Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) wird am Montag wieder gestreikt. Doch die Fahrgäste können aufatmen. Die U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse fahren ganz normal. Denn die Gewerkschaft Verdi rief dieses Mal Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Verwaltung, vom Fahrdienst und der Technik zum Ausstand auf.

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„Es handelt sich hier um punktuelle Arbeitskampfmaßnahmen innerhalb der BVG im Rahmen unserer Rückkopplung zu dem Angebot der Arbeitgeber“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jeremy Arndt der BZ. „Es wird darum am Montag zu keinen Warnstreiks kommen, die fahrgastrelevante Ausfälle produzieren.“
Die Gewerkschaft erwartet, dass sich 120 Kolleginnen und Kollegen dem Streik anschließen werden. Es wird auch keine Kundgebung der Streikenden stattfinden. Arndt: „Sie sind vor allem im Betrieb unterwegs und reden mit den Kolleginnen und Kollegen.“
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BVG bietet in Tarifrunde 15,3 Prozent bei 48 Monaten
Zuletzt hatte die Arbeitgeberseite in der zweiten Gesprächsrunde ein Angebot vorgelegt. Es sieht 15,3 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten bei einer Laufzeit von vier Jahren bis Ende 2028 vor, wie die BVG mitteilte. Der neue Tarifvertrag soll demnach rückwirkend ab 1. Januar 2025 gelten.
Enthalten seien auch deutliche Steigerungen von bis zu 84 Prozent bei Zulagen, insbesondere für Schichtarbeit und für die 7400 Fahrerinnen und Fahrer, hieß es. „Das ist ein ernsthaftes Angebot“, teilte BVG-Personalvorständin Jenny Zeller-Grothe mit. „Wir zeigen damit, dass wir gute und zügige Lösungen wollen, für unsere Mitarbeitende und das Unternehmen.“ Die lange Laufzeit gebe dem Unternehmen Planungssicherheit auf dem Weg zur Stabilisierung.
Das Angebot liege deutlich unterhalb dessen, was die Tarifkommission gefordert habe, teilte Verdi mit. Die Gewerkschaft will für die rund 16.000 Beschäftigten monatlich 750 Euro mehr bei einer Laufzeit von zwölf Monaten durchsetzen. Zudem fordert sie ein 13. Monatsgehalt, eine Fahrdienst- beziehungsweise Wechselschichtzulage in Höhe von 300 Euro sowie eine Schichtzulage von 200 Euro. Die Zeichen stehen daher erneut auf Arbeitskampf, den die Fahrgäste zu spüren bekommen.
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JP/dpa





