• Viele Länder und Kommunen fördern ein Balkonkraftwerk mit einem kräftigen Zuschuss
  • Die Förderung für ein Balkonkraftwerk ist nicht bundesweit einheitlich geregelt – es gibt teils große Unterschiede?
  • Wie viel Geld gibt es für ein Balkonkraftwerk in Berlin? Wir haben uns das Förderprogramm genau angeschaut

Die Mehrheit der Menschen in der Mieterstadt Berlin war bislang stiller Zuschauer bei der Energiewende. Während die Eigentümer von Miets- oder Einfamilienhäusern schon lange auf Sonnenenergie setzen und dafür auch staatliche Subventionen erhalten können, gab es für Mieter keine Möglichkeit, selbst erneuerbaren Strom zu produzieren. Das hat der Senat 2023 geändert. Ein Förderprogramm für kleine Photovoltaik-Anlagem am heimischen Balkon – sogenannte Balkonkraftwerke – gibt es mittlerweile auch in der Hauptstadt.

Förderung für Balkonkraftwerke: Berlin stellt Millionenbetrag bereit

500 Euro pro Anlage stellte der Senat 2023 als Subvention in Aussicht. Ausgezahlt wird über die landeseigene Investitionsbank Berlin (IBB). Sieben Millionen Euro sind derzeit im Topf, das reicht für 14.000 Anträge. Die neue Subvention ist Teil des Programms Solarplus. Dieses wurde 2023 von 2,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 23,7 Millionen Euro aufgestockt.

Die Firma Krone bietet Solarpaneele aus deutscher Produktion von der Firma Ratiodämm aus Rheinland-Pfalz an. Jedes Modul misst 170 auf 70 Zentimeter, idealerweise würden zwei installiert, erklärte Christian Prillwitz, Leiter Haus- und Gebäudetechnik des Installationsbetriebes aus Marzahn-Hellersdorf mit insgesamt 170 Beschäftigten.

Anzeige

2000 Wp / 2,7kWh

Balkonkraftwerk mit 2000 Watt + Anker-Speicher

Nur so lange der Vorrat reicht: Sorgen Sie im „Black November“ von Kleines Kraftwerk für Ihre Stromerzeugung 2026 vor. Seit 01.11. gelten absolute Tiefpreise!

statt 2.219,00 € 46%

1.199,00 €

Weitere Tests zu diversen Produkten und Trends finden Sie auf der Themenseite der Berliner Morgenpost.

Ein Balkonkraftwerk kann bis zu 600 Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr ernten

Je nach Sonneneinstrahlung und Wetterbedingungen könnte eine solche Anlage zwischen 500 und 600 Kilowattstunden sauberen Strom im Jahr erzeugen. Das ist ein knappes Viertel der 2000 bis 2500 Kilowattstunden, die ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt in Berlin pro Jahr verbraucht. Die zugelassene Höchstleistung beträgt 600 Watt. „Damit kann man seinen Kühlschrank betreiben“, formuliert es für Laien der Geschäftsführer des IBB Business Teams, Dirk Maass, der die Förderungsanträge online entgegennehmen und das Geld auszahlen soll.

Montag bis Samstag

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Die Investition in ein Balkonkraftwerk amortisiere sich in einem Zeitraum zwischen drei und acht Jahren, hieß es. Das hänge an der möglichen Strom-Ernte und an den Kosten. Beim eingesessenen Handwerksbetrieb Krone kostet ein System inklusive des notwendigen Wechselrichters und der Installation 2000 bis 2500 Euro. Im Internet finden sich aber auch Angebote für gute 1000 Euro, wobei es dort oft keine Garantie gebe.

Erste Voraussetzung für eine Balkon-Solaranlage ist Einverständnis des Vermieters

Das erste, was interessierte Mieter auf dem Weg zu einem eigenen Solarkraftwerk tun müssen, ist die Erlaubnis des Vermieters einholen. Denn die schwarzen Paneele werde an die Außenfassade des Balkons gehängt, egal, ob die Halterung dafür in Betonwände oder an Stahlgeländer gehängt werden müssen. Solche Anlagen einfach in die Steckdose zu stecken, wäre zwar grundsätzlich möglich, ist aber in Deutschland auch aus Sicherheitsgründen noch nicht zugelassen. Das Steckersolargerät muss an einen geeigneten Stromkreis angeschlossen werden. Grundsätzlich muss die Solaranlage durch fachkundige Handwerker installiert werden.

Die Solarmodule müssen auch in Berlin fachkundig installiert werden. Pro Anlage zahlt das Land Berlin 500 Euro Förderung.
Die Solarmodule müssen auch in Berlin fachkundig installiert werden. Pro Anlage zahlt das Land Berlin 500 Euro Förderung.© dpa | Marijan Murat

Wer bei der IBB die Förderung beantragen möchte, muss auf der Internet-Seite der IBB Business Team seinen Personalausweis hochladen, um die Adresse zu verifizieren. Das Einverständnis des Vermieters muss bestätigt und dann die Förderung beantragt werden. Der nächste Schritt ist der Kauf des Steckersolargeräts. Krone-Chef Philipp Krone versichert, dass die Installation bei einem einzigen Besuch erfolgen werde, man sammele aber auch noch Erfahrungen, wie man diesen Prozess möglichst effizient abwickeln könne.

Jedes Balkon-Kraftwerk muss beim Stromnetz Berlin registriert werden

Es folgt die digitale Anmeldung im Kundenportal der Stromnetz Berlin GmbH. Ein Zweirichtungs-Stromzähler wird dann kostenfrei durch den Stromnetzbetreiber ausgetauscht. Ohne solche Zähler darf die Anlage nicht betrieben werden. Schließlich muss das Kleinkraftwerk noch im Marktstammregister der Bundesnetzagentur registriert werden. Der Anschluss und die Inbetriebnahme erfolgt dann bei Stromnetz Berlin, das soll ab der Anmeldung nicht länger dauern als eine eine Woche.