Wegen einer in die Jahre gekommenen Belüftung ist der Berliner Tiergartentunnel in südlicher Fahrtrichtung gerade gesperrt. Während der Tunnel wieder für den Autoverkehr freigegeben werden soll, müssen Lkw und Busse länger draußen bleiben. Der Grund, warum der Tunnel derzeit komplett gesperrt ist, ist simpel. Die elektronischen Anzeigen an der Einfahrt des Tiergartentunnels kann das Durchfahrtsverbot für Lkw nicht anzeigen. Es müssen also Blechschilder aufgestellt werden – und die gibt es derzeit noch nicht. Daher müssen alle Fahrzeuge draußen bleiben.

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„Die Montage der umfangreichen Blechbeschilderung wird voraussichtlich in der 49. Kalenderwoche erfolgen. Denn leider sind die erforderlichen Abstimmungen und die Materialbeschaffung sehr umfangreich“, erklärte die Senatsverwaltung für Verkehr dem Tagesspiegel. Das bedeutet: Erst Anfang Dezember werden die Schilder stehen. Eigentlich sollten sie aber schon eine Woche nach der Sperrung am 8. November aufgestellt sein.

Tiergartentunnel in Mitte: Mängel bei Kontrolle entdeckt

Bei einer Routinekontrolle hatten die Prüfer in der Tunnelröhre mit der Fahrtrichtung Süden ein größeres Problem festgestellt. Bei mehreren Lüftern seien überhöhte Schwingungswerte und Materialschäden in den Lüfterrädern festgestellt worden. Einige Lüfter mussten deshalb demontiert werden. Damit ist die Betriebssicherheit in Fahrtrichtung Süd nicht mehr gegeben, heißt es. Denn mit den noch verfügbaren Lüftern ließe sich das Brandlüftungskonzept nicht mehr umsetzen; der verfügbare Schub reiche nicht aus.

Es sei deshalb erforderlich, die Brandlast im Tunnel durch Ausschluss des Lkw-Verkehrs zu reduzieren. Zeitgleich sollen Maßnahmen für die Wiederinbetriebsetzung der Tunnellüftung eingeleitet werden. Dazu gehört die Instandsetzung der 20 Jahre alten Geräte und der Austausch vorhandener Geräte in anderen Brandabschnitten oder der Austausch von Komponenten in anderen bereits demontierten Geräten. Mittelfristig wird die gesamte Lüftungsanlage zu erneuern sein, so die Senatsverkehrsverwaltung.