Attacken auf Politiker jeder Couleur sind in den vergangenen Jahren immer häufiger geworden. Dem „Tagesspiegel“ berichtete Berlins ehemaliger Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) von einem besonders heimtückischen Angriff.  „Schon zum zweiten Mal sind meine Autoreifen innerhalb von drei Wochen beschädigt und zerstochen worden, das ist sicher kein Zufall“, sagte Müller. Ein von Müller aufgenommenes Foto zeigt einen etwa zehn Zentimeter langen Schnitt in einem Reifen des Politikers. Er habe diesen am Sonnabend bemerkt, als er in Tempelhof losfahren wollte.

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Dies sei nicht der erste Vorfall gewesen, teilte Müller mit. Bereits im Januar sei ihm eine in den Reifen gebohrte Schraube an seinem Wagen aufgefallen. Der SPD-Politiker geht von gezielten Angriffen aus und hat bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet.  „Ich bin für Dialog, man darf streiten über Themen und Meinungen. Bei gefährlicher Sachbeschädigung hört der Spaß auf“, so Müller. Der 60-Jährige sitzt seit 2021 im Bundestag und kandidiert auch diesmal wieder als Direktkandidat der SPD im Wahlkreis Charlottenbirg-Wilmersdorf.

Im Vorfeld der Bundestagswahlen ist es in Berlin in den vergangenen Wochen immer wieder zu Gewalt gekommen. Vor wenigen Tagen wurde vor einer CDU-Veranstaltung ein Farbanschlag auf die Gaststätte „Alter Krug“ in Dahlem verübt. In Tempelhof wurden zwei Wahlkampfhelfer der Grünen attackiert. Immer wieder werden auch Parteibüros beschädigt und Wahlplakate heruntergerissen. tok