- Im Frühling verwandeln sich viele Straßen Berlins in ein Kirschblütenmeer
- Ein Geheimtipp hat dabei eine lange Tradition, die bis in die Nachkriegszeit reicht
- Was diesen Ort so besonders macht und welche Tradition dahintersteckt
Der Frühling hat die Hauptstadt erreicht und überall in Berlin blüht es. Besonders ins Auge stechen dabei vielerorts die rosa blühenden Kirschbäume. Ein Ort ist ein echter Geheimtipp: In der Onkel-Bräsig-Straße im Neuköllner Ortsteil Britz sorgen die Bäume jeden Frühling für ein farbenfrohes Naturschauspiel.

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Einst flanierten jährlich tausende Berliner durch die Straße und die Nachbarschaft, in der seit fast 70 Jahren auch das Britzer Baumblütenfest gefeiert wird – laut Veranstalter war es Ersatz für das Baumblütenfest in Werder, das die Westberliner nach dem Mauerbau nicht mehr besuchen konnten.
Kirschblüte in Berlin: Bäume waren zum Teil Geschenke
Berlin hat zahlreiche japanische Zier-Kirschbäume, zum Teil kamen sie als Geschenke Japans nach dem Mauerfall. Eine Kirschblütenallee gibt es zum Beispiel auf dem früheren Todesstreifen nahe der S-Bahnstation Bornholmer Straße. Und auch in den Gärten der Welt stehen japanische Kirschbäume.
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In Japan wird die Kirschblüte im ganzen Land gefeiert. „Hanami“ heißt die Tradition, was übersetzt so viel heißt wie „Blüten betrachten“. Nach Angaben der Botschaft des Landes ist die Blüte von März bis Mai Gesprächsthema Nummer eins. Während sich die weiß-rosa Blüten dort nach und nach in jedem Ort für jeweils wenige Tage öffneten, zögen die Menschen mit Familie, Freunden oder Kollegen in die Parks. Die Vergänglichkeit der Kirschblüte sei der Inbegriff japanischer Ästhetik, hieß es.
dpa





