- Kreuzberg: In einem Bordell wurden Polizisten angegriffen und verletzt
- Mann auf Lidl-Parkplatz in Neukölln angeschossen
- Fast 100 Autos mit Stickern und Bauschaum beschädigt
- Frau in Tram in Karlshorst beleidigt und an den Haaren gezogen
- Ein Toter nach Unfall auf Berliner Ring
- 15-Jähriger rast durch Charlottenburg und baut Unfall
Hier finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr aus Berlin und Brandenburg im Newsblog. Die Blaulicht-News vom Vortag finden Sie hier.
Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg vom 12. Dezember 2024: Angriff auf Polizisten in Kreuzberg – Beamtin verletzt
18.30 Uhr: Am Donnerstagfrüh kam es in einem Bordell in der Gitschiner Straße zu einem Angriff auf Polizeibeamte. Gegen 6 Uhr wurde die Polizei alarmiert, weil sich ein 35-jähriger Mann weigerte, das Etablissement zu verlassen.

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Die Einsatzkräfte forderten ihn auf, sich anzukleiden und das Gebäude zu verlassen. Währenddessen schlug er plötzlich einer Polizistin ins Gesicht und trat ihr in den Bauch, sodass sie stürzte und sich am Kopf verletzte. Als Kolleginnen und Kollegen den Mann zu Boden brachten, leistete er erheblichen Widerstand und verletzte einen weiteren Beamten durch einen Schlag ins Gesicht.
Der Tatverdächtige wurde schließlich festgenommen und für eine richterlich angeordnete Blutentnahme in ein Polizeigewahrsam gebracht. Anschließend überstellte man ihn dem zuständigen Kommissariat, das die Ermittlungen übernommen hat. Die verletzte Polizistin wurde mit Hämatomen in ein Krankenhaus gebracht und konnte ihren Dienst nicht fortsetzen. Der angegriffene Kollege blieb dienstfähig.
Frau schlägt Fahrkarten-Kontrolleur
16.41 Uhr: Eine Frau, die keinen gültigen Fahrschein hatte, ist am Mittwoch in der Ringbahn zwischen den Bahnhöfen Neukölln und Sonnenallee von Kontrolleuren überprüft worden. Wegen der sprachlichen Barriere kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung. Andere Fahrgäste hätten versucht, zu vermitteln. Jedoch weigerte sich die 20 Jahre alte Ukrainerin die Fahrpreisnacherhebung zu bezahlen. Sie setzte Kopfhörer auf und fuhr weiter zum S-Bahnhof Treptower Park, ohne auf die Kontrolleure zu reagieren. Einer der Kontrolleure hielt sie daraufhin am Rucksack fest. Die Frau schlug ihm daraufhin mit der Faust ins Gesicht und bedrohte ihn mit Pfefferspray. Fahrgäste versuchten, auf sie einzureden.
Alarmierte Einsatzkräfte nahmen die junge Frau kurz darauf am Bahnhof vorläufig fest. Der Kontrolleur erlitt keine sichtbaren Verletzungen. Eine ärztliche Behandlung vor Ort lehnte er ab. Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen des Verdachts der räuberischen Erpressung, des Verstoßes gegen das Waffengesetz und des Erschleichens von Leistungen ein und beschlagnahmte das Reizgas. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen kam die 20-Jährige wieder auf freien Fuß.
Verhaltensauffälliger Mann zündet Wagen mit Wäsche an
14.04 Uhr: Auf dem Gelände eines Klinikums in Wedding hat es in der vergangenen Nacht gebrannt. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes hatten die Polizei und Feuerwehr zum Augustenburger Platz verständigt, weil ein verhaltensauffälliger 45-Jähriger in einem Laborgebäude am Westring des Klinikgeländes einen Gitterwagen mit Wäsche in Brand gesetzt hat. Die Feuerwehr löschte den Brand. Die Haussubstanz wurde nicht beschädigt.
Da sich die beiden Mitarbeitenden des Sicherheitsdienstes bei einem ersten eigenen Löschversuch verletzt und Rauchgasvergiftungen zugezogen hatten, wurden sie im Klinikum ambulant behandelt. Anschließend konnten sie ihren Dienst fortsetzen. Der 45-Jährige wurde zwecks Feststellung seiner Personalien festgenommen. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen durfte er das Krankenhaus verlassen. Die weiteren Ermittlungen wegen Brandstiftung führt ein Brandkommissariat des Landeskriminalamts.
Sabotage-Aktion Russlands: Fast 100 Autos mit Grünen-Stickern beklebt – Bauschaum in Auspuffen
13.02 Uhr: Am Dienstag hat eine Frau die Polizei nach Niederschöneweide (Treptow-Köpenick) gerufen. Gegen 10.40 Uhr hatte die Anruferin festgestellt, dass an ihrem an der Hainstraße geparkten Auto ein Sticker mit der Aufschrift „Sei Grüner“ war. Außerdem ist Robert Habeck auf dem Aufkleber abgebildet. Laut ihren Angaben konnte sie den Sticker nicht komplett entfernen. Außerdem war die Stoßstange mit Bauschaum besprüht worden.
Derartige Beschädigungen wurden in der Folge an mehr als 40 Fahrzeugen in der Hainstraße sowie in der nahe gelegenen Scheiblerstraße im Ortsteil Baumschulenweg an mehr als 50 Fahrzeugen festgestellt. Teilweise war der Bauschaum auch in und um die Auspuffe herum gesprüht worden. Die Ermittlungen wegen Sachbeschädigungen mit mutmaßlich politischem Hintergrund hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts übernommen.
Anmerkung der Reaktion zum Update: Wie im Februar bekannt wurde, wurde die Aktion im Auftrag Russlands ausgeführt, das zeigen Recherchen des Spiegel. Demnach sollte die Aktion Hass auf Habeck und die Grünen im Bundestagswahlkampf anstacheln. Mehr darüber lesen Sie hier.
Frau in Tram in Karlshorst beleidigt und an den Haaren gezogen
11.52 Uhr: Gestern Nachmittag soll eine Frau in einer Tram in Karlshorst (Lichtenberg) eine Heranwachsende beleidigt und verletzt haben. Laut Polizei befand sich eine 19-Jährige gegen 17.10 Uhr mit einer Begleiterin in einer Tram der Linie 37 in Richtung Siegfriedstraße und führte mit ihr ein Gespräch auf Spanisch. Eine 63 Jahre alte Passagierin der Straßenbahn soll sich durch diese Unterhaltung persönlich angegriffen gefühlt und daraufhin die junge Frau beleidigt haben. Außerdem soll die Tatverdächtige die Heranwachsende aufgefordert haben, zurück in ihr Land zu gehen.
Bei Erreichen der Haltestelle auf der Treskowallee soll die 63-Jährige der 19-Jährigen an den Haaren gezogen und sie geschubst haben. Dabei fiel die 19-Jährige hin und verletzte sich an einer Hand. Eine medizinische Behandlung lehnte sie ab. Alarmierte Einsatzkräfte nahmen die stark alkoholisierte Tatverdächtige in der Nähe fest. Eine freiwillige Atemalkoholkontrolle ergab bei ihr einen Wert von rund 2,3 Promille. Nachdem ihre Identität festgestellt worden war, durfte die Frau ihren Weg fortsetzen. Die weiteren Ermittlungen hat ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 3 (Ost) in enger Abstimmung mit dem Polizeilichen Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen.
Ein Toter nach Unfall auf Berliner Ring – A10 gesperrt
11.50 Uhr: Ein Autofahrer ist mit seinem Wagen auf der A10 in Höhe Grünheide (Landkreis Oder-Spree) bei einem Auffahrunfall tödlich verletzt worden. Der Unfall ereignete sich an einem Stauende an der Anschlussstelle Freienbrink. Ein Lkw sah die haltenden Fahrzeuge zu spät, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf das Auto auf, wie die Polizei mitteilte. Das Auto wurde in einen haltenden Lastwagen geschoben und fing Feuer.
Angaben zur Identität des Autofahrers lagen zunächst nicht vor. Der Fahrer des auffahrenden Lastwagens, dessen Identität zunächst ebenfalls nicht feststand, wurde verletzt in eine Klinik gebracht. Die A10 war vorübergehend in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Seit dem Vormittag rollt der Verkehr Richtung Norden wieder. Die Fahrbahn Richtung Spreeau, auf der der Unfall geschah, war weiterhin gesperrt.
15-Jähriger rast durch Charlottenburg und baut Unfall
11.45 Uhr: Polizisten haben am Mittwoch in Charlottenburg einen Raser ohne Führerschein festgenommen. Der Jugendliche ignorierte am Mittwochabend die Aufforderung zu einer Verkehrskontrolle am Kurfürstendamm, wie die Polizei mitteilte. Stattdessen sei er auf einen Beamten zugerast, der sich nur mit einem Sprung zur Seite habe retten können.
Auf der Flucht kollidierte der Jugendliche in der Uhlandstraße mit einer Ampel und sprang dann aus dem rollenden Wagen, der mit einem geparkten Auto zusammenstieß. Nach der Festnahme fanden die Beamten bei dem 15-Jährigen mehrere Handys, Bargeld im niedrigen vierstelligen Bereich, den Autoschlüssel eines Sportwagens und einen fremden Führerschein. Sie übergaben den Jungen seinem Vater.
Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, außerdem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie gefährlichen Eingriffs und Nötigung im Straßenverkehr. Auch gegen den Autobesitzer wird ermittelt.
Razzia wegen Brandanschlägen vor Berliner Gefängnissen
11.40 Uhr: Wegen Brandanschlägen im Umfeld von Berliner Gefängnissen haben Polizei und Staatsanwaltschaft am Morgen mehrere Räumlichkeiten durchsucht. Verdächtig seien ein 27-jähriger und zwei 21-jährige Männer, teilte die Polizei mit. Zudem soll es um Rauschgifthandel gehen. Weitere Informationen kündigte die Staatsanwaltschaft an. Mehrfach waren Autos auf Parkplätzen von Gefängnissen angezündet worden, zum Teil gehörten sie Justizbeamten.
Wohnung in Wilmersdorf ausgebrannt – sieben Verletzte
11.06 Uhr: Eine Wohnung am Bundesplatz in Wilmersdorf ist in den frühen Morgenstunden ausgebrannt. Das Feuer war im vierten Stock eines sechsgeschossigen Wohngebäudes ausgebrochen, wie ein Sprecher der Berliner Feuerwehr auf Anfrage mitteilte.
Die Flammen erreichten eine weitere Wohnung im fünften Stock. Der Brand ist inzwischen gelöscht. Rettungskräfte der Feuerwehr stellten bei sieben Bewohnern leichte Verletzungen durch eine Rauchgasvergiftung fest. Die Brandursache ist bislang unklar, die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen, wie der Feuerwehrsprecher erläuterte. Mitarbeiter der Bauaufsichtsbehörde waren ebenfalls bereits vor Ort. Nach einer Begehung des Wohngebäudes wurde unter anderem das sechste Obergeschoss wegen möglicher statischer Mängel gesperrt. Zur Schadenshöhe machte die Feuerwehr keine Angaben.
Unfall mit Schulfahrzeug in Ostprignitz-Ruppin – ein Kind leicht verletzt
9.40 Uhr: In der Nähe von Berlinchen (Ostprignitz-Ruppin) ist ein Schulfahrzeug mit mehreren Kindern von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Bei dem Verkehrsunfall am Morgen wurde nach Angaben der Polizeiinspektion Ostprignitz-Ruppin ein elfjähriges Kind leicht verletzt.
Der 69 Jahre alte Fahrer des Fahrzeugs, das zum Transport von Schulkindern benutzt werde, sei bei dem Unfall eingeklemmt und von Einsatzkräften der Feuerwehr befreit worden. Zuvor hatte die „Märkische Allgemeine Zeitung“ darüber berichtet. Zunächst war ungeklärt, warum das Fahrzeug von der Fahrbahn der Kreisstraße abkam.
Polizei sucht weiter nach Bankräubern in Berlin

7.56 Uhr: Am Tag nach dem Überfall auf eine Bank und einen Geldtransporter in Charlottenburg sucht die Polizei weiter nach den drei Tätern. Die Männer seien weiterhin auf der Flucht, sagte eine Sprecherin am Morgen.
Der Raubüberfall ereignete sich am Mittwochvormittag in der Kantstraße. Die maskierten und teils bewaffneten Täter passten den weißen Transporter Polizeiangaben zufolge vor der Bank ab und feuerten mindestens zweimal auf den Wagen. Danach waren sie auch in der Bank. Die Polizei sprach von einem „eiskalten“ Vorgehen.
Die Täter entkamen mit geraubten Geldkassetten in einem Fluchtwagen, den sie kurz darauf wechselten. Sie flohen den Angaben zufolge mit mindestens einer Waffe und ihrer Beute in einem schwarzen Mercedes mit hoher Geschwindigkeit Richtung Bahnhof Zoo. Ein Video, das ein Zeuge von der gegenüberliegenden Straßenseite filmte und ins Internet stellte, soll die Abfahrt der Täter zeigen.
Wie viel Geld die Männer raubten, war am Mittwoch noch nicht bekannt. Verletzte gab es bei dem Überfall nicht. Eine Angestellte der Bank stand unter Schock und musste behandelt werden.
Die Polizei leitete sofort nach dem Überfall eine Fahndung ein. Insgesamt 50 Polizisten waren im Einsatz. Ermittelt wird wegen schweren Raubes. Zudem werde der Anfangsverdacht des versuchten Mordes geprüft, hieß es.
Mann auf Neuköllner Lidl-Parkplatz angeschossen

7.15 Uhr: Ein Mann hat einem 34-Jährigen auf einem Supermarktplatz in Neukölln nach einem Streit in den Fuß geschossen. Der 34-Jährige wollte am Mittwochabend in der Lipschitzallee seinen Einkaufswagen abstellen, als er von dem anderen Mann angesprochen wurde, wie die Polizei mitteilte.
Ersten Erkenntnissen zufolge fühlten sich die beiden Männer voneinander provoziert – es kam zum Streit, bei dem der unbekannte Mann eine Pistole zog und einen Schuss abgab. Der Schütze flüchtete. Der Angeschossene kam mit einer Verletzung am Fuß zur stationären Behandlung in eine Klinik. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.
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fmg/dpa




