Wenn sich Badegäste partout nicht benehmen können, dann kann man mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass es sich um Männer handelt. 98,5 Prozent aller Personen, die in dieser Saison von den Berliner Bäderbetriebe schriftliche Hausverbote erteilt bekommen haben, sind männlich. Betroffen waren insgesamt 254 Personen, 55 Prozent hatten das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet.

Montag bis Samstag

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Wie die Bäderbetriebe am Dienstag mitteilten, wurden 2024 gut 55 Prozent mehr Hausverbote erteilt als im Vorjahr. 2023 waren es 163 gewesen. Der Anstieg sei aber unter anderem auf die Ausweiskontrollen und konsequentere Ahndung von Verstößen gegen die Haus- und Badeordnung zurückzuführen. „Unser Gesamtkonzept aus Service-, Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen hat sich bewährt“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Berliner Bäderbetriebe, Johannes Kleinsorg. 

Die Sommersaison war den Angaben zufolge eine der besucherstärksten und zugleich friedlichsten der vergangenen Jahre: Zwischen Ende April und Mitte September zählten die Sommerbäder und das Strandbad Wannsee rund 1,9 Millionen Besuche (Stand 15. September). Das waren rund 15 Prozent mehr als im Sommer 2023 mit 1,65 Millionen Gästen. Sicherheitsrelevante Vorfälle blieben demnach die Ausnahme, lediglich ein Mal musste der Badebetrieb wegen einer gewalttätigen Auseinandersetzung vorzeitig beendet werden. Nach wiederholter Gewalt war die vergangene Saison geprägt von einer Diskussion um die Sicherheit in Freibädern. BM/dpa