• Am „Tag der Arbeit“ gibt es in Berlin auch dieses Jahr die sogenannte „Revolutionäre 1. Mai-Demo“
  • 2025 verläuft die Mai-Demo auch durch Kreuzberg und Neukölln
  • Alles, was Sie wissen sollten: Route, Zeitplan & Co.

Am 1. Mai in Berlin kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und der Berliner Polizei. Während Straßenfeste wie das Myfest und Partys am „Tag der Arbeit“ meist friedlich verlaufen, sorgt vor allem die „Revolutionäre 1. Mai-Demo“ regelmäßig für Krawalle und Randale.

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Auch am Donnerstag, 1. Mai 2025, werden linke und linksextreme Gruppen ab etwa 18 Uhr erneut durch Kreuzberg und Neukölln ziehen. Hier finden Sie alle wichtigen Infos zur „Revolutionären 1. Mai-Demo“ 2025: Route, Ablauf und Zeitplan des Protests in Berlin.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der „Revolutionären 1. Mai-Demo“ in Berlin (Archivbild).
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der „Revolutionären 1. Mai-Demo“ in Berlin (Archivbild).© picture alliance / Simon Becker / Le Pictorium/MAXPPP | Unbekannt
Veranstaltung„Revolutionäre 1. Mai“-Demo
OrtKreuzberg und Neukölln
DatumDonnerstag, 1. Mai 2025, Start: 18 Uhr
StatusTermin von Veranstalter-Bündnis bestätigt
Teilnehmer (2024)11.000 laut Polizei, 20.000 laut Veranstalter

„Revolutionäre 1. Mai"-Demo 2025:  Route startet am Kreuzberger Südstern

Am 1. Mai 2025 wollen linke und linksextreme Gruppen ihre Demo erneut am Südstern in Kreuzberg starten. Die Demo soll dort auch wieder enden und zuvor am Hermannplatz und an der Sonnenallee vorbeiziehen.

Auch in diesem Jahr soll wieder besonders der Nahostkonflikt zwischen Israel und den Palästinensern thematisiert werden. Aber auch die Situation der Kurden und die Verhaftung der früheren RAF-Terroristin Daniela Klette in Berlin sollen Schwerpunkte der meist sehr aggressiven Demonstration am Abend des 1. Mai sein. 

Inzwischen haben die Veranstalter auch einen Aufruf zur Demo-Teilnahme veröffentlicht. Das Plakat zeigt eine Häuserschlucht und mehrere Schriftzüge. Neben dem Aufruf „Es lebe der revolutionäre Mai“ ist außerdem zu lesen:

  • „Krieg, Faschismus, Ausbeutung? Gegenmacht von unten“
  • „Freiheit für alle politischen Gefangenen“
  • „Free Gaza“

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„Revolutionäre 1. Mai“-Demo: Route kann Eskalationen begünstigen

Polizisten setzen einen Teilnehmer der „Revolutionären 1. Mai“-Demo in Berlin  fest.
Polizisten setzen einen Teilnehmer der „Revolutionären 1. Mai“-Demo in Berlin fest.© picture alliance / Ralf Hirschberger | Unbekannt

Die Route der „Revolutionäre 1. Mai“-Demo gehört traditionell zu den heiklen Fragen am Mai-Feiertag in Berlin. Denn der Verlauf der Strecke birgt immer wieder Eskalationspotential. Im vergangenen Jahr verlief die Demo weitgehend friedlich. Nur vereinzelt kam es zu Festnahmen oder Gewaltvorfällen – wohl auch, weil stadtweit insgesamt 7100 Polizisten im Einsatz waren. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) zog im Anschluss ein positives Fazit.

In anderen Jahren war die 18-Uhr-Demo an linksextremen Objekten vorbeigezogen, beispielsweise an den teilbesetzten Häusern an der Rigaer Straße in Friedrichshain oder Szene-Kneipen in Kreuzberg. Diese Pläne sorgten bei den Behörden immer wieder für Sicherheitsbedenken, zum Teil wurde die Route kurzfristig geändert. In manchen Jahren war die Demo von den Veranstaltern im Vorfeld gar nicht erst bei der Polizei angemeldet worden.

1. Mai-Demo in Berlin: Krawall und Randale – Gewalt zuletzt zurückgegangen

Der Schwarze Block zündet bei der „Revolutionären 1. Mai“-Demo Feuerwerkskörper.
Der Schwarze Block zündet bei der „Revolutionären 1. Mai“-Demo Feuerwerkskörper.© picture alliance / Simon Becker / Le Pictorium/MAXPPP | Unbekannt

Straßenschlachten, brennende Barrikaden und Autos, Plündereien – am 1. Mai 1987 gingen Bilder der „Kampfzone Kreuzberg“ um die Welt. Seitdem ist die Demo am Abend des Mai-Feiertags immer wieder eskaliert. In den vergangenen Jahren hat die Gewalt allerdings deutlich abgenommen. Die Polizei sprach im vergangenen Jahr sogar vom „friedlichsten 1. Mai seit Jahrzehnten“. Dennoch:  74 Festnahmen wurden 2022 verzeichnet und 30 verletzte Polizisten. Eine Übersicht der Festnahmen und verletzten Polizisten in den vergangenen zehn Jahren finden Sie hier:

JahrFestnahmenVerletzte Polizisten
1. Mai 20139454
1. Mai 20146861
1. Mai 20155341
1. Mai 20164259
1. Mai 20177232
1. Mai 201810320
1. Mai 20194439
1. Mai 202020918
1. Mai 202135493
1. Mai 20227430
1. Mai 2023588
1. Mai 2024345

1. Mai 1987 in Berlin-Kreuzberg: Bilder der Randale-Nacht

In der Nacht vom 1. auf den 2. Mai 1987 kam es in Berlin-Kreuzberg zu schweren Krawallen und Plünderungen. Dabei brannte auch ein Bagger.
In der Nacht vom 1. auf den 2. Mai 1987 kam es in Berlin-Kreuzberg zu schweren Krawallen und Plünderungen. Dabei brannte auch ein Bagger.© picture alliance/dpa/Roland Holschneider | Unbekannt
Auf vielen Kreuzberger Straßen wurden Barrikaden errichtet und angezündet.
Auf vielen Kreuzberger Straßen wurden Barrikaden errichtet und angezündet.© picture alliance / dpa | Roland Holschneider | Unbekannt
900 junge Randalierer lieferten sich zwölf Stunden lang Straßenschlachten mit der Polizei.
900 junge Randalierer lieferten sich zwölf Stunden lang Straßenschlachten mit der Polizei. © imago | Peter Homann
Die Gewalteskalation ereignete sich vor allem  im östlichen Teil Kreuzbergs, im damals sogenannten SO36, dem Postzustellbezirk Südost 36.
Die Gewalteskalation ereignete sich vor allem im östlichen Teil Kreuzbergs, im damals sogenannten SO36, dem Postzustellbezirk Südost 36.© imago | Peter Homann
Auch Autos wurden in der Nacht abgezündet und komplett zerstört.
Auch Autos wurden in der Nacht abgezündet und komplett zerstört.© picture alliance / dpa | Roland Holschneider | Unbekannt
Bilder der chaotischen Nacht vermitteln einen Eindruck der Auschreitungen zum „Tag der Arbeit".
Bilder der chaotischen Nacht vermitteln einen Eindruck der Auschreitungen zum „Tag der Arbeit".© imago | Peter Homann
56 Randalierer wurden festgenommen. 245 Polizisten wurden verletzt.
56 Randalierer wurden festgenommen. 245 Polizisten wurden verletzt.© imago | Peter Homann
Der Bolle-Supermarkt am Görlitzer Bahnhof in Kreuzberg brannte aus.
Der Bolle-Supermarkt am Görlitzer Bahnhof in Kreuzberg brannte aus. © picture alliance / akg-images | Henning Langenheim / akg-images
Der abgebrannte und geplünderte Bolle-Supermarkt nahe des Görlitzer Bahnhofs nach den schweren Krawallen am 1. Mai 1987 in Berlin-Kreuzberg.
Der abgebrannte und geplünderte Bolle-Supermarkt nahe des Görlitzer Bahnhofs nach den schweren Krawallen am 1. Mai 1987 in Berlin-Kreuzberg.© imago | Peter Homann
In der Nacht war es in dem Supermarkt zuvor zu Plünderungen gekommen.
In der Nacht war es in dem Supermarkt zuvor zu Plünderungen gekommen. © picture alliance/dpa/Roland Holschneider | Unbekannt
Ein ausgebranntes Auto an der Skalitzer Straße, im Hintergrund die gepünderte und ausgebrannte Filiale der Supermarktkette Bolle.
Ein ausgebranntes Auto an der Skalitzer Straße, im Hintergrund die gepünderte und ausgebrannte Filiale der Supermarktkette Bolle. © picture alliance/akg-images/Henning Langenheim | Unbekannt
Der Tag danach: Schaulustige vor ausgebrannten Autos an der Skalitzer Straße in Kreuzberg.
Der Tag danach: Schaulustige vor ausgebrannten Autos an der Skalitzer Straße in Kreuzberg. © picture alliance/akg-images/Henning Langenheim | Unbekannt
Spuren der Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei auf der Skalitzer Straße in Kreuzberg.
Spuren der Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei auf der Skalitzer Straße in Kreuzberg.© picture alliance/akg-images/Henning Langenheim | Unbekannt
Ein Autowrack und im Hintergrund der ausgebrannte Bolle-Supermarkt an der Skalitzer Ecke Manteuffelstraße.
Ein Autowrack und im Hintergrund der ausgebrannte Bolle-Supermarkt an der Skalitzer Ecke Manteuffelstraße. © picture alliance/akg-images/Henning Langenheim | Unbekannt
Schaulustige beobachten die Aufräumarbeiten nach der Randale-Nacht an der Oranienstraße Ecke Heinrichplatz.
Schaulustige beobachten die Aufräumarbeiten nach der Randale-Nacht an der Oranienstraße Ecke Heinrichplatz. © picture alliance/akg-images/Henning Langenheim | Unbekannt
Ein demoliertes Schaufenster an der Oranienstraße in Kreuzberg.
Ein demoliertes Schaufenster an der Oranienstraße in Kreuzberg. © picture alliance/akg-images/Henning Langenheim | Unbekannt
Die Berliner Polizei zog sich am 1. Mai 1987 für mehrere Stunden vollständig aus SO 36, dem östlichen Teil Kreuzbergs, zurück.
Die Berliner Polizei zog sich am 1. Mai 1987 für mehrere Stunden vollständig aus SO 36, dem östlichen Teil Kreuzbergs, zurück.© picture alliance / Rolf Kremming | Unbekannt
Im Steinhagel zogen sich die Polizisten zurück.
Im Steinhagel zogen sich die Polizisten zurück.© imago | Peter Homann
Es dauerte viele Stunden , bis die Polizei die Situation unter Kontrolle hatte.
Es dauerte viele Stunden , bis die Polizei die Situation unter Kontrolle hatte. © imago | Peter Homann
Aufräumarbeiten an einem geplünderten und zum Teil ausgebrannten Geschäft.
Aufräumarbeiten an einem geplünderten und zum Teil ausgebrannten Geschäft. © picture alliance/dpa/Roland Holschneider | Unbekannt
Ein ausgebranntes Auto in Kreuzberg.
Ein ausgebranntes Auto in Kreuzberg.© picture alliance/dpa/Roland Holschneider | Unbekannt
Ein weiterer ausgebrannter nach den schweren Krawallen und Plünderungen am 1. Mai 1987.
Ein weiterer ausgebrannter nach den schweren Krawallen und Plünderungen am 1. Mai 1987.© picture alliance/dpa/Roland Holschneider | Unbekannt

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