Gute Nachrichten aus dem Tierpark Berlin. Einer Mitteilung zufolge sind dort 55 Proben von Tieren, die potenziell anfällig für eine Ansteckung mit der Maul- und Klauenseuche (MKS) sind, negativ verlaufen. Der Tierpark liegt innerhalb der Überwachungszone von zehn Kilometern rund um Hönow, wo kürzlich die tödliche Seuche ausgebrochen war.

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Zu den betroffenen Tieren gehören auch große Huftiere wie Wisente oder Giraffen. Zoo und Tierpark sollen dennoch bis auf Weiteres geschlossen bleiben, es würden weiterhin strenge Hygienemaßnahmen gelten, heißt es weiter. Von den Auswirkungen der MKS sind zahlreiche Einrichtungen betroffen, auch die Grüne Woche muss sich einschränken.

Maul- und Klauenseuche: Zoo bereitet Öffnungsszenarien vor

Dennoch bereite sich der Zoo auf mögliche Öffnungsszenarien vor, da seit einer Woche keine neuen MKS-Fälle aufgetreten seien. Ein Zeitpunkt stehe allerdings noch nicht fest.

„Die Nachricht, dass alle Tierpark-Proben negativ waren, sorgte bei mir zunächst erst einmal für große Erleichterung. Dennoch verfolgen wir weiterhin gebannt alle aktuellen Entwicklungen und stehen in engem Austausch mit den zuständigen Behörden“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem. „Trotz Umsatzeinbußen von rund einer halben Million Euro seit der Schließung steht der Schutz der Tiere für uns weiterhin an erster Stelle. Mein Team und ich haben in den letzten Tagen umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen ausgearbeitet und Szenarien entwickelt, unter denen wir bald wieder Gäste bei uns begrüßen könnten, ohne Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen.“ Das Aquarium ist und bleibt regulär geöffnet.

Für den Zoo und Tierpark haben die Schließungen ernste finanzielle Folgen, da die Einnahmen aus den Ticketverkäufen wegbrechen, die Tiere aber natürlich weiter mit Futter versorgt werden müssen. Die beiden Institutionen freuen sich deshalb über Spenden. Für den Tierpark kann hier gespendet werden, für den Zoo hier.

Förderverein fordert schnelle Soforthilfen

Der Förderverein der Hauptstadtzoos fordert schnelle Soforthilfen für den Tierpark und den Zoo Berlin. Der bereits entstandene Einnahmeverlust sei enorm, teilte der Verein mit.

Bund und Land seien hier gleichermaßen in der Verantwortung, sagte der Fördervereinsvorsitzende Thomas Ziolko. Es sei ein Ausgleich in Form einer Soforthilfe nötig, um die Einnahmeverluste auszugleichen. 

Auch andere Einrichtungen leiden

Betroffen von den wirtschaftlichen Folgen seien auch andere Einrichtungen wie die Helle Tierarche oder der Tierhof in Alt-Marzahn. „Wir brauchen in der Krise bürgerschaftliches Engagement und sind gleichzeitig auf Bundes- und Landeshilfen angewiesen“, sagte Ziolko. 

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Mario Czaja, Mitglied des Fördervereins, hat in einem Schreiben an das zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium schnelle Bundeshilfe gefordert. „Wir müssen in dieser schwierigen Situation eine Soforthilfe sicherstellen“, sagte er.

alu/BM