• Ein Streit in einer Flüchtlingsunterkunft in Moabit eskalierte
  • In Neukölln wurde ein 15-Jähriger durch Messerstiche verletzt
  • In Halensee wurde eine Fußgängerin von einem Lkw angefahren
  • Ein Mann zündete in Tiergarten einen Strohballen an
  • Sprayer bedrohten in Friedrichshain einen U-Bahnfahrer
  • In Friedrichshain brannte ein Auto. Die Polizei geht von Brandstiftung aus

Berlin. Polizei und Feuerwehr waren in der vergangenen Nacht in Friedrichshain im Einsatz. Dort brannte ein Auto eines Rüstungskonzerns. Die Flammen griffen auch auf ein weiteres Fahrzeug über. In Halensee wurde am Mittwoch eine Fußgängerin von einem Lkw angefahren. Zwei Sprayer bedrohten in Friedrichshain einen U-Bahnfahrer. Hier finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr aus Berlin und Brandenburg im Newsblog. Die Blaulicht-News vom Vortag lesen Sie hier.

Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg vom 15. Februar 2024: 15-Jähriger durch Messerstiche verletzt

16.40 Uhr: Bei einem Streit am Mittwochabend in Neukölln ist nach Polizeiangaben ein 15-Jähriger verletzt worden. Demnach befand sich ein 15-jähriger Junge gegen 19.20 Uhr auf dem Fußgängerweg der Onkel-Bräsig-Straße. Es soll zu Streitigkeiten mit seinem gleichaltrigen Freund gekommen sein, die in einer Schlägerei zwischen mehreren Personen endete. Mehrere weibliche und männliche Jugendliche sollen diese beobachtet haben. Einer der Jugendlichen erlitt Verletzungen und wurde ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Dabei wurden oberflächliche Stichwunden an mehreren Stellen seines Körpers festgestellt. Wer ihm diese Verletzungen zugefügt haben könnte, ist Bestandteil der Ermittlungen eines Fachkommissariates.

Schwarzfahrer greifen in Friedrichshain Kontrolleure und Polizisten an

13.12 Uhr: Zwei mutmaßliche Schwarzfahrer sollen in Friedrichshain bei einer Ticketkontrolle mehrere Kontrolleure und Polizisten angegriffen haben. Drei Zivilbeamte wurden bei der Attacke am Mittwochabend am Frankfurter Tor verletzt, einer von ihnen musste vom Dienst abtreten, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Zwei Kontrolleure wurden demnach ebenfalls verletzt. Einer der Männer, ein 36-Jähriger, kam zur ambulanten Behandlung in eine Klinik, der andere, ein 25-Jähriger, klagte über Schmerzen, wurde aber nicht behandelt.

Laut Polizei wurden die Verdächtigen, eine 38-Jährige und ein 39-Jähriger, in einer Tram der Linie M10 kontrolliert. Da sie den Angaben zufolge keinen Fahrschein vorweisen konnten, forderten die vier Kontrolleure sie auf, die Straßenbahn zu verlassen. Bei der Kontrolle der Ausweise kam es dann zu einer körperlichen Auseinandersetzung, wie es hieß.

Zivilpolizisten hätten das Handgemenge zufällig gesehen und seien hinzugeeilt. Der Mann und die Frau gingen die Beamten ebenfalls an, wie es weiter hieß. Bei der Festnahme widersetzten sich beide laut Polizei massiv und schlugen einem der Beamten wiederholt gegen den Kopf. Der Polizist setzte ein Reizstoffsprühgerät gegen den 39-Jährigen ein.

Nach dem Eintreffen von Unterstützung wurden die Verdächtigen festgenommen. Da aufgrund ihres aggressiven Verhaltens nicht ausgeschlossen werden könne, dass sie möglicherweise unter Einfluss von verbotenen Substanzen gestanden hätten, sei eine Blutentnahme angeordnet worden. Der 39-Jährige klagte über Schmerzen im Gesicht und wurde in einem Rettungswagen ambulant behandelt.

Streit in Flüchtlingsunterkunft in Moabit – Mann zückt Messer

12.55 Uhr: In einer Flüchtlingsunterkunft an der Quitzowstraße in Moabit (Mitte) hat es in der vergangenen Nacht eine Auseinandersetzung gegeben. Zuvor hatte ein 47 Jahre alter Bewohner in seinem Zimmer geraucht, daraufhin lösten die Warnmelder aus. Nachdem Mitbewohner ihn aufforderten, das Rauchen zu unterlassen, reagierte er aggressiv. Während des Streits holte er ein Haushaltsmesser und verletzte einen 34-Jährigen damit im Gesicht. Die anderen Personen, die versucht haben, ihn aufzuhalten, erlitten dabei leichte Verletzungen. Der Tatverdächtige flüchtete nach draußen. Dort wurde er von der Polizei festgenommen.

Laut seiner Aussage sei er zuerst angegriffen worden und habe das Messer aus Notwehr eingesetzt. Er wies eine Verletzung am Auge auf, die im Krankenhaus behandelt wurde. Der im Gesicht stark blutende 34-Jährige wurde vor Ort erstversorgt und dann ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Das Messer fanden die Beamten hinter einem Tor auf dem Hinterhof. Die Ermittlungen zum Tatablauf dauern an und wurden von einem Fachkommissariat der Direktion 2 (West) übernommen.

Autofahrer fährt Radfahrer in Kreuzberg an

12.04 Uhr: Ein Radfahrer ist am Mittwoch bei einem Unfall in Kreuzberg verletzt worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, war ein 19 Jahre alter Autofahrer gegen 18.30 Uhr von der Görlitzer Straße nach rechts auf die Skalitzer Straße abgebogen und hatte dabei den 45-Jährigen erfasst, der auf der Skalitzer Straße in Richtung U-Bahnhof Schlesisches Tor fuhr. Der Radfahrer stürzte und erlitt Kopfverletzungen. Die Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang hat ein Fachkommissariat der Direktion 5 (City) übernommen.

Sprayer bedrohen U-Bahnfahrer in Friedrichshain

10.25 Uhr: Zwei Sprayer haben am Donnerstag in Friedrichshain einen U-Bahnfahrer bedroht. Wie die Polizei mitteilte, war der U-Bahnfahrer gegen 3.45 Uhr im Bahnhof Gleisdreieck aus den Zug gestiegen und hatte zwei zwei schwarz gekleidete Personen gesehen, die den hintersten Waggon besprühten. Als er sie aufgefordert habe, das zu unterlassen, soll eine der beiden Personen einen schusswaffenähnlichen Gegenstand aus der Jackentasche geholt, ihn auf den Fahrer gerichtet und ihm gedroht haben. Der Fahrer zog sich in seine Fahrerkabine zurück und alarmierte die Polizei. Die beiden Personen flüchteten in unbekannte Richtung. Die weiteren Ermittlungen übernimmt ein Fachkommissariat der Direktion 5 (City).

Störungen und Festnahmen bei propalästinensischer Demonstration in Kreuzberg

9.37 Uhr: Angesichts einer Konferenz zu Israel und dem Krieg im Nahen Osten in Kreuzberg ist es bei einer propalästinensischen Gegendemonstration zu Verstößen und Widerstand gegen die Polizei gekommen. Rund 230 Demonstranten versammelten sich nach Angaben der Polizei am Mittwochabend am Axel-Springer-Gebäude und folgten damit einem Aufruf im Internet mit dem Motto „Free Palestine“. Teilnehmer riefen demnach Parolen für Palästina und gegen die Polizei, vereinzelt auch Parole „From the river to the sea“, die sich gegen die Existenz Israels richtet und abhängig vom Zusammenhang meist verboten ist. Die Polizei nahm zehn Demonstranten vorläufig fest, unter anderem wegen Angriffs, Widerstands, Beleidigung sowie Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen.

Schon zuvor hatte es am Nachmittag einige Festnahmen am selben Ort bei einer kleinen Kundgebung „Stoppt die Finanzierung des Genozids“ gegeben. Eine weitere Demonstration mit 100 Teilnehmern für Palästina in Neukölln verlief ohne Störungen.

Halensee: Lkw-Fahrer fährt beim Rechtsabbiegen Fußgängerin an

9.23 Uhr: Eine Fußgängerin ist am Mittwoch in Halensee im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von einem Lkw angefahren worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, war der Lkw-Fahrer gegen 12.40 Uhr von der Seesener Straße nach rechts auf die Cicerostraße abgebogen. Dabei fuhr der 59-Jährige eine 19 Jahre alte Fußgängerin an, die die Fahrbahn der Cicerostraße in die gleiche Richtung überqueren wollte. Rettungskräfte brachten die junge Frau in ein Krankenhaus. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang hat ein Fachkommissariat der Direktion 2 (West) übernommen.

Mann zündet Strohballen in Tiergarten an

9.20 Uhr: Ein Strohballen hat am Donnerstag in Tiergarten im Bezirk Mitte gebrannt. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein Mann um kurz vor 4.30 Uhr Teilnehmern einer Dauermahnwache an der Straße des 17. Juni gesagt, dass er einen der dort platzierten Strohballen anzünden wolle. Er sei dann mit einem Benzinkanister zurückgekehrt. Daraufhin überprüften die Demo-Teilnehmer die Strohballen. Einer von diesen sei auf die Mittelinsel befördert und in Brand gesetzt worden. Die Polizei löschte die Flammen. Der Strohballen brannte nicht komplett ab. Die Einsatzkräfte konnten aber Benzingeruch wahrnehmen. Der 62 Jahre alte Tatverdächtige wurde in unmittelbarer Nähe aufgegriffen werden. Nachdem seine Identität überprüft wurde, konnte er seinen Weg fortsetzen. Er muss sich nun wegen des Verdachts der Sachbeschädigung durch Inbrandsetzen verantworten.

Autofahrer stirbt nach schwerem Unfall in Elbe-Elster

9.16 Uhr: Nach einem schweren Unfall in Doberlug-Kirchhain (Landkreis Elbe-Elster) ist ein Autofahrer gestorben. Der 69-Jährige prallte mit seinem Auto am späten Mittwochabend auf der Hauptstraße gegen einen Baum, wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte. Alarmierte Rettungskräfte brachten den Mann in ein Krankenhaus, wo er wenig später starb. Die Straße war während der Unfallaufnahme bis nach Mitternacht voll gesperrt. Ein Todesermittlungsverfahren soll nun Klarheit darüber bringen, wie es zu dem Unfall kam.

Auto eines Rüstungskonzerns in Friedrichshain brennt – Brandanschlag?

Ein Fahrzeug eines Rüstungskonzerns brannte.
Ein Fahrzeug eines Rüstungskonzerns brannte.© Pudwell | Pudwell

6.25 Uhr: Zwei Fahrzeuge sind in der vergangenen Nacht an der Gubener Straße in Friedrichshain durch ein Feuer beschädigt worden. Zunächst stand ein Mercedes Vito in Flammen. Das Feuer griff auch auf ein weiteres Auto über. Die Feuerwehr konnte die Brände löschen.

Während der Löscharbeiten stellte die Polizei fest, dass es sich bei dem Mercedes Vito um ein Auto der „Thales Group“ handelt. Das Unternehmen ist ein börsennotierter Rüstungskonzern mit Aktivitäten in Militärtechnik, Luft- und Raumfahrt sowie Sicherheit und Transport. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der politisch motivierten Brandstiftung, wie eine Sprecherin mitteilte.

Neukölln: Putz kracht auf den Gehweg – Feuerwehr im Einsatz

Erst löste sich etwas Putz vom Balkon, dann lösten sich mehrere Quadratmeter.
Erst löste sich etwas Putz vom Balkon, dann lösten sich mehrere Quadratmeter.© Pudwell | Pudwell

6.04 Uhr: An der Weisestraße in Neukölln hat es am Mittwoch einen Polizei- und Feuerwehreinsatz an einem Haus gegeben. Zuvor war Bürgern aufgefallen, dass sich Putz von einem Balkon in der fünften Etage gelöst hatte und auf den Gehweg gefallen war. Die Einsatzkräfte sperrten den Bürgersteig weiträumig ab. Die Feuerwehr alarmierte eine Drehleiter nach, um den Putz am Balkon zu überprüfen. Während der Maßnahme krachte weiterer Putz auf den Gehweg. Ob der Balkon weiterhin genutzt werden darf, muss geprüft werden. Es wurden Fachleute vom Bezirksamt Neukölln hinzugezogen. Auch der darunterliegende Balkon soll Risse im Putz haben.

BM/dpa