Der Berliner Senat hat bei seiner Sitzung in der BVG-Zentrale in Lichtenberg die Einführung des 29-Euro-Tickets für Berlin zum 1. Juli beschlossen. Das bestätigte Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU) am Dienstag. Das Angebot soll sich vor allem an Menschen richten, für die das 49-Euro-Ticket zu teuer ist und die weder ein Job- noch ein Sozialticket nutzen können. Es ist auf den Tarifbereich AB beschränkt.

„Berlin ist damit Vorreiter für bezahlbare Mobilität in Deutschland und Europa“, sagte Wirtschaftssenatorin und BVG-Aufsichtsratschefin Franziska Giffey (SPD). Laut Giffey soll der Vorverkauf für das Ticket ab dem 23. April starten. Es sei auch ein Beitrag auf dem Weg zur Klimaneutralität. Diese peilt Berlin bis 2045 an.

Die Einführung des Tickets war ein harter Kampf innerhalb der schwarz-roten Regierung, weil es sich um ein zentrales Wahlkampfversprechen der SPD handelt. Bei der CDU gab es dazu kritischere Stimmen.

Der Berliner Senat besucht am 16. April 2024 einen Betriebshof der BVG.
Der Berliner Senat besucht am 16. April 2024 einen Betriebshof der BVG.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Verkehrssenatorin Schreiner verkündet weitere Neuigkeit

Der Doppelhaushalt für die Jahre 2024/2025 war im Abgeordnetenhaus im Dezember 2023 beschlossen worden – mit einem Volumen von 39,3 Milliarden Euro für 2024 und von 40,5 Milliarden Euro für 2025. So hohe Ausgaben gab es noch nie. Erklärtes Ziel der schwarz-roten Koalition ist es, die während der Corona-Pandemie stark gestiegenen Ausgaben mittelfristig zu reduzieren.

Verkehrssenatorin Schreiner hatte noch eine Neuigkeit zu verkünden: Auch für die ersten Schritte beim möglichen Ausbau der U-Bahnlinie 8 ins Märkische Viertel hat der Senat den Weg frei gemacht. Die Verlängerung sei den Menschen dort schon seit 40 Jahren versprochen worden, erklärte die CDU-Politikerin. Verkehrsverwaltung und BVG haben nun eine entsprechende Vereinbarung über die Finanzierung der ersten Planungsphasen geschlossen. Dazu gehört etwa die Prüfung, ob die U-Bahn dort tatsächlich das sinnvollste Verkehrsmittel im Vergleich zu anderen ist sowie die Nutzen-Kosten-Prüfung.

jst/dpa