Wenige Tage vor der Bundestagswahl haben Demonstranten bei einer Wahlkampfveranstaltung in Neuenhagen bei Berlin gegen die AfD protestiert. Sie riefen „Nazis raus“, auf einem Plakat stand „Wir sind die Brandmauer“. Die Polizei war am Abend im Einsatz. 

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Auf der gegenüberliegenden Seite der Demonstration warteten Menschen einige Zeit in einer Schlange. Sie kamen, um im Bürgerhaus dem AfD-Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla zuzuhören. Im Saal jubelten sie ihm zu, es ertönten Sprechchöre mit seinem Namen. 

Gauland und Chrupalla: „Das ist nicht unser Krieg“

Deutschland solle sich aus dem Ukraine-Krieg heraushalten, forderte der AfD-Ehrenvorsitzende Alexander Gauland. „Das ist nicht unser Krieg“, sagte er. Auch der AfD-Bundesvorsitzende Tino Chrupalla wiederholte diesen Satz.  Gauland vor fast 400 Menschen, dieser Krieg sei falsch und ungerecht, aber ein Krieg zwischen Russland und der Ukraine und etwa nicht zwischen Russland und Deutschland. „Und dieser Krieg geht uns nichts an.“

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj „möchte uns zur Kriegspartei machen, indem er behauptet, die Ukraine verteidige auch unsere Freiheit“. Auch AfD-Bundesvorsitzender Chrupalla sagte, Deutschland solle kein Geld mehr für fremde Kriege ausgeben.

Der Parteichef schwor seine Anhänger auf die Wahl am 23. Februar ein und zeigte sich vor allem mit Blick auf den Osten Deutschland siegessicher. „Im Osten wird die Heide wackeln“, sagte er. In den ostdeutschen Ländern werde die AfD einen Wahlkreis nach dem anderen gewinnen.

Zur Übernahme von Regierungsverantwortung sagte Chrupalla: „Wir werden definitiv regieren und vielleicht brauchen wir auch irgendwann gar keinen Koalitionspartner mehr.“

In einer Umfrage zur Bundestagswahl lag die AfD zuletzt in Brandenburg deutlich vorn. Die Partei wird in Brandenburg vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft. dpa