Endlich ist es so weit: Am Tiergartentunnel werden am Dienstag die Verkehrszeichen montiert, auf die man lange gewartet hat. Anschließend gibt es eine Kontrollfahrt. „Wenn alles in Ordnung ist, wird das Tunnelmanagement heute oder morgen den Tunnel für den Autoverkehr freigeben“, teilte die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) Berlin am Dienstagmorgen beim Kurznachrichtendienst X mit. Bedeutet aber auch: Für Lkw und Busse gilt weiterhin ein Durchfahrverbot. Am Nachmittag dann die zusätzliche frohe Botschaft: Der Tunnel ist in Richtung Kreuzberg wieder frei befahrbar, für Pkw und Kleinlaster.
Gute Nachrichten vom #Tiergartentunnel:
— Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ Berlin) (@VIZ_Berlin) December 3, 2024
Die seit Anfang November geltende #Sperrung in Fahrtrichtung Kreuzberg wurde für PKW und Kleinlaster nun aufgehoben!
LKW über 3,5t Gesamtgewicht dürfen ihn jedoch weiter in dieser Richtung nicht befahren.https://t.co/k9yyDGdcIl
Die Blechschilder sind nach der Tunnelsperrung notwendig, weil die elektronischen Anzeigen das Lkw-Durchfahrverbot nicht anzeigen können. Eigentlich sollten die Verkehrszeichen auch schon kurz nach der Sperrung stehen. Doch es haperte laut der Senatsverwaltung für Verkehr an der Materialbeschaffung.
Tiergartentunnel in Berlin-Mitte: Probleme bei mehreren Lüftern
Bei einer Routinekontrolle Anfang November hatten Prüfer in der Tunnelröhre mit der Fahrtrichtung Süden ein größeres Problem festgestellt. Bei mehreren Lüftern wurden überhöhte Schwingungswerte und Materialschäden in den Lüfterrädern festgestellt. Einige Lüfter mussten deshalb demontiert werden. Damit war die Betriebssicherheit in Fahrtrichtung Süd nicht mehr gegeben. Denn mit den noch verfügbaren Lüftern ließ sich das Brandlüftungskonzept nicht mehr umsetzen, der verfügbare Schub reichte nicht aus.
Es wurde deshalb erforderlich, die Brandlast im Tunnel durch Ausschluss des Lkw-Verkehrs zu reduzieren. Zeitgleich sollen Maßnahmen für die Wiederinbetriebsetzung der Tunnellüftung eingeleitet werden. Dazu gehört die Instandsetzung der 20 Jahre alten Geräte und der Austausch vorhandener Geräte in anderen Brandabschnitten oder der Austausch von Komponenten in anderen bereits demontierten Geräten. Mittelfristig werde die gesamte Lüftungsanlage zu erneuern sein, so die Senatsverkehrsverwaltung.


