Der Zoo Berlin musste Ende Januar Abschied von Elefantenbulle Victor nehmen. Gut zwei Wochen später steht fest, welche Krankheit das 31 Jahre alte Tier hatte. „Die Befunde aus der Pathologie haben gezeigt, dass Victor an einer Lungenentzündung gestorben ist“, teilten die Verantwortlichen mit. Als mögliche Ursache scheint eine bakterielle Infektion sehr wahrscheinlich. „Hierzu stehen noch letzte Ergebnisse aus der Bakteriologie aus.“

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Laut Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem ist eine Lungenentzündung bei Elefanten selten. Es habe keine äußerlichen Anzeichen dafür gegeben. Die Tierärzte hätten leicht erhöhte Entzündungswerte festgestellt. Daraufhin hätte der Victor Antibiotika bekommen. Jedoch: „Auch wenn wir eine hervorragende medizinische Versorgung bei uns im Zoo sicherstellen, können wir unsere Wildtiere nicht behandeln wie Patienten in der Charité. Das Abhören der Lunge oder das Röntgen ist bei einem Elefantenbullen, an den wir nur sehr eingeschränkt herankommen, nahezu unmöglich“, sagte Knieriem.
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Victor kam am 23. Oktober 1993 im Zoo Ramat Gan in Israel zur Welt und zog 2000 nach Berlin. Asiatische Elefanten können in menschlicher Obhut älter als 50 Jahre werden. Mit drei Metern Schulterhöhe und einem Gewicht von knapp fünf Tonnen war er das mit Abstand schwerste Tier im Zoo.





