In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Polizeieinsatz wegen Fußball-Fans am Hauptbahnhof gekommen. Das bestätigte eine Sprecherin der Bundespolizei auf Nachfrage der Berliner Morgenpost. Gegen 22.35 Uhr wurde die Bundespolizei darüber informiert, dass die Fans in einem Zug, der aus Erfurt kam, randaliert haben sollen. Zuvor hatte Hertha BSC um 15 Uhr gegen Rot-Weiß Erfurt ein Testspiel absolviert. Das Spiel endete mit einem 4:0-Sieg für die Hertha. Nachdem die Bundespolizei die Information über die Fans erhalten hatte, seien Einsatzkräfte am Südkreuz in den Zug zugestiegen und mit den Fans zum Hauptbahnhof gefahren, so die Sprecherin der Bundespolizei weiter.

61 Personen vorläufig festgesetzt

Angekommen am Hauptbahnhof haben die Einsatzkräfte 61 Personen, teils polizeibekannt, vorläufig festgesetzt und ihre Personalien aufgenommen. Dabei standen zunächst Delikte wie Sachbeschädigungen, Diebstahl, Beleidigungen und Bedrohungen im Raum. Bei der Durchsuchung der Personen fanden die Bundespolizisten mehrere Zahnschutze, Sturmhauben und schwarze Filzstifte. Beim Blick in das Zugabteil konnten die Beamten jedoch keine Sachbeschädigungen feststellen. Allerdings wurden aus einem geschlossenen Behälter 20 Wasserflaschen entwendet. Zudem wurde laut Sprecherin der Bundespolizei eine Zugbegleiterin beleidigt und ihr Gewalt angedroht. Die Bundespolizei leitete nun Strafverfahren gegen Unbekannt ein. Die weiteren Ermittlungen sollen dann zeigen, wem der 61 Personen welche Delikte zugeordnet werden können.