• Das Spiel Alba gegen Maccabi Tel Aviv steht unter besonderem Schutz
  • Die Polizei ist mit einem Großaufgebot von rund 1500 Kräften im Einsatz
  • Rund um die Uber-Arena und das Mannschaftshotel gibt es Absperrungen
  • Zudem gilt ein Messerverbot

Das Euroleague-Basketballspiel Alba Berlin gegen die israelische Mannschaft Maccabi Tel Aviv heute Abend (28. November 2024) wird von der Polizei mit umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen gegen antiisraelische und antisemitische Aggressionen geschützt.

Polizisten errichten am Donnerstag Sicherheitsbarrieren vor der Uber-Arena.
Polizisten errichten am Donnerstag Sicherheitsbarrieren vor der Uber-Arena.© AFP | John Macdougall

Weiträumige Absperrungen in Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte

Am Donnerstagabend beginnt ab 19.00 Uhr der Einlass in die Arena und um 20.00 Uhr soll Anpfiff sein. Die Polizei schützt das Spiel mit einem Großaufgebot. Rund 1500 Kräfte sind im Einsatz, teilte die Polizei bei X mit. Bereits seit Mittwochnachmittag 16 Uhr und bis bis Freitagvormittag gilt eine Allgemeinverfügung in Friedrichshain-Kreuzberg. Es gibt weiträumige Absperrungen rund um das Hotel der israelischen Mannschaft in Mitte und zeitweise auch an der Uber Arena nahe dem Ostbahnhof.

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Besonders betroffen sind die Bereiche rund um das Hotel Courtyard by Marriott Berlin-Mitte an der Axel-Springer-Straße. Dort gilt die Verfügung von Mittwoch bis Freitag.

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Rund um die Uber Arena gelten die Sicherheitsvorkehrungen seit Donnerstag ab 9 Uhr bis Mitternacht. Der Sicherheitsbereich wird begrenzt durch die Helen-Ernst-Straße über den Mühlendamm bis hin zur Spree. Auch die Schiffsanlegestelle East-Side-Gallery ist davon betroffen.

Straßen und Gehwege werden gesperrt, Autos und andere Fahrzeuge dürfen nicht abgestellt werden. Auch Müllbehälter dürfen nicht stehen bleiben. Anwohner müssen ihre Ausweise beziehungsweise ihre Betriebsausweise vorzeigen. Demonstrationen sind in den Bereichen nicht erlaubt. Die Polizei empfiehlt, die Bereiche um die Axel-Springer-Straße und die Uber Arena weiträumig zu umfahren. Zudem wurde ein Messerverbot im Bereich der Uber Arena und dem Teamhotel ausgesprochen.

Starke Präsenz: Einsatzfahrzeuge der Polizei vor der Arena.
Starke Präsenz: Einsatzfahrzeuge der Polizei vor der Arena.© AFP | John Macdougall

Gefährderansprachen mit polizeibekannten Personen

Wie ein Polizeisprecher auf Anfrage sagte, wurden bislang noch keine Versammlungen offiziell angemeldet, es habe aber bereits Gefährderansprachen gegeben. Dabei sucht die Polizei im Vorfeld von Demonstrationen gezielt Gespräche mit in diesem Zusammenhang stehenden polizeibekannten Personen.

„Wir werden in der Öffentlichkeit starke Präsenz zeigen“, sagte ein Polizeisprecher. „An den Einlasskontrollen wird die Polizei nicht beteiligt sein, Einsatzkräfte werden sich während des Spiels aber auch in der Arena aufhalten.“ Man begleite Ordner und die engagierte Sicherheitsfirma in jeder Einsatzphase.

Polizei bekommt Unterstützung aus anderen Bundesländern

„Die Polizei hat sich gemeinsam mit Alba und den Verantwortlichen der Uber Arena vorbereitet und ein Sicherheitskonzept entwickelt“, sagte ein Polizeisprecher der Berliner Morgenpost. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sprach von einem „großen Aufgebot“. 

Wie die Berliner Morgenpost erfahren hat, wurden die bereits angeforderten Alarmhundertschaften aber wieder „abbestellt“. Alarmhundertschaften sind zusätzliche Kräfte von den Polizeiabschnitten, die die regulären Hundertschaften unterstützen. Dafür wird die Berliner Polizei von Kräften aus dem übrigen Bundesgebiet unterstützt.

Sicher ist noch nicht, ob die Mannschaft aus Israel nach dem Spiel am Donnerstagabend noch eine weitere Nacht in Berlin bleiben wird oder am späten Donnerstagabend zurück nach Tel Aviv fliegt.

Vorfälle in Amsterdam und Berlin

In den vergangenen Wochen kam es bei Sportveranstaltungen mit israelischen und auch deutsch-jüdischen Mannschaften zu Pöbeleien und Gewaltausbrüchen. In Amsterdam wurden israelische Fußballfans angegriffen. In Berlin-Neukölln wurden Spieler einer deutsch-jüdischen Fußball-Jugendmannschaft antisemitisch beschimpft. Die antisemitischen Auseinandersetzungen in Amsterdam wurden laut Berliner Polizei ausgewertet und sind auch Teil des Sicherheitskonzepts.

(mit dpa)