• Überfall auf einen Juwelier in Wilmersdorf
  • Echte Polizisten kontrollieren „falsche“
  • Randalierer zeigt Hitlergruß und beleidigt Polizisten rassistisch
  • Polizisten nehmen Taschendiebe fest und finden weiteres Diebesgut
  • Mann bedroht Kinder und Jugendliche mit Schusswaffe
  • Raserin kracht in geparkten Transporter in Reinickendorf

Hier finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr aus Berlin und Brandenburg im Newsblog. Die Blaulicht-News vom Vortag lesen Sie hier.

Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg vom 22. Januar 2025: Juwelier in Wilmersdorf überfallen – Verfolgungsfahrt

22.59 Uhr: Mehrere Täter haben in Wilmersdorf einen Juwelier überfallen. Im Zuge der Flucht kam es zur Verfolgungsfahrt bis nach Mitte, wie die Polizei auf der Plattform X mitteilte. Die Ermittlungen zur Tat am Abend und zur Schadenshöhe laufen. Weitere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt.

Echte Polizisten kontrollieren „falsche“

16.22 Uhr: Gestern Abend überprüften Polizisten in Reinickendorf ein Auto mit drei Insassen und fanden bei ihnen Polizeiutensilien, obwohl sie gar keine Polizisten sind. Gegen 19 Uhr zog ein 32-Jähriger zunächst die Aufmerksamkeit der Einsatzkräfte auf sich, als er auf einem Parkplatz in der Residenzstraße sichtlich nervös etwas im Kofferraum eines Autos verstaute und anschließend auf der Rückbank Platz nahm. In der Kopenhagener Straße wurde der Mercedes mit dem 32-Jährigen sowie dem 27-jährigen Fahrer und dessen 28-jährigen Beifahrer angehalten und kontrolliert. Die durchgeführte Kontrolle des Trios sowie ihres Fahrzeugs brachte Kleidungsstücke mit der Aufschrift „POLIZEI“, drei gefälschte Dienstausweise, Werkzeuge die zum Öffnen von Türen geeignet sind und Pfefferspray hervor. Alle Sachen sowie der Mercedes wurden beschlagnahmt. Während der Kontrolle beleidigte und bedrohte der 32-Jährige die echten Polizeieinsatzkräfte und versuchte einem Beamten durch einen Kopfstoß zu verletzen. Das Trio wurde zur Durchführung erkennungsdienstlicher Maßnahmen in einen Polizeigewahrsam gebracht. Bei dem Fahrer wurde wegen des Verdachts des Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln noch eine Blutentnahme durchgeführt. Darüber hinaus wurden die Wohnadressen des Trios auf Anordnung eines Richters durchsucht. Die Durchsuchungen führten nicht zum Auffinden weiterer Beweismittel. Nach den polizeilichen Maßnahmen kamen die Männer wieder auf freien Fuß.

Randalierer zeigt Hitlergruß und beleidigt Polizisten rassistisch

16.16 Uhr: In der vergangenen Nacht wurden Polizisten zu einer Ruhestörung in Wedding gerufen. Gegen 2 Uhr stellten die Beamten einen 48 Jahre alten Mann in einem Hausflur in der Müllerstraße fest. Dieser räumte lautstark einen Kinderwagen vor seiner Wohnungstür hin und her. Nachdem die Beamten ihn überprüft hatten, hob der Mann seinen rechten Arm und begleitete dies mit einem Ausruf. Die Einsatzkräfte nahmen den Mann fest, woraufhin dieser sie rassistisch beleidigte. Zur Verhinderung weiterer strafbaren Äußerungen wurde er in einen Polizeigewahrsam gebracht, wo er abermals eine Straftat beging: Er rief eine verfassungsfeindliche Parole. Einige Stunden später kam er wieder auf freien Fuß. Die weiteren Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernommen.

Polizisten nehmen Taschendiebe fest und finden weiteres Diebesgut

16.12 Uhr: Gestern Abend nahmen Polizisten in Neukölln zwei mutmaßliche Taschendiebe fest und fanden weiteres Diebesgut in deren Hotelzimmer. Gegen 21:50 Uhr beobachtete ein Zeuge zwei Männer dabei, wie sie am U-Bahnhof Hermannplatz den Rucksack eines Fahrgastes öffneten und ein Handy stahlen. Er alarmierte die Polizei und folgte den Tatverdächtigen in sicherem Abstand. Nach den Hinweisen des Zeugen nahmen die Einsatzkräfte einen 25-Jährigen und einen 32-Jährigen fest. Einen weiteren 23-Jährigen mutmaßlichen Komplizen nahmen sie am U-Bahnhof Hermannplatz fest. Eine Durchsuchung der drei Personen führte zum Fund eines mutmaßlich gestohlenen Handys und einer Hotelschlüsselkarte. Die Staatsanwaltschaft Berlin ordnete eine Durchsuchung des Hotelzimmers an. Dort fanden Einsatzkräfte mehrere weitere als gestohlen gemeldete elektronische Gegenstände, Bargeld und Pfefferspray. Die Einsatzkräfte brachten die Tatverdächtigen in einen Polizeigewahrsam, wo sie einem Fachkommissariat des Landeskriminalamtes Berlin überstellt wurden.

Mann bedroht Kinder und Jugendliche mit Schusswaffe

15.30 Uhr: Ein Mann hat am Dienstag in Lichtenberg laut Polizei mehrere Kinder und Jugendliche mit einer Schusswaffe bedroht. Gegen 17.30 Uhr hielt sich ein 14-Jähriger vor einem Jugendclub an der Straße Am Berl auf, als er von einem 40-Jährigen Mann angesprochen wurde. Er solle wegen einer offenen Rechnung seine Freunde aus dem Jugendclub holen. Als die insgesamt fünf 12 bis 14-Jährigen vor dem Mann standen, soll dieser plötzlich eine Schusswaffe gezogen und diese auf die Köpfe der Kinder und Jugendlichen gerichtet haben. Er habe sie zudem mit dem Tode bedroht. Daraufhin ergriffen die Bedrohten die Flucht. Als einer von ihnen einen Funkwagen sah, sprach er die Besatzung an. Im weiteren Verlauf ermittelten die Einsatzkräfte den Aufenthaltsort des 40-Jährigen und nahmen ihn fest. Die neben ihm liegende Schreckschusspistole beschlagnahmten sie. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von ungefähr zwei Promille. Zur Blutentnahme und weiteren ärztlichen Begutachtung brachten die Einsatzkräfte den 40-Jährigen in ein Krankenhaus.

Mehrere Senioren erhalten Schockanrufe in Ostprignitz-Ruppin

13.09 Uhr: Fünf Senioren haben in Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) Schockanrufe von Betrügern erhalten, die sich als Polizisten und Staatsanwälten ausgaben. Die Männer und Frauen im Alter von 72 bis 89 Jahren wurden am Dienstagnachmittag angerufen, wie die Polizei mitteilte. Die Betrüger gaben an, dass Angehörige der Angerufenen einen Unfall gehabt hätten und nun eine Kaution hinterlegt werden müsse, um einer bevorstehenden Festnahme zu entgehen. Die Betroffenen reagierten in allen fünf Versuchen richtig und verständigten die echte Polizei. Diese ermittelt jetzt wegen Betruges und Amtsanmaßung. Die Polizei riet dazu, misstrauisch zu bleiben.

Wedding: Mann beleidigt Schüler in U-Bahn fremdenfeindlich – Fahrgäste schützen Kinder

12.25 Uhr: Ein 60-Jähriger hat am Dienstag in Wedding (Mitte) eine Schulklasse fremdenfeindlich beleidigt. Zu diesem Vorfall kam es in einer U-Bahn der U9 im U-Bahnhof Amrumer Straße. Daraufhin stellten sich andere Fahrgäste schützend vor die Schüler. Am U-Bahnhof Leopoldplatz verließen die Kinder, die von einer Zeugin auf etwa 10 bis 12 Jahre geschätzt wurden, gemeinsam mit ihrer Lehrerin die Bahn.

Polizisten nahmen den 60-Jährigen kurze Zeit später in der Nähe des U-Bahnhof Nauener Platz fest. Den Angaben zufolge äußerte er sich erneut fremdenfeindlich und volksverhetzend. Da er orientierungslos wirkte, wurde er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Er wurde von einem Arzt begutachtet und anschließend wieder entlassen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Raserin kracht in geparkten Transporter in Reinickendorf

12.17 Uhr: Mehrere Personen sind in der vergangenen Nacht bei einem Unfall in Reinickendorf verletzt worden. Den Polizei-Angaben zufolge hatte eine 19-Jährige gegen 22.15 Uhr auf der Ollenhauerstraße auf Höhe der Kreuzung zur Kienhorststraße ein Fahrzeug mit überhöhter Geschwindigkeit von rechts überholt. Kurz hinter der Kreuzung fuhr sie in einen geparkten Transporter. Dieser wurde auf einen davorstehenden VW geschoben.

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Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

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Rettungskräfte brachten die Fahrerin sowie ihre Insassen im Alter von jeweils 18 Jahren in ein Krankenhaus. Die 19-Jährige wurde stationär aufgenommen, die beiden Insassen wurden nach einer ambulanten Behandlung wieder entlassen. Die weiteren Ermittlungen übernimmt ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 1 (Nord).

Autofahrerin wechselt Spur in Staaken und kollidiert mit Rollerfahrer

12.08 Uhr: Ein Rollerfahrer ist am Dienstag in Staaken (Spandau) bei einem Unfall verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war der 29-Jährige gegen 15 Uhr auf der Straße Am Juliusturm unterwegs, als eine versetzt davor fahrende 39 Jahre alte Autofahrerin die Spur wechselte. Dabei stieß sie mit dem Rollerfahrer zusammen. Der 29-Jährige war kurzzeitig zwischen seinem Roller und dem Auto eingeklemmt, stürzte jedoch nicht. Rettungskräfte brachten den Rollerfahrer mit dem Verdacht auf innere Verletzungen in ein Krankenhaus. Die weiteren Ermittlungen übernimmt ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 2 (West).

Karlshorst: Ladendieb droht mit Schraubendreher und Flasche – Polizist setzt Elektroschocker ein

12.05 Uhr: Ein Ladendieb, der Polizisten bedrohte, ist am Dienstag in Karlshorst (Lichtenberg) festgenommen worden. Wie die Polizei mitteilte, hatten Angestellte eines Supermarktes an der Treskowallee gegen 12 Uhr die Beamten gerufen, weil der 33-Jährige mehrere Artikel und eine Flasche stehlen wollte. Die Angestellten verschlossen daraufhin die Tür.

Als die Einsatzkräfte auf den Mann zugingen, beleidigte er sie. Außerdem drohte er mit einem Schraubendreher und der Flasche Alkohol. Die Aufforderung, beides fallen zu lassen, ignorierte der Mann und ging stattdessen auf die Beamten zu. Nach einer Androhung setzte ein Polizist den Elektroschocker ein. Der 33-Jährige fiel zu Boden und konnte festgenommen werden. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus, um seinen Gesundheitszustand zu überprüfen. Die weiteren Ermittlungen, unter anderem wegen des Verdachts des räuberischen Diebstahls und der Bedrohung mit Waffen, führt ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 3 (Ost).

Schüsse in Imbissen: Beschuldigter dauerhaft in Psychiatrie?

12.01 Uhr: Der Mann, der in Köpenick auf zwei Imbissbetreiber geschossen und einen Mann schwer verletzt haben soll, soll dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden. Die Staatsanwaltschaft stellte Antrag auf Durchführung eines sogenannten Sicherungsverfahrens, wie die Behörde mitteilte.

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft gebe ein vorläufiges psychiatrisches Gutachten Anhaltspunkte, dass der 41-Jährige wegen einer schweren psychischen Erkrankung schuldunfähig sein könnte. Ihm wird versuchter Totschlag in zwei Fällen und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Der Beschuldigte soll am 6. November in einem Imbiss in einem Einkaufszentrum zahlreiche Schüsse auf den Imbissbetreiber abgefeuert und ihn durch einen dieser Schüsse lebensgefährlich im Bauchraum verletzt haben. In einem nahegelegenen Imbiss wollte er den Angaben zufolge auf den Betreiber schießen, allerdings funktionierte seine Waffe nicht. Er schoss demnach aus einer zweiten Pistole, verletzte ihn allerdings nicht.

Der Beschuldigte habe sich zu den Tatvorwürfen bislang nicht geäußert, hieß es weiter. Er wurde am 7. November festgenommen und ist seit dem 8. November einstweilig im Krankenhaus des Maßregelvollzugs untergebracht.

BM/dpa