Zehntausende Berliner Schülerinnen und Schüler müssen sich darüber Gedanken machen, wie sie am Donnerstag und Freitag zur Schule kommen. Die BVG streikt – doch für sie gilt weiterhin die Schulpflicht.

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Während Grundschulkinder meistens einen Schulweg haben, den sie zu Fuß zurücklegen können, sieht es bei den Schülerinnen und Schülern der weiterführenden Schulen ganz anders aus. Viele von ihnen haben weite Schulwege, nutzen sowohl U-Bahnen als auch Busse oder Straßenbahnen. Und wegen der frostigen Temperaturen und der vereisten Wege ist zumindest für die meisten das Fahrrad keine Alternative. Sie sind darauf angewiesen, dass Eltern sie mit dem Auto bringen oder sich Fahrgemeinschaften bilden.

Schulweg mit S-Bahn oder Fahrgemeinschaften

„Wie auch in den vergangenen Jahren beziehungsweise bei früheren Streiks werden die Schulleitungen in Abstimmung mit den regionalen Schulaufsichtsbehörden pragmatische Lösungen erarbeiten, die standortspezifische Gegebenheiten berücksichtigen“, sagt ein Sprecher der Bildungsverwaltung. Es kämen für die älteren Schüler zum Beispiel die S-Bahn, Fahrgemeinschaften oder das Fahrrad in Betracht.

Zoë, eine 17-jährige Gymnasiastin aus Neukölln, weiß bereits, wie sie es am Donnerstag trotz des BVG-Streiks pünktlich in die Schule schafft. „Ich übernachte einfach bei einer Freundin, die in der Nähe der Schule wohnt“, so die Schülerin.

Die Gewerkschaft Verdi hatte den zweitägigen Warnstreik am Donnerstag und Freitag mit zweieinhalb Tagen Vorlauf angekündigt. Hintergrund ist der laufende Tarifstreit mit der BVG.