Zum Artikel „Grüne soll Vorwürfe gegen Gelbhaar erfunden haben – Partei reagiert“ vom 18.01.2025
Wir müssen uns darauf verlassen können, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk, den wir mit unseren Gebühren finanzieren, vermeintliche Fakten gründlich prüft, bevor er Beiträge veröffentlicht. Eine vorschnelle, ungeprüfte Berichterstattung, die einzelne Politiker in ein falsches Licht rückt, ist mit dem Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht vereinbar. Der ganze Vorfall ist besorgniserregend.
Bernhard Sommer, per Mail
Zum Artikel „Palästinenser über Deal: „Werden wir wirklich überleben?““ vom 17.01.2025
Der mögliche Geiseldeal mit der Hamas wirft grundsätzliche Fragen auf. Die Geschichte lehrt uns, dass Zugeständnisse an Terroristen weitere Geiselnahmen nach sich ziehen können. In den siebziger Jahren mussten wir in Deutschland schmerzlich erfahren, dass ein harter Kurs – trotz der tragischen Opfer wie Herr Lorenz und Herr Schleyer – langfristig der richtige Weg war. Die erfolgreiche Befreiung der Landshut-Passagiere zeigte eine Alternative auf. Israels erklärtes Ziel ist es, die Hamas als Bedrohung zu eliminieren. Ein Waffenstillstand könnte dies gefährden. Die Zivilbevölkerung in Gaza hat durchaus Möglichkeiten, sich von der Hamas zu distanzieren und bei der Befreiung der Geiseln zu helfen. Ein Waffenstillstand ohne diese Voraussetzungen würde den Status quo zementieren – mit der Hamas als bestimmender Kraft in Gaza.
Die Bundesregierung sollte ihre finanzielle Unterstützung für den Gazastreifen an klare Bedingungen knüpfen: die Freilassung aller Geiseln und ein Ende der Hamas-Herrschaft. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Hilfsgelder zweckentfremdet werden und den Wiederaufbau terroristischer Strukturen ermöglichen.
Horst Ahlers, per Mail
Zum Artikel „Inauguration: Das ist der Zeitplan für Trumps Amtseinführung“ vom 19.01.2025
Die Vision George Orwells von drei dominierenden Machtblöcken – Afrika, Amerika und Eurasien – scheint sich, wenn auch verzögert, der Realität anzunähern. Die USA unter Trump strebt nach Isolation, während gleichzeitig der Einfluss nach Nord und Süd ausgeweitet werden soll. China und Russland bilden gemeinsam eine militärische und wirtschaftliche Macht, der ein militärisch schwaches und uneiniges Europa wenig entgegensetzen kann.
Eine beunruhigende Frage stellt sich: Was geschieht, wenn die USA ihren atomaren Schutzschirm zurückzieht? Nord- und Südamerika könnten als autarker Wirtschaftsraum existieren, ebenso wie ein von China, Russland und Indien dominierter asiatischer Block. Europa droht dabei ins Hintertreffen zu geraten – sofern es sich nicht einem der Blöcke anschließt. Die erstarkenden rechtspopulistischen Bewegungen in den EU-Ländern scheinen diesen Weg bereits zu beschreiten.
Angesichts der immer komplexer werdenden globalen Herausforderungen stellt sich die Frage: Tendiert unsere auf individuelle Freiheiten bedachte Gesellschaft zunehmend zu autoritären Strukturen? Vielleicht war Orwells Roman weniger Schwarzmalerei als visionärer Ausblick.
Bernd Kühn, per Mail
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Zum Artikel „Großer Brückenabriss: Deutsche Bahn verwandelt Berliner S-Bahnhof“ vom 17.01.2025
Die M1-Straßenbahn sollte als wichtige Verbindungsachse zwischen Wedding – dessen oft prophezeiter Aufstieg sich seit Jahren ankündigt – und Berlin-Mitte-Pankow realisiert werden. Dies würde auch den Anwohnern der Koloniestraße einen besseren Zugang zur Florastraße ermöglichen. Eine solche ÖPNV-Verbindung wäre ein sinnvoller Beitrag zur Vernetzung dieser Stadtteile.
Marcel Müller, per Facebook
Zum Artikel „Dieses renovierte Haus ist kaum wiederzuerkennen“ vom 16.01.2025
Berlin war einst für seine architektonische Schönheit bekannt. Leider haben viele Nachkriegsentscheidungen in der Stadtplanung dieser Ästhetik geschadet. Die Betonbauten rund um die Friedrichwerdersche Kirche, die diese sogar statisch gefährdeten, die Glasfassaden Unter den Linden und die moderne Reichstagskuppel sind Beispiele für eine Entwicklung, die den historischen Charakter der Stadt verändert hat.
Die Stadt leidet unter einer zunehmenden architektonischen Beliebigkeit. Auch der politische Wechsel von SPD zu CDU hat bisher keine erkennbare Wende in der Stadtentwicklung gebracht. Eine überzeugende städtebauliche Vision für Berlin scheint derzeit bei keiner politischen Kraft erkennbar.
Elcy Pena-Diaz, per Facebook
Zum Artikel „Trumps offizielles Porträt erinnert an unrühmliche Episode“ vom 17.01.2025
Die gezielte Veröffentlichung des Polizeifotos durch den ehemaligen Präsidenten zeigt seinen Umgang mit der Situation: Er stilisiert sich als erster ehemaliger US-Präsident, der erkennungsdienstlich behandelt wurde. Dies lässt für die Zukunft schwierige politische Auseinandersetzungen erwarten.
Regina Lehmann, per Facebook



