Ensembles sowie die Sonderausstellungen besichtigt werden.
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„Das Jubiläum soll Berlinerinnen und Berliner, aber auch internationale Gäste auf die Museumsinsel ziehen“, sagte Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU), der als Schirmherr des Jubiläums fungiert, sprach von der Museumsinsel als einem „Gesamtkunstwerk“, das „ähnlich wie das British Museum, der Louvre oder der Prado zu einer Weltmarke geworden“ sei.
Zum Jubiläum sind zahlreiche Sonderausstellungen geplant, die im Lauf von fünf Jahren sämtliche Häuser der Museumsinsel in den Fokus rücken sollen. Mit der Schau „Grundstein Antike. Berlins erstes Museum“, die ab dem 9. Juli zu sehen ist, thematisiert die Antikensammlung ihre eigenen Ursprünge.
Im Jahr 2026 steht die Alte Nationalgalerie im Mittelpunkt, auch ist eine große Sonderausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte über Dschinghis Khan geplant.
Das Jahr 2027 wird dann aufgrund der teilweisen Wiedereröffnung ganz im Zeichen des Pergamonmuseums stehen. Besucherinnen und Besucher können ab dann den Nordteil mitsamt dem Altar wieder besichtigen. 2028 soll das Neue Museum in den Fokus gerückt werden, 2029 das Bode-Museum und 2030 die ganze Insel.
mit dpa






