Am Montagvormittag ist es in der Georg-Zacharias-Grundschule im Pankower Ortsteil Weißensee zum Einsatz von Reizgas gekommen. Die Feuerwehr, bei der der Notruf um 10:04 Uhr einging, sprach von einem „Massenanfall an Verletzten“ mit Augen- und Atemwegsreizungen und war mit einem Großaufgebot von über 30 Einsatzkräften und unter anderem sieben Rettungswägen vor Ort, ebenso die Polizei.

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44 Schulkinder sind verletzt worden, eines davon schwer, wie der Sprecher der Feuerwehr vor Ort der Morgenpost mitteilte. Gegen Mittag sind 22 der Kinder zur Untersuchung in umliegende Krankenhäuser gefahren und die anderen 22 nach ambulanter Versorgung in die Obhut der Eltern übergeben worden.

Informationen der Morgenpost zufolge ist das Reizgas in der Mädchentoilette der Schule versprüht worden. Durch das Öffnen der Tür des Raums soll es nach außen gelangt sein. Zu dieser Zeit sollen laut Feuerwehr die Schulpause gerade zu Ende gegangen und Kinder zurück ins Schulgebäude gekommen sein. Weitere Informationen zum Hintergrund gab es zunächst nicht. Eine Polizeisprecherin erklärte, dass ein Strafermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet wird.

Es ist nicht das erste Mal, dass es zu solch einem Vorfall kommt. „Wir wünschen den verletzten Kindern alles Gute und hoffen, dass sie keine bleibenden Schäden mitnehmen“, sagt Benjamin Jendro, Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei GdP. „Reizgas mag von vielen als Schutz vor Übergriffen gesehen werden“ Es sei aber eine hochgefährliche Substanz, die nicht in Kinderhände gehöre und auch nichts an Grundschulen zu suchen habe. „Es ist nicht der erste Fall dieser Art und deshalb sollten wir langsam aber sicher ernsthaft darüber sprechen, wie Minderjährige immer wieder an diese Waffen geraten“, so Jendro weiter.

Die Georg-Zacharias-Grundschule ist eine sportbetonte Grundschule in Weißensee. 430 Schülerinnen und Schüler lernen hier in insgesamt 19 Klassen miteinander. Christina Henke (CDU) Staatssekretärin für Bildung, kündigte an, mit der Schule zu sprechen und weitere Unterstützung anzubieten.

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