Bei diesen Weihnachtsmarkt muss man schnell sein: Lediglich an Adventssonntagen geöffnet, überrascht er mit kulinarischer Auswahl.

Kulinarische Weihnachtsmärkte Berlin
Merry Markthalle in Kreuzberg (Aufnahme von 2024) © Franz Michael Rohm | Franz Michael Rohm

Während der Weihnachtszeit freut man sich, am Ende eines langen Tages über den Weihnachtsmarkt zu schlendern oder das Wochenende unter einem Weihnachtsbaum mit Glühwein ausklingen zu lassen. Beliebte Weihnachtsmärkte sind da beispielsweise die Bekannten vor dem Roten Rathaus, am Schloss Charlottenburg oder am Humboldt Forum. Doch in Berlin gibt es auch einen besonderen Weihnachtsmarkt, der nur an den Adventssonntagen geöffnet hat.

So kurios, berührend und schön war Berlin einst im Advent 

Deutsche-deutsche Grenzöffnung - Horst (Lauenburg)
Türchen 24: Mehr „innerdeutschen“ Reiseverkehr gab es wohl seltener als zu Weihnachten und am Jahreswechsel 1989. Auf dem Foto wünschen sich Ost- und Westdeutsche an Heiligabend 1989 am Grenzübergang Horst an der Bundesstraße 5 im damaligen DDR-Bezirk Schwerin „Fröhlichste Weihnachten Deutschlands“. Nach der Öffnung der deutsch-deutschen Grenzübergänge fuhren Millionen DDR-Bürger in die Bundesrepublik Deutschland – und natürlich nach Berlin. Dort feierten Hunderttausende eine legendäre Silvesterparty am Brandenburger Tor und an der gerade geöffneten Mauer. Für alle, die dabei waren, wurde der Jahreswechsel zum bleibenden Erlebnis. © picture-alliance / dpa | Wolfgang Weihs
Weihnachtsmann lädt ein zur Bahnfahrt
Türchen 23: Weihnachtsfahrt in Wittenau Winkend geht ein Weihnachtsmann mit drei Engeln in Wittenau zu einem Schienenbus – das Foto ist von 1998, der „Bus“ stammt aus dem Jahr 1954. Das Fahrzeug des Vereins der Berliner Eisenbahnfreunde lud damals Familien zu Fahrten mit dem Weihnachtsmann auf der Strecke der Heidekrautbahn ein. Seit ihrer ersten Fahrt im Jahr 1901 ist die Bahnstrecke in die Schorfheide eine wichtige Lebensader der Region, heute fährt hier die RB27 ab Karow. Die ursprüngliche Strecke ab Berlin-Wilhelmsruh wurde mit dem Mauerbau 1961 gekappt, Die Reaktivierung verläuft seit dem symbolischen Spatenstich 2020 allerdings schleppend, Baustart ist frühestens 2026.© picture-alliance / ZB | Bernd Settnik
Großer Besucherandrang in Ostberlin Weihnachten 1963
Türchen 22: Geteilte Weihnachten „Großer Besucherandrang in Ost-Berlin“, steht in der Bildunterschrift dieser Aufnahme vom ersten Weihnachtstag 1963. Der Fotograf warf einen Blick über die Mauer und Panzersperren auf den damaligen „Kontrollpunkt Oberbaumbrücke, also von Kreuzberg nach Friedrichshain. „Viele West-Berliner hatten sich auf den Weg gemacht, um ihre Verwandten in Ost-Berlin besuchen“, heißt es im Text. Mit dem Passierscheinabkommen konnten West-Berliner 28 Monate nach dem Mauerbau zwischen 19. Dezember 1963 und 5. Januar 1964 erstmals wieder Verwandte im Ostteil der Stadt besuchen. Rund 1,2 Millionen Besuche von insgesamt über 700.000 West-Berlinern kamen zustande. Umgekehrt galt die Reisefreiheit natürlich nicht.© picture-alliance/ dpa | dpa
Verkauf von Weihnachtsbaeumen in Berlin, um 1910
Türchen 21: Die Weihnachtszeit, so anstrengend Ach, man kann diesen Mann so gut verstehen! Oder wie geht es Ihnen? Weihnachten ist schön, aber verdammt anstrengend. Da kann man schonmal mitten am Tag in Tiefschlaf verfallen. So wie dieser Weihnachtsbaumverkäufer „um 1910“, wie es zum Foto heißt, der auf seiner nadeligen Ware ein Nickerchen in der Dezembersonne hält. Wo genau das Bild aufgenommen wurde, ist nicht überliefert. Eine Straßenecke wie viele in Berlin. Die Bäume sehen, wenn man ehrlich ist, auch schon ziemlich gerupft aus. Vielleicht wurde das Bild kurz vorm Fest gemacht und die besten Stücke waren schon weg. © picture alliance / ullstein bild | Haeckel Archiv
Verkauf von Weihnachtsbaeumen in Berlin, um 1910
Türchen 20: Als der Baum Mode wurde. Wenn Berliner etwas mögen, dann so richtig – so scheint es auch mit der Tradition des Weihnachtsbaums gewesen zu sein. Noch im 18. Jahrhundert leistete sich nur das reiche Bürgertum einen Baum im Wohnzimmer, zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden sie in Berlin massenhaft auf „Weihnachtsbaumgroßmärkten“ wie diesem verkauft. Der Bildtext von 1910 verzeichnet leider nicht, wo das Foto aufgenommen wurde, aber sicherlich war es kein Zufall, dass sich ein Bahnhof in der Nähe befand. Damals kostete ein Weihnachtsbaum etwa vier Mark. Der durchschnittliche Monatslohn lag nur bei umgerechnet rund 90 Euro. uk© picture alliance / ullstein bild | Haeckel Archiv
DDR - Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz
Türchen 19: An der Schießbude am Alex, 1975 Es gibt diese Bilder, die in der Fantasie des Betrachters eine ganz andere Story entstehen lassen, als die Beteiligten sie wohl erlebt haben. Am 22. November 1975 zielt ein Uniformierter an einer Schießbude auf dem Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz mit einem Gewehr auf – ja, was? Es hat den Fotografen nicht interessiert. Während die jungen Männer vielleicht die Gewinne im Sinn hatten, die bei einem Treffer winkten, mag dem heutigen Betrachter ein anderes Wort durch den Kopf gehen: Der „Schießbefehl“ an der innerdeutschen Grenze, den es offiziell nie gab.© picture-alliance/ ZB | ddrbildarchiv.de
DDR - Weihnachtsbummel
Türchen 18: Weihnachtsshopping in Lichtenberg Es sind die Pudelmützen der Kinder und die Kittelschürze der Frau ganz links, die darauf schließen lassen, dass dieser trendige Shop in Lichtenberg tatsächlich  1973 fotografiert wurde und nicht neulich mit dem Handy im Schwarz-Weiß-Modus.  „Eine Familie beim Einkaufsbummel in einer Verkaufshalle, die mit Produkten und Geschenken für die Weihnachtszeit eingerichtet wurde“, so der Text zum Foto – das wohl die Botschaft verbreiten sollte: In der DDR herrschte kein Mangel. Anlass war eine neue Kaufhalle im Plattenbauviertel Frankfurter Allee-Süd, Lichtenberg.© picture-alliance/ ZB | ddrbildarchiv.de
Berlin Wirtschaft Handel und Messen/ Strassenhandel Potsdamer Platz Berlin, 1909
Türchen 17: Spielwarenhändler am Potsdamer Platz. Männer, die staunend dastehen und Spielzeug bewundern, mitten auf der Straße, sind ja ein eher seltenes Bild, zumindest heutzutage. Im Dezember 1909 hatte ein Spielzeughändler sein Sortiment auf dem Potsdamer Platz im Schnee ausgebreitet. Schiffe, Automobile, tanzende Bären und Menschen, Reitpferde und Ballerinen auf Sockeln kamen aus den aufgestapelten Kisten am Straßenrand. Vielleicht ließen sich einige der Spielzeuge aufziehen, sie drehten sich oder fuhren von alleine über den Platz. Darauf lassen die faszinierten Mienen der Passanten schließen, die ganz in der Spielzeugwelt versanken. Mindestens einer hat vielleicht auch schon ein Spielzeug gekauft, er trägt einen Karton in der Hand. © picture alliance / ullstein bild | Haeckel Archiv
Heilsarmee verteilt Gabenkörbe, um 1920
Türchen 16: Gaben für die Armen in der Neuen Welt Weihnachten 1920, zwei Jahre nach dem verlorenen Krieg, war die Armut in Deutschland groß. Im März hatte ein Putschversuch die sozialdemokratische Regierung vorübergehend zur Flucht aus Berlin gezwungen. Seit Oktober war die Stadt durch das „Groß-Berlin-Gesetz“ zur größten Industriestadt Europas mit knapp 3,9 Millionen Einwohnern geworden. Zu Weihnachten verteilte die Heilsarmee in der „Neuen Welt“ an der Hasenheide 4000 Gabenkörbe an Arme und Erwerbslose. Schauplatz war eine Theaterkulisse, zumindest lässt sich das aus dem Bild schließen. Die freikirchliche Organisation aus England hatte ihre soziale Arbeit mit der Industrialisierung um 1900 auch nach Deutschland ausgeweitet. © picture alliance / akg-images | akg-images
DDR - Weihnachtsmarkt in Berlin 1956
Türchen 15:  Frieden, Freude, Völkerfreundschaft. „Unter dem Donnern von 32 Böllerschüssen eröffnete gestern pünktlich um 14 Uhr der Stellvertreter des Oberbürgermeisters, Waldemar Schmidt, den traditionellen Berliner Weihnachtsmarkt auf dem Marx- Engels-Platz“, berichtete das „Neue Deutschland“ am 2. Dezember 1956 stolz. Der Markt, eine „kilometerlange Ladenstraße“, sei ein flimmernder, lärmender Vergnügungspark. Darüber thronte ein Plakat mit der Parole „Frieden, Freude, Völkerfreundschaft“.  Im Hintergrund steht der im Krieg beschädigte Berliner Dom – noch mit provisorischer Kuppel. © picture alliance / zb | Berliner Verlag/Archiv
S-Bahn-Weihnachtszug durch Berlin
Türchen 14 Die S-Bahn als Weihnachtsbaum Die Berliner S-Bahn hat ja nicht nur nervige „Traditionen“ wie die ewig verspäteten Züge. Auch die festlich geschmückten Weihnachtszüge gehören dazu. Der vorerst letzte fuhr am 16. Dezember 2008 in Charlottenburg ab. Erst 15 Jahre später  gelang es dem Verein Historische S-Bahn, zwei Oldtimer-Züge so weit instand zu setzen, dass sie wieder im öffentlichen Schienennetz unterwegs sein dürfen. Die Premierenfahrt war am 26. November 2023. In diesem Jahr ist der festliche Zug noch bis 22. Dezember unterwegs. Die Fahrten sind längst ausverkauft. Aber im Grunde ist ja auch viel schöner, den Zug zufällig im Stadtbild zu entdecken. Dann ist es fast so, als rausche der Weihnachtsmann persönlich durch Berlin. © picture-alliance/ dpa | Alina Novopashina
Lucia beschenkt Berliner Kinder
Türchen 13: Eine schwedische Königin bei Berliner Heimkindern In Schweden wird am 13. Dezember das Luciafest  gefeiert, das Fest der  „Lichtkönigin“. Lucia, die „Leuchtende“ von Syrakus, Jungfrau und Märtyrerin, wird in vielen christlichen Kirchen verehrt. Der Legende nach lebte sie um 300 n.Chr. in Syrakus, heute Italien. Sie brachte verfolgten Christen, die sich in Katakomben versteckten, nachts Wasser und Essen. Um sich den Weg zu leuchten und die Hände frei zu haben, trug sie einen Kranz mit Kerzen auf dem Kopf. Ob sich die Berliner Heimkinder auf dem Foto von 1960 über den Kopfputz gewundert haben, als die schwedische Lucia sie besuchte? Es ist nicht überliefert. Aber das mitgebrachte Spielzeug scheint gut angekommen zu sein. © picture alliance / Zettler | Zettler
Krawalle auf dem Kurfürstendamm in Berlin - 1980
Türchen 12: Randale am Kudamm. Die weihnachtliche Idylle trügt. Nur auf den ersten Blick wirkt das Foto wie eine stimmungsvolle Aufnahme von einem Oldtimer-Stau am weihnachtlich glitzernden Kurfürstendamm. Doch die Bildunterschrift des Pressefotos aus der Nacht zu Sonntag, 14. Dezember 1980, lautet: „Krawalle auf dem Kurfürstendamm in Berlin“. Am Freitag zuvor war am Fraenkelufer in Kreuzberg eine Hausbesetzung eskaliert. Es gab viele Verletzte und Festnahmen. Daraufhin forderten Demonstranten auf dem Kurfürstendamm deren Freilassung. Weitere vier Polizisten wurden verletzt, etwa 60 Schaufensterscheiben zerstört, heißt es im Bildtext. Die Krawalle fielen in die Hoch-Zeit der Hausbesetzungen in West-Berlin. © picture alliance / dpa | dpa-Fotografen
Nachkriegszeit: Die Schöneberger Sängerknaben singen zu Weihnachten
Türchen 11: Singen gegen die Düsternis am Brandenburger Tor Die Aufnahme von 1955 erscheint wie eine düstere Inszenierung. „Achtung! Sie verlassen jetzt West-Berlin“ steht auf dem Schild hinter den Schöneberger Sängerknaben. Der berühmte Chor trat zu Zeiten der Teilung am Brandenburger Tor, der Glienicker Brücke und anderen Orten an der Grenze zwischen West- und Ost-Berlin auf. 1947 gegründet, sangen die Schöneberger Sängerknaben zunächst auf Plätzen und in Altenheimen. Ab 1949 holte die Deutsche Oper Berlin den Chor ins Haus. Er wirkte bei bei über 3100 Opern in mehr als 50 Inszenierungen mit, darunter bei den Bayreuther Festspielen. Nach dem Tod des Chorleiters Gerhard Hellwig 2011 stellten der Chor seine Arbeit ein.© picture-alliance / Günter Bratke | Günter Bratke
Winter im Europa-Center
Türchen 10: Draußen Regen, drinnen Schnee Auf den Straßen herrschte schmuddeliges Berliner Regenwetter, drinnen lag schönster „Schnee“: Die künstliche Winterlandschaft im Europa-Center an der Gedächtniskirche war 1999 mit viel Liebe und Kunstschnee dekoriert worden. Für weihnachtliche Stimmung sorgten Schulchöre, die hier täglich auftraten. Leider gab es damals weder Selfies noch soziale Medien – sonst wäre das Winterwunder vom Tauentzien sicherlich berühmt geworden. Zum „Millenniums“-Jahreswechsel war im Europacenter eine große Silvesterparty geplant.© picture-alliance / ZB | Hubert Link
Der riesige Weihnachtsmann aus roten und weissen Lichtern auf der...
Türchen 9: Und ewig grüßt der Weihnachtsmann... Berlin hat sich an vielen Orten verändert, aber dieser riesige Weihnachtsmann aus roten und weißen Lichtern vor der Gedächtniskirche kommt einem ja doch ziemlich bekannt vor. Tatsächlich stammt das Bild aber schon von 2004. Seit 1978 gibt es die Weihnachtsbeleuchtung am Kurfürstendamm – und seitdem immer wieder Streit ums Geld. In diesem Jahr reicht die Beleuchtung  nur vom KaDeWe in Schöneberg bis zum Lehniner Platz in Charlottenburg. Bis zum Henriettenplatz (Halensee) bleibt es dunkel, weiter westlich hat der Bezirk Tempelhof-Schöneberg ausgeholfen. © picture-alliance / SCHROEWIG/jmk | SCHROEWIG/jmk
Klaus Schütz mit Familie Weihnachten 1967
Türchen 8: Mit Kerzen gegen den Kalten Krieg: Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Schütz und seine Familie entzünden an Heiligabend 1967 Kerzen an einem Fenster ihrer Wohnung: „Zum Zeichen der Verbundenheit mit den Menschen in Ost-Berlin und in der Sowjetzone“, so die Bildunterschrift. Dazu aufgerufen hatte das „Kuratorium Unteilbares Deutschland“, um „damit aller Welt zu bekunden, dass der Wille zur Wiedervereinigung ungebrochen in uns lebt.“ Die ersten Kerzen waren schon 1952 auf Anregung von Ernst Reuter in die Berliner Fenster gestellt worden, für die noch nicht zurückgekehrten Kriegsgefangenen.© picture-alliance/ dpa | Konrad Giehr
Knusperhäuschen für Hunde
Türchen 7: Ein Hundehaus vom Nikolaus. Ganz überzeugt scheinen die beiden Hundepersonen nicht zu sein vom Konzept der „Hunde-Knusperhütte“. Weder das per Hand angebotene Trockenfutter noch die aufs Dach des Häuschens geklebten „Fleischbrocken“ scheinen sie besonders zu faszinieren. Trotzdem gingen die vierbeinigen Besucher des traditionellen Weihnachtsmarktes im Jagdschloss Grunewald im Jahr 2013 in die Geschichte ein. Als Gäste der angeblich „ersten Hunde-Knusperhütte Deutschlands“. Die knusprige Werbe-Idee hatte, natürlich, ein Tierfutterhersteller. Das Jagdschloss Grunewald, erbaut 1542, ist das älteste noch erhaltene Schloss in Berlin. Der Weihnachtsmarkt findet aktuell an diesem Wochenende zum 18. Mal statt.© picture alliance / dpa | Stephanie Pilick
Wende DDR 1989 - Nikolaus am Grenzübergang Berlin-Rudow
Türchen 6, 1989: So hatte man DDR-Grenzsoldaten wohl selten lächeln sehen. Am Nikolaustag 1989 überreicht am Kontrollpunkt Rudow ein Nikolaus aus West-Berlin einem Grenzbeamten eine Tüte mit Süßigkeiten. Die Begegnung knapp einen Monat nach dem Mauerfall am 9. November 1989 fiel in die vielleicht ausgelassenste Vorweihnachtszeit, die Berlin je erlebt hat. Noch immer hielt der Strom der Neugierigen an, die „den Westen“ mit eigenen Augen sehen und vielleicht auch Geschenke kaufen wollten. Umgekehrt durften die West-Berliner ab Heiligabend erstmals seit 1961 ohne Visum nach Ost-Berlin und in die DDR einreisen. Offiziell wurden die Grenzkontrollen erst zum 1. Juli 1990 eingestellt. © picture-alliance/ dpa | Wolfgang Kumm
Santa Claus reist mit dem Hubschrauber nach Berlin
Türchen 5: Wer war 1957 der unheimliche Mann mit der Maske? Heute würde man hinter dem Mann mit der Pappmaske mit Bart wahrscheinlich eher einen Bankräuber vermuten oder einen düsteren Clown. 1957 aber begrüßten Berliner Waisenkinder ehrfürchtig den amerikanischen „Santa Claus“, der mit einem Hubschrauber beim 6. US-Infanterie-Regiment in Zehlendorf gelandet waren, um dort die Kinder zu beschenken. Solche Weihnachtsaktionen der amerikanischem französischen und britischen Alliierten gab es in Zeiten der Teilung in allen westlichen Sektoren der Stadt.© picture alliance / Konrad Giehr | Konrad Giehr
Berlin, 1. Weihnachtsbaum an der Mauer
Türchen 4: Düstere Stimmung an der Mauer. Anfang Dezember 1961 wurden Weihnachtsbäume an der Berliner Mauer aufgestellt, hier am Übergang Heinrich-Heine-Straße, Ecke Sebastianstraße in Kreuzberg. Solche Bäume standen auch an den anderen Übergängen der Mauer, die seit dem 13. August die Stadt trennte. Frohe Stimmung wollte sich nicht einstellen. Aus heutiger Sicht wirken die Bäume eher, als würfen sie düstere Schatten. Ein halbes Jahr später wurde am Übergang Heinrich-Heine-Straße ein Mann beim Versuch erschossen, die DDR zu verlassen. Am zweiten Weihnachtstag 1965 starb ein Fluchthelfer aus West-Berlin durch Schüsse der Grenzsoldaten.© picture alliance / akg-images / Gert Schütz | Gert Schütz
Tauchender Nikolaus füttert Fische
Türchen 3: Nikolaus füttert die Fische 2018 stieg Chefaquarist Martin Hansel im Nikolaus-Kostüm ins Atlantikbecken des „Sea life Berlin“ in Mitte und fütterte die Fische. Allerdings nicht mit Lebkuchen, sondern artgerecht mit Tintenfisch. Im Dezember 2022 platzte im benachbarten „Aquadom“ das Riesen-Aquarium, es gab eine große Überschwemmung, viele Fische verendeten. Das „Sea Life“ öffnete dann zwar wieder. Nun schließt es nach insgesamt 20 Jahren endgültig. Es kamen nach der Havarie zu wenige Besucher. © picture alliance/dpa | Jens Kalaene
DDR - Berliner Weihnachtsmarkt
Türchen 2: Im Autoscooter am Alex, 1982 „Ich weiß noch, wie wir Wessis mal zu unserer Ost-Verwandtschaft auf den Weihnachtsmarkt gegangen sind. Der fand damals auf dem Parkplatz neben dem damaligen Palast der Republik statt. Die Pommes wurden nach Gramm verkauft. Wir wussten das nicht, und meine Mutter war am Ende überrascht vom Preis. Es war mehr als gedacht. Ich wurde beinahe vom Autoscooter geschmissen, weil man im Osten offenbar gesittet im Kreis fuhr, während ich mit bester Absicht westlich-konfrontativ fuhr“, erinnert sich unser Kollege Dirk Krampitz, der in Tempelhof aufgewachsen ist. © picture-alliance/ ZB | ddrbildarchiv.de
Nikolaus auf Drahtseil
Türchen 1: Warum der Nikolaus 2009 über Spandau flog Auch zu Weihnachten ist Berlin natürlich noch ein bisschen verrückter als anderswo. So staunten die Spandauer nicht schlecht, als zu Beginn der Adventszeit 2009 der Nikolaus Rathaus Spandau auf seinem Rentierschlitten vom Himmel einschwebte. Die Erklärung: Ein als Nikolaus verkleideter Artist fuhr mit als Rentierschlitten umdekorierten Fahrrad über ein Drahtseil zu Weihnachts-Jahrmarkt am Rathaus. Der Artist trat dann täglich auf.© picture alliance / dpa | Klaus-Dietmar Gabbert

Merry Markthalle 2025: Wetterfester Indoor-Weihnachtsmarkt

Normalerweise ist die beliebte Markthalle Neun im historischen Gebäude in Kreuzberg sonntags geschlossen. Aber zu besonderen Anlässen öffnen sich die großen Portale, und so heißt es an drei Adventssonntagen: Oh du Leckere. Geboten werden neben handwerklich gefertigten Geschenken ebenso hergestellte Köstlichkeiten an mehr als drei Dutzend Ständen.

Montag bis Samstag

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Neben afrikanischen Gewürzen, traditionell hergestelltem Marzipan und Eierlikör fächert sich das kulinarische Angebot breit nach den beliebten festen Ständen von Fondue und Raclette über im Smoker schmelzzart gegartes Fleisch bis zu köstlichen Fischspezialitäten. Ein weiterer Vorteil das Hallen-Weihnachtsmarktes: Auch bei schlechtem Wetter bleiben Besucher trocken, und kalt ist es auch nicht.

Sonntagsmarkt: Termin, Öffnungszeiten, Adresse – alle Infos

  • Termin: 7. Dezember, 14. Dezember & 21. Dezember
  • Öffnungszeiten: 11 bis 18 Uhr
  • Eintritt: frei
  • Adresse: Eisenbahnstraße 42/42, 10997 Berlin-Kreuzberg
  • Anfahrt: U1 Görlitzer Bahnhof
  • Mehr Infos: www.markthalleneun.de